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Grevesmühlen Bitter: TSG-Damen steigen ab
Mecklenburg Grevesmühlen Bitter: TSG-Damen steigen ab
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00:01 08.05.2017

Schluss und aus! Für die Handballerinnen der TSG Wismar ist nach vielen Jahrzehnten die Zeit im höherklassigen Handball vorerst vorbei. Sie scheiterten auch bei ihrer letzten Chance auf den Klassenerhalt in der Relegation kläglich. Nach einem 21:21-Unentschieden zum Auftakt gegen PSV Recklinghausen verloren die Wismarerinnen das entscheidende Spiel gegen Birkenau deutlich mit 19:28 und müssen nun in der neuen Saison in der Ostsee-Spree-Oberliga antreten.

Ein Bild, das Bände spricht: Die erfolgreichste Torschützin der TSG-Damen, Vivien Millrath (Erdmann), sitzt einsam auf dem Hallenparkett, angelehnt an der Wand, und kann es nicht fassen, dass die Wismarer Handballerinnen aus der 3. Liga abgestiegen sind. Quelle: Foto: Meike Holz

Bereits am Freitag waren die Wismarerinnen ins Ruhrgebiet gereist, um sich bestmöglich auf die beiden entscheidenden Spiele in der Abstiegsrelegation vorzubereiten. Die erste Partie hatten sie dabei gegen den gastgebenden PSV zu bestreiten. Die Hansestädterinnen begannen die Partie hochkonzentriert und starteten mit einer schnellen 3:1-Führung (6.). Im weiteren Verlauf waren es aber zunächst die Frauen aus Recklinghausen, die besser ins Spiel fanden und sich zur Pause auf 9:12 absetzten.

Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem es auf beiden Seiten über weite Strecken handballerisch einige Defizite zu beobachten gab. Kämpferisch allerdings konnte man den Teams keinen Vorwurf machen. Bis zum Ende blieb die Partie offen, das 21:21-Unentschieden war schlussendlich leistungsgerecht und verschaffte der TSG eine deutlich längere Pause bis zum nächsten Spiel. Im Falle einer Niederlage hätten sie nur knapp eine Stunde zur Regeneration gehabt, so waren es dreieinhalb Stunden. In der Zwischenzeit trafen Recklinghausen und Birkenau im zweiten Spiel aufeinander und trennten sich ebenfalls Unentschieden – 23:23. Damit war auch die Ausgangslage für die Wismarerinnen klar. Eine Niederlage in der letzten Begegnung würde den Abstieg bedeuten, ein Sieg den Klassenerhalt. Zwar erwischte die TSG auch im zweiten Spiel den besseren Start, doch schnell wurde klar, dass die erste Partie die dezimierte Wismarer Truppe viel Kraft gekostet hatte – zu viel für die dynamischer und frischer wirkenden Mädels vom TSV Birkenau. Der deutliche 19:28-Endstand rundete das enttäuschende Bild ab.

Sichtlich mitgenommen äußerte sich TSG-Manager Klaus-Dieter Soldat zum feststehenden Abstieg: „Das ist natürlich extrem enttäuschend. Es gilt jetzt für alle Beteiligten, den Kopf oben zu behalten und den Fortbestand des Handballs in Wismar zu sichern.“

Statistik

Wismar – Recklinghausen 21:21 Wismar: Steiner, Schultz – Krohn, Melanie Tegler 4, Kriegsmann, Mareen Tegler 3, Bibow, Martin, Jennerjahn, Schiewe, Dürl, Pinkohs 4/1, Powierski 1, Millrath 9.

Siebenmeter: Recklinghausen 5/2, Wismar 2/1.

Strafminuten: Recklinghausen 4, Wismar 8.

TSG Wismar – TSV Birkenau 19:28 Wismar: Steiner, Schultz – Krohn, Melanie Tegler, Kriegsmann 1, Mareen Tegler 7, Bibow 3, Martin 1, Jennerjahn, Schiewe, Dürl 1, Pinkohs 1, Powierski, Millrath 5.

Siebenmeter: Birkenau 9/6, Wismar 0.

Strafminuten: Birkenau 2, Wismar 10 plus Disqualifikation Millrath (56.).

Ergebnisse: TSG Wismar – PSV Recklinghausen 21:21 (9:12), PSV Recklinghausen – TSV Birkenau: 23:23 (12:14), TSG Wismar – TSV Birkenau: 19:28 (9:13).

OZ

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