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„Boltenhagen ist Leuchtturm für Region“

Boltenhagen „Boltenhagen ist Leuchtturm für Region“

Am Donnerstagabend sind 170 Gäste zum Neujahrsempfang im Ostseebad gekommen

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Anstoßen beim Neujahrsempfang in der Weißen Wiek: Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD, l.), Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) und Kurdirektorin Claudia Hörl.

Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Boltenhagen. „Wir sind eine leistungsfähige Gemeinde. Und dass das so bleibt, muss unser Ziel sein.“ Mit diesen Worten hat Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) am Donnerstagabend seine Rede beim Neujahrsempfang in Tarnewitz beendet. Die Gemeinde und die Kurverwaltung hatten in die Veranstaltungsscheune in der Weißen Wiek geladen. Rund 170 Gäste waren gekommen und erhielten dabei einen Einblick in die aktuelle Lage des Ostseebades und die Pläne für die Zukunft. „Es herrscht eine enorme Investitionsbereitschaft. Wir haben gute Voraussetzungen“, betonte Schmiedeberg und ergänzte: „Boltenhagen ist ein Leuchtturm für unsere Region.“

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Am Donnerstagabend sind 170 Gäste zum Neujahrsempfang im Ostseebad gekommen

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Das Gemeindeoberhaupt nutzte den Empfang auch, um Kritik an der Landespolitik zu äußern. „Ich habe manchmal den Eindruck, Leuchttürme sind in diesem Land nicht so wichtig und sollen abgeschaltet werden.“ Er verwies dabei unter anderem auf die mangelhafte finanzielle Ausstattung der Kommunen. Aber auch die langsam mahlenden, bürokratischen Mühlen seien ein Hindernis für die Entwicklung des Ortes. „Wir warten beim Projekt Dünenpromenade auf die Bewilligung. Das dauert viel, viel zu lange“, kritisierte der Bürgermeister. In Sachen Breitbandausbau machte er auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam. „Hier haben wir den Anschluss verschlafen“, so Schmiedeberg. Weitere Kritikpunkte: die Hürden beim Wohnungsbau und die Kita-Gebühren.

In Sachen Kosten für die Kinderbetreuung wolle die Gemeinde nun zusammen mit der Landrätin Kerstin Weiss an das Land herantreten. Die Kreisverwaltungschefin war ebenfalls zum Empfang gekommen und nutzte die Veranstaltung für „vielfältige Gespräche“, wie sie sagte. Auch Weiss stellte Boltenhagens gute Position heraus. Der Ort sei „finanziell gut aufgestellt“. Überhaupt zeige die wirtschaftliche Tendenz in der Region nach oben. „Doch nichts ist so gut, dass man es nicht besser machen kann. Die Konkurrenz schläft nicht“, so die Landrätin. Sie verteilte in ihrer Rede auch einen kleinen Seitenhieb in Richtung der politischen Vertreter des Ostseebads. „Ich wünsche mir für die Entwicklung des Ortes in Zukunft ein zielführenderes Miteinander“, sagte sie und erntete dafür den Applaus vieler Zuhörer.

Zu denen gehörte auch die Boltenhagenerin Heidi Clausen. Sie fand lobende Worte für den Empfang, der nach einem Jahr Pause wieder durchgeführt wurde. „Solch eine Veranstaltung schweißt zusammen, denn es werden alle aus dem Ort zusammengeholt. Auch das Ambiente ist sehr angenehm.“ Aber auch kritische Anmerkungen hatte sie parat: „Ich würde mir wünschen, dass die Arbeit der Ehrenamtler noch mehr hervorgehoben wird. Das hat Würdigung verdient“, sagte Heidi Clausen.

Dass Boltenhagen im vergangenen Jahr Austragungsort vieler hochwertiger Veranstaltungen war und auch 2018 sein wird, zeigte Kurdirektorin Claudia Hörl in ihrem Vortrag. So sei nach den Streitigkeiten um die Lautstärke im Kurpark nach Alternativen gesucht worden. Auf der Wiese hinter dem Kurhaus wurden 2017 erstmals die „Wiesenklänge“ durchgeführt. „Das wurde sehr gut angenommen und wird fortgeführt“, so Hörl. Auch die Belebung des Festsaals sei ein Erfolg gewesen. Für das Jahr 2018 hat die Kurdirektorin klare Wünsche: „Dass die Umsetzung des Baus der Dünenpromenade in einem Rutsch funktioniert und dass wir gemeinschaftlich neue Visionen für Boltenhagen entwickeln.“

Daniel Heidmann

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