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Grevesmühlen Dünenpromenade: Fördergeld fürs Ostseebad
Mecklenburg Grevesmühlen Dünenpromenade: Fördergeld fürs Ostseebad
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13:37 04.12.2018
So soll die Dünenpromenade in Boltenhagen aussehen. Quelle: KURVERWALTUNG
Boltenhagen

Endlich ist es so weit. Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl hat die Zusage von Landesförderinstitut und Wirtschaftsministerium bekommen, dass die Fördermittel für den Bau einer Dünenpromenade im Ostseebad bewilligt wurden. Der Fördermittelbescheid über 4,7 Millionen Euro wird jetzt in Boltenhagen erwartet.

„Es ist ganz toll, dass wir jetzt eine Förderung über 90 Prozent bekommen“, freut sich Claudia Hörl. Und auch Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) ist begeistert. „Ich bin glücklich, dass es jetzt geklappt hat“, sagt er.

Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl. Quelle: MALTE BEHNK

Mit Übersendung des Fördermittelbescheids kann das Projekt Dünenpromenade in die nächste Runde gehen. Zunächst muss die Arbeit eines Planers EU-weit ausgeschrieben werden. Er soll dann die Planungen fortsetzen, die bislang zum größten Teil von Bernd Opfermann aus Hamburg erbracht wurden. Die Ausschreibung werde etwa drei Monate beanspruchen, sagt Claudia Hörl. Danach müssen auch die eigentlichen Bauarbeiten ausgeschrieben werden – ebenfalls in der ganzen EU. „Baubeginn wäre dann frühestens nach der Saison. Die Hauptsaison wird im nächsten Jahr nicht beeinträchtigt“, sagt die Kurdirektorin. Zumindest einen symbolischen ersten Spatenstich würde Boltenhagens Bürgermeister am liebsten aber noch in diesem Jahr machen.

Auch wenn Christian Schmiedeberg anmerkt, dass sich vor allem die Zusage der Fördermittel lange hingezogen habe und die Gemeinde schon seit 2013 an dem Projekt plant, lobt Claudia Hörl die Höhe der finanziellen Unterstützung für das Millionenprojekt. „Die 90-prozentige Förderung bezieht sich auf die ganze Promenade, die Zuwegungen die neu gebaut werden und die Hütten für die DLRG-Rettungsschwimmer“, zählt sie auf. „Es bleibt dann noch ein Eigenanteil von 522 574 Euro, der über den Haushalt der Kurverwaltung abgedeckt wird“, erklärt die Kurdirektorin.

Die Dünen links und rechts der Seebrücke in Boltenhagen mit Hinweis- und Infoschildern. Auf der Düne soll eine Promenade gebaut werden. Quelle: MALTE BEHNK

Gebaut werden soll eine etwa zwei Kilometer lange Promenade, die auf Pfählen auf der Düne am Ostseestrand entlang führen soll. Während des Baus soll auch die Düne auf eine Höhe von 4,50 Meter aufgeschüttet werden. Sowohl die Hütten der Rettungsschwimmer als auch die der Strandkorbvermieter sollen in die Promenade integriert werden. Drei Strandzugänge sollen ausgebaut und barrierefrei zugänglich werden. Die hölzerne Promenade soll nur für Fußgänger freigegeben werden, so dass nach dem Bau offiziell Radfahrer die heutige Strandpromenade nutzen könnten.

Mit der Promenade auf den Dünen wird es in Boltenhagen möglich, beim Spaziergang auch das Meer zu sehen, ohne durch den Strandsand laufen zu müssen. Bisher geht das nur auf der Seebrücke und an den Bereichen mit Deich am Dünenweg bis nach Redewisch und in Tarnewitz vor dem Naturschutzgebiet.

Während der fünfjährigen Planung hatte es auch Kritik an dem Millionenprojekt gegeben. Gegner hatten 2017 in einer Bürgerinitiative 281 Unterschriften gesammelt, um einen Bürgerentscheid zu dem Thema zu starten. Aus formellen Gründen kam der Bürgerentscheid nicht zustande. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht in Schwerin eine Klage der Bürgerinitiative gegen die Entscheidung der Gemeindevertretung abgelehnt.

Malte Behnk

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