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Betrunkene Randalierer wüten auf dem Boulevard der Kreisstadt

Wismar Betrunkene Randalierer wüten auf dem Boulevard der Kreisstadt

Die Wismarer Polizei nahm drei junge Männer fest. Vandalismus entwickelt sich in Nordwestmecklenburg zunehmend zum Problem. In diesem Jahr gab es schon 770 Fälle.

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Man fragt sich, was in den Leuten vorgeht.“Claudia Hörl, Kurdirektorin Boltenhagen

Wismar. Wieder ein Fall von blinder Zerstörungswut in Nordwestmecklenburg: Drei betrunkene Männer haben in der Nacht zu gestern in der Wismarer Altstadt randaliert. Die Polizei ergriff die 20 und 21 Jahre alten, angetrunkenen Wismarer und nahm sie in Gewahrsam. Der Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt. Kein Einzelfall im Landkreis. Laut Polizeisprecher André Falke wurden der Inspektion Wismar seit Jahresbeginn rund 770 Sachbeschädigungen in Nordwestmecklenburg angezeigt. Vor allem Grevesmühlen litt enorm unter Vandalismus. Im Juli hatten Unbekannte im Vereinshaus an der Kirche randaliert und die öffentlichen Toiletten neben dem Rathaus beschädigt. Anfang des Jahres kosteten Schäden aus der Silvesternacht die Stadt knapp 6600 Euro. „In den vergangen Wochen war es bei uns erstaunlich ruhig. Das ist erfreulich“, sagt Manuela Harder, Leiterin des Grevesmühlener Bauhofs.

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Man fragt sich, was in den Leuten vorgeht.“Claudia Hörl, Kurdirektorin Boltenhagen

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Ein Bild der Zerstörung bot sich derweil gestern Früh Hinter dem Rathaus in der Kreisstadt Wismar. Randalierer hatten entlang der Straße gewütet, die große Glasvitrine eines Schuhgeschäfts umgestoßen, Tische und Stühle, die draußen standen, beschädigt, Sonnenschirme umgeworfen und zerstört. Ein Verkehrsschild schlugen sie aus der Halterung und beschädigten ein angeschlossenes Fahrrad.

„Ein Zeuge sprach die Männer auf die Beschädigungen an. Er bekam einen Schlag ins Gesicht“, berichtete Polizeisprecher André Falke.

Eine Funkwagenbesatzung eilte zum Tatort. Sie entdeckte die Tatverdächtigen, die sofort flüchteten. Mehrere Streifenwagen suchten die Randalierer, die schließlich festgenommen wurden. Doch damit war die Messe noch nicht gelesen. Nachdem das Trio wieder auf freien Fuß gesetzt worden war, brach es kurze Zeit später in der Diebstraße in einen Hausflur ein und stahl ein Damenfahrrad. Wieder griff die Polizei die Täter auf, nahm sie diesmal aber in Gewahrsam.

Im Schönberger Land lassen sich die Schäden zum Glück auf Schmierereien und kleinere Zerstörungen reduzieren. Jedoch kosteten sie das Amt bereits 2500 Euro in diesem Jahr. In Boltenhagen ist Vandalismus hingegen auch ein Problem. „Zerstörung von Papierkörben oder Bänken, Graffiti oder Schmierereien nerven“, sagt Kurdirektorin Claudia Hörl. Besonders nach größeren Veranstaltungen werde gehäuft gewütet. Oft werden die Lampen an der Seebrücke in Mitleidenschaft gezogen. „Man fragt sich, was in den Leuten vorgeht“, ärgert sich Hörl.

 

Haike Werfel und Robert Niemeyer

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