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Grevesmühlen Bauherren können im Mai beginnen
Mecklenburg Grevesmühlen Bauherren können im Mai beginnen
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00:01 28.11.2017
Das Gartengrundstück (Mitte) hat Lidl bereits gekauft. Stimmen die Stadtvertreter zu, könnte dort bald eine zweite Zufahrt für Lidl entstehen. Quelle: Foto: Jf
Neu Degtow/Grevesmühlen

Schon im Mai kommenden Jahres könnte mit dem Bau der Häuser in dem neuen Wohngebiet „Neu Degtow West“ begonnen werden. Auf einer Gesamtfläche von 1,6 Hektar zwischen dem Gewerbegebiet am Langen Steinschlag in Grevesmühlen und dem Wohngebiet Am Wiesengrund entstehen parallel zur Dorfstraße Richtung Tierarztpraxis neun Einfamilienhäuser.

Laut Bauamtsleiter Holger Janke gebe es bereits Interessenten. „Wenn die alle zusagen, sind die Häuser vergeben. Werden es mehr Interessenten, wird gelost“, beschreibt er das Prozedere. Vorgesehen sind Gebäude mit einem Vollgeschoss, die auf einem etwa 1000 Quadratmeter großen Grundstück mit Gartenland ihren Platz finden. Zur Bundesstraße 105 hin wird parallel zur Gasstation eine Lärmschutzmauer errichtet, an die sich ein Schutzwall über Eck anschließt. Die Zukunft der Wertstoffcontainer an der Gasstation ist noch nicht geklärt. Vorstellungen werden laut, sie in der Nähe der Bushaltestelle im Ort zu platzieren.

Mit dem Wohngebiet geht der Ausbau der schmalen Dorfstraße in Richtung Tierarztpraxis einher. Derzeit ist die 3,50 Meter breit, ausgebaut werden soll auf 4,75 Meter plus Fußweg. Und gerade dieser Ausbau bereitet den Anwohnern Kopfzerbrechen. Auf der jüngsten Bauausschusssitzung der Stadt Grevesmühlen konfrontierten sie den Bauamtsleiter mit ihren Bedenken. „Wir haben für die Straße und die Beleuchtung bereits einmal bezahlt. Ich sehe nicht ein, dass wir ein zweites Mal bezahlen“, erläuterte eine Anwohnerin.

Die Sache, so Holger Janke, liege bei einer Rechtsanwaltskanzlei zur Prüfung vor. Gibt die grünes Licht, dass Anliegerbeiträge nicht nur auf die zukünftigen Bewohner zukommen, sondern auch auf die, die bereits dort wohnen, werde die Stadt diese auch erheben. „Ich möchte aber keine Angst verbreiten. Es wird geprüft, mehr kann ich dazu nicht sagen“, erklärte er. Die Stadt sei bestrebt, die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Zum Grundstückspreis konnte Holger Janke noch keine genauen Angaben machen. Die Stadt ist im Geltungsbereich nicht alleiniger Grundstückseigentümer. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so heißt es, läge noch kein abschließender Vertrag mit diesem vor.

Grünes Licht für Norma-Neubau

Bewegung ist auch in das Vorhaben, den Discounter Norma in der Klützer Straße neu zu gestalten, gekommen. Geplant ist ein Neubau, nachdem das jetzige Gebäude abgerissen wurde. Einen genauen Zeitpunkt gibt es noch nicht, der Bebauungsplan werde Anfang kommenden Jahres in die Auslegung gegeben, informierte Planer Torsten Beims. Von Abriss bis zum Fertigstellungstermin würden fünf Monate vergehen, so Birte Martens, Expansionsleiterin bei Norma. Der Abriss, so betonte sie auf der Bauausschusssitzung noch einmal, sei notwendig, weil das jetzige Gebäude zu klein sei und nicht mehr den Anforderungen entspreche. „Der Markt ist in die Jahre gekommen“, umschreibt Torsten Beims. Erweitert wird von derzeit 800 auf 1000 Quadratmeter. Zukünftig wird es ein Café und einen Backshop geben.

Verhandlungen mit einem einheimischen Bäcker soll es bereits geben, so Birte Martens. Veränderungen wird es auch an der Zulieferrampe geben. Geplant ist eine sogenannte eingehauste Rampe – also eine Rampe mit höherer Schallschutzmauer als jetzt.

Auch Lidl will sich verändern

Veränderungen soll es mittelfristig auch beim Discounter Lidl geben. Wie in der Bauausschusssitzung bekannt wurde, werde bereits laut, dass auch dort die Verkaufsfläche in die Zukunft gesehen nicht mehr ausreichen werde. Der erste Schritt soll jetzt allerdings erst einmal mit einer zweiten Zufahrt gemacht werden, für die es bei der Stadt eine Anfrage gibt. Die soll von der Lübecker Straße aus – gegenüber der Kreuzung Richtung Börzow – gebaut werden. Der Grundstückskauf sei bereits getätigt worden. Das Projekt soll der Planer in der kommenden Bauausschusssitzung näher vorstellen, abgeneigt sind eine Vielzahl von Bauausschussmitgliedern nicht – gerade auch im Hinblick auf die geplante Erschließung von West I.

Wunsch nach Wasserspiel

Die Bauarbeiten am neuen Wohn- komplex der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (Wobag) in der August-Bebel-Straße schreiten voran (die OZ berichtete), im Frühjahr 2019 soll er fertiggestellt sein. Zeit also, sich auch über den Vorplatz Gedanken zu machen. Sowohl der Bauherr als auch die Mitglieder des Bauausschusses können sich ein Wasserspiel vorstellen, wie es ähnlich schon in Wismar, Lübeck oder auch Boltenhagen zu finden ist. Es soll unter anderem Kinder erfreuen, die die Fläche im Sommer barfuß erobern.

Jana Franke

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