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Grevesmühlen Beyer: Probleme kann man nicht weglächeln
Mecklenburg Grevesmühlen Beyer: Probleme kann man nicht weglächeln
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03:37 31.08.2013

Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) wehrt sich gegen die Vorwürfe des Jugendhilfeausschusses des Landkreises. Der sagt, Beyer hätte wissen müssen, dass Landrätin Birgit Hesse (SPD) ihm die Zusage über 111 000 Euro für die Jugendarbeit in der Hansestadt nicht ohne Zustimmung der entsprechenden Gremien hätte geben dürfen (OZ berichtete). Diese Summe fehlt der Hansestadt für die Förderung der Jugendarbeit in Wismar. Doch der Landkreis hat dieses Geld auch nicht, sein Budget ist bereits auf die Träger verteilt worden. Wie Thomas Beyer am Donnerstag die Bürgerschaft informierte, hat Birgit Hesse dieses Schreiben dem Ausschuss vorgelegt, ohne dies mit ihm abzusprechen. „Allein diese Verfahrensweise ist kritikwürdig.“ Im Übrigen sei es in diesem Schreiben darum gegangen, dass die Landrätin der Hansestadt Wismar zugesichert hat, die Jugendarbeit auch im Jahr 2013 abzusichern. „Eine solche Zusage werde ich meinerseits nicht hinterfragen und schon gar nicht prüfen, ob seitens der Landrätin Gremien des Kreises zu beteiligen sind“, so Beyer weiter. Dies liege allein in der Sphäre der Landrätin. Er bedauere außerordentlich, dass nunmehr die Situation entstanden sei, dass die Zusage des Kreises offenbar nicht eingehalten wird. „Dafür trägt einzig und allein der Landkreis die Verantwortung.“ Nachdem in der letzten Woche klar war, dass der Landkreis seine Zusage nicht einhalten wird, hat Beyer seine Mitarbeiter angewiesen, mit den betroffenen Trägern Kontakt aufzunehmen und zumindest den Finanzbedarf zu fördern, der zum Erhalt der Einrichtungen unbedingt notwendig ist. Der Bürgermeister erwartet nach wie vor aber auch hier eine Beteiligung des Landkreises, denn eine solche Situation könne kein Dauerzustand werden. „Es nützt nichts, Probleme wegzulächeln, sondern es muss erwartet werden, diese zu lösen.“ Wismar als nunmehr große kreisangehörige Stadt erwarte, dass der Landkreis seine soziale Verantwortung auch für die Bürger der Hansestadt Wismar wahrnimmt. „Wenn ich in diesem Zusammenhang von einem großen Träger höre, dass beispielsweise die Förderung für die Suchtberatungsstelle mit dem Hinweis darauf, dass die Stadt ja mitfördern könnte, gekürzt wird, dann sehe ich gerade hier, dass verschiedene Akteure des Kreises offenbar nicht gewillt sind, diese soziale Verantwortung wahrzunehmen.“ Wer so verfahre, habe offenbar die Realität verkannt, die nach der Kreisgebietsreform eingetreten ist. Beyer: „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr geduldig mit dem Kreis verhandelt. Geduld kann aber nicht dazu führen, dass hier möglicherweise soziale Strukturen zerstört werden.“

Christel Ros

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