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Grevesmühlen „Begegnungen waren wie ein Geschenk“
Mecklenburg Grevesmühlen „Begegnungen waren wie ein Geschenk“
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00:05 07.10.2017
Am „Eck“ in Nachbarschaft des Bahnhofes hatten sich zum Abschlussfest der Interkulturellen Woche 70 Menschen versammelt. Quelle: Foto: Privat

Für Dorina Reschke waren die Begegnungen während der Interkulturellen Woche in Grevesmühlen „wie ein Geschenk“. Die Marketing- und Tourismusbeauftragte der Stadt, bei der alle organisatorischen Fäden für den Veranstaltungsreigen in der Vorwoche zusammenliefen und die auch bei allen Treffen dabei war, zeigt noch einmal auf die Bilder von der Abschlussveranstaltung. Zu fast jeder Person, die sie wiedererkennt, weiß sie eine Geschichte zu erzählen.

„Dieser kleine Junge aus Eritrea hat ein totales Rhythmusgefühl“. Sie glaubt, nach dem Rhythmus-Reise genannten Workshop der Diakonie während der Interkulturellen Woche wird er auch beim bald anlaufenden Diakonie-Musikprojekt im BürgerBahnhof mit dabei sein. Eine Geschichte von vielen, die für den Brückenschlag zwischen den Kulturen steht.

Auch darum sagt Dorina Reschke rückblickend: „Das, was wir erreichen wollten, haben wir geschafft.“ Trotz Anlaufschwierigkeiten habe sich gezeigt, über kreative Angebote wie Malen und Handwerken, gemeinsames Kochen und Essen, Musik und Sport lasse sich am ehesten zusammenfinden. Angesichts der Tatsache, dass in Grevesmühlen – dort und in den Ortsteilen leben gegenwärtig laut Melderegister 192 Ausländer – für die Interkulturelle Woche ein Programm auf die Beine gestellt worden war, wie es große Städte haben, müsse bei einer möglichen Neuauflage 2018 gar nicht an jedem Tag eine Aktion stattfinden, könnten Sportangebote eingegrenzt werden. Auch erinnert sie an die kurze Zeitspanne von der Idee im März bis zur Umsetzung und das bei keinerlei geplantem finanziellen Budget. Nur dank Förderung über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring habe das Projekt wie geplant stattfinden können.

Die Idee überhaupt hatte Norbert Koschmieder, für den das Projekt in seinem Sinne gelaufen sei. Der 56-Jährige vom Verein „bleib.mensch“, der sich um die Integration von Flüchtlingen kümmert, erklärt angesichts anfangs nur weniger Ausländer bei einigen Treffen: „Dem Anspruch, dass wir Ausländer und Flüchtlinge zu den Aktionen hinschicken, können wir nicht nachkommen.“ Da sähe er auch Potenzial für eine Neuauflage. Jeder Anbieter müsse dafür sorgen, auch die Kommunen rundherum. Außerdem: „Die Veranstaltungen richteten sich ausdrücklich an a l l e Bürger! Geht es nach Norbert Koschmieder, muss die Woche zu einem Selbstläufer werden. Höhepunkte waren für ihn Auftakt- und Abschlussveranstaltung. „70 Leute waren zum Schluss gekommen.“

Cornelia Roxin

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