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Grevesmühlen Bewohner sollen Umgehung für die Schloss-Stadt fordern
Mecklenburg Grevesmühlen Bewohner sollen Umgehung für die Schloss-Stadt fordern
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15:45 26.07.2018
Kommen Urlaubs- und Erntezeit zusammen, rollt viel Verkehr durch die Innenstadt von Klütz. Eine Umgehungsstraße könnte Abhilfe schaffen. Quelle: Malte Behnk
Klütz

Die Durchgangsstraße in der Klützer Innenstadt (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist sehr eng. Traktoren, Mähdrescher, Lastwagen und eine große Menge Urlauberautos schieben sich Tag für Tag von der Lübecker Straße, die Rudolf-Breitscheid-Straße entlang am Markt vorbei in die Wismarsche Straße. Ebenso ist es in entgegengesetzter Richtung. Vor allem für die Landwirte und Lkw-Fahrer bedeutet die Durchfahrt Stress auf den engen Kopfsteinpflasterstraßen.

Bei der Stadtvertretung wurde angeregt, dass eine weitere Umgehungsstraße Entlastung bringen könnte. „Leidtragende sind die direkten Anwohner“, sagte Bürgermeister Guntram Jung. Er regte an, dass Einwohner Unterschriften sammeln und ans Land schicken könnten. Bürger könnten dem Verkehrsministerium auch Druck machen, indem sie den Bürgerbeauftragten oder den Petitionsausschuss über das Thema informieren.

Ein erstes Stück der Klützer Ortsumgehung war bereits von 1988 bis 1990 von der Einfahrt in die Schloßstraße bis zur katholischen Kirche gebaut worden. Die dortige Kreuzung der Landesstraßen 03 und 01 wurde mit dem 2011 begonnen Bau des zweiten Teils der Umgehung zum Kreisverkehr umgebaut. Dieses zweite Stück der Ortsumgehung führt von der katholischen Kirche zum zweiten Kreisverkehr an der Boltenhagener Straße, die dann zum Ostseebad führt.

Die beiden Abschnitte der Ortsumgehung nehmen aber hauptsächlich den Verkehr von Grevesmühlen zur Ostsee und umgekehrt auf. Für die Fahrzeuge die in Ost-West-Richtung die Stadt durchqueren, gibt es bislang keine Lösung.

Anwohnern der Rudolf-Breitscheid-Straße würde der Bau einer zusätzlichen Umgehung sehr gefallen. Ulla Pertiller (79), die ihr ganzes Leben im fast 300 Jahre alten Haus ihrer Familie verbracht hat, wünscht sich so eine Entlastung schon lange und sie hatte auch schon einmal Unterschriften gesammelt. Vor allem die Schweren Fahrzeuge, die schnell über das Kopfsteinpflaster fahren, stören sie. Busse und Lastwagen seien am schlimmsten.

Auch Familie Clewe, die eine Pension an der Rudolf-Breitscheid-Straße betreibt und auch direkt an der Straße wohnt, wünscht sich eine Umgehung für den Ost-West-Verkehr. An einer Unterschriftenaktion, um das Land zum Bau einer Umgehung zu bewegen würden sich Clewes und auch Ulla Pertiller sofort beteiligen.

Mehr lesen Sie am 27. Juli in der Printausgabe der Ostsee-Zeitung Grevesmühlen

Behnk Malte

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