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Bildungsbericht in der Kritik

Grevesmühlen Bildungsbericht in der Kritik

Simone Oldenburg (Die Linke): Schwerpunkte und Zielstellungen fehlen darin.

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Simone Oldenburg

Grevesmühlen. Fleiß 1, Inhalt 3 — mit diesen Schulnoten könnte man den Bildungsbericht des Landkreises beurteilen, wenn es denn Zensuren für das 110 Seiten umfassende Werk geben würde, das die Kreisverwaltung in dieser Woche präsentierte. Hintergrund war das miserable Abschneiden von Nordwestmecklenburg und Wismar beim Lernatlas von 2011. Der Kreistag beauftragte daraufhin die Verwaltung, einen eigenen Bildungsbericht zu erstellen.

„Es sind reine Statistiken, die dort aufgeführt sind“, sagt Simone Oldenburg (Die Linke), Kreistagsmitglied und bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. „Es fehlen Schwerpunkte und Zielstellungen, und selbst die Statistiken sind nicht vollständig.“ So sei es ihrer Ansicht nach notwendig, auch die Probleme der Schulen aufzuzeigen. „Kommen die Schulen beispielsweise mit der schülerbezogenen Stundenzuweisung zurecht? Das tun sie nämlich nicht.“ Gleiches gilt für die Zahl der Schulabbrecher. „In diese Statistik gehören leider auch die Förderschüler, da sie keinen anerkannten Schulabschluss haben“, sagt Simone Oldenburg. Letztlich könne der Bericht nicht mehr sein, als der Beginn einer Analyse, die der Bildungsausschuss in die Hand nehmen müsse, betont die Schulleiterin aus Klütz, die seit 2012 im Landtag sitzt. „Dort müssen wir uns mit den Problemen auseinandersetzen und sehen, wie man sie lösen kann.“ Und Probleme gibt es reichlich. Auch wenn man darüber streiten könne, welchen Stellenwert die Platzierungen Wismars und Nordwestmecklenburgs beim Lernatlas hatten. „Zu tun gibt mehr als genug.“

Die Zahl jener Schüler, die nach der sechsten Klasse aufs Gymnasium wechseln, als Grundlage zu nehmen, um den steigenden Bildungsgrad im Kreis zu dokumentieren, hält Simone Oldenburg für Augenwischerei. „Solange es keine Zahlen daneben gibt, wie viele Rückläufer es gibt und wie die Zensurendurchschnitte aussehen, kann ich damit wenig anfangen.“ Sie vermisst in dem Bericht auch die Stimme der Betroffenen. So seien beispielsweise nicht einmal die Schulleiter befragt worden im Rahmen der Erstellung des Bildungsberichtes. Auch eine Bilanz der verschiedenen Werkzeuge wie beispielsweise dem Übergangsmanagement von Schule und Beruf hätte aufgeführt werden müssen.

Der „Deutsche Lernatlas 2011“, den die Bertelsmann-Stiftung im November 2012 veröffentlicht hatte, hatte für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte öffentlich die Studie kritisiert. Die Verantwortlichen in Wismar und Nordwestmecklenburg hatten zudem darauf verwiesen, dass teilweise veraltete Zahlen verwendet worden waren.

 

M. Prochnow

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