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200 neue Wohneinheiten für Boltenhagen

Boltenhagen 200 neue Wohneinheiten für Boltenhagen

LGE investiert 7,3 Millionen Euro in Entwicklung am Ortseingang / Erschließung könnte 2018 starten

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Unterschrieben den Vertrag zur Entwicklung eines neuen Wohngebiets mit etwa 200 Wohneinheiten in Boltenhagen: (v.l.) Robert Erdmann von der LGE, Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU), seine Stellvertreterin Beatrix Bräunig (SPD) und Volker Bruns von der LGE. FOTOS (2): MALTE BEHNK

Boltenhagen. Gegenüber der Sport- und Freizeitanlage am Ortseingang von Boltenhagen sollen rund 200 neue Wohneinheiten in Mehrfamilien-, Einzel- und Doppelhäusern entstehen. Die Gemeinde hat am Montag den Vertrag mit der Landesgrunderwerb (LGE) Mecklenburg-Vorpommern GmbH unterzeichnet, die 7,3 Millionen Euro investiert, um das Wohngebiet im Bebauungsplan 38 zu entwickeln.

„Wir wollen als Gemeinde mehr mietpreisgebundenen Wohnraum“, sagte Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) bei der Vertragsunterzeichnung. „Wir haben gesehen, wie die LGE schon in der Umgebung als seriöser Partner mit Gemeinden wie Kalkhorst oder Klütz zusammenarbeitet“, erklärte er, warum die Gemeinde die LGE als Partner gewählt hat. „Ich hoffe, dass das Gebiet jetzt so schnell wie möglich entwickelt wird.“

Wie lange es bis zum Beginn der Erschließung dauert, hängt aber maßgeblich von der Arbeit der Gemeindevertretung und der Verwaltung im Amt Klützer Winkel ab. „Wenn der Flächennutzungsplan geändert und der Bebauungsplan rechtskräftig ist, könnten wir eventuell im nächsten Jahr mit der Erschließung beginnen“, sagte Volker Bruns, einer der beiden Geschäftsführer der LGE.

„Dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden soll, ist ein Thema in vielen Ostseebädern“, ergänzte Bruns. „Diese Fläche ist bereits seit zehn oder 20 Jahren interessant und auch wir hatten sie immer wieder im Blickfeld“, sagte Bruns über das geplante Wohngebiet. Robert Erdmann, zweiter Geschäftsführer der LGE ergänzte, dass eine Aufteilung in günstige und teurere Grundstücke vorgesehen ist, um den Wunsch der Gemeinde nach mietpreisgebundenem Wohnraum nachzukommen. „Über hochwertigere Grundstücke schaffen wir die günstigen Angebote“, so Erdmann. Das beziehe sich vor allem auf den zweiten Bauabschnitt. Im ersten Bauabschnitt seien Mehrfamilienhäuser vorgesehen, in denen auch seniorengerechte Wohnungen gewünscht sind.

Für die Gemeinde und die Amtsverwaltung war es nicht einfach, die Planung eines solchen Wohngebiets in Boltenhagen durchzusetzen. „Die Raumordnung hatte eigentlich gesagt, es gebe genügend Wohnraum in Boltenhagen“, erklärte Christian Schmiedeberg. „Wir haben mit Unterstützung des Bauamtes klargemacht, dass der Bedarf bei uns groß ist. Viele ältere Leute möchten herziehen und auch für junge Familien gibt es hier eine gute Infrastruktur.“ Zudem würden viele Häuser, die die Raumordnung zum Wohnraum zählt, nicht zum dauerhaften Wohnen genutzt.

„Mit dem Angebot neuer Wohnbaugrundstücke richten wir uns sowohl an die ortsansässige Bevölkerung als auch an hinzuziehendes Fachpersonal aus Fremdenverkehrs-, Reha- und Kureinrichtungen“, sagte Schmiedeberg.

Das zu entwickelnde Gebiet ist in vier Abschnitte unterteilt, von denen zunächst zwei Teilbereiche entwickelt werden sollen. Der erste Bauabschnitt auf Gemeindeland wird mit Mehrfamilienhäusern geplant. In Bauabschnitt zwei sind Einzel- und Doppelhäuser vorgesehen. Diese Einzelgrundstücke sollen zwischen 500 und 600 Quadratmeter groß werden. „Die Teilbereiche drei und vier entwickeln wir jetzt noch nicht. Hier könnten weitere Wohneinheiten sowie Flächen für Sport und Freizeit entstehen“, sagte Robert Erdmann.

Pläne gibt es schon lange

Vor zwei Jahren haben sich die Mitglieder des Bauausschusses in Boltenhagen nach einiger Zeit wieder mit der Ackerfläche am Ortseingang von Boltenhagen beschäftigt. Bereits zu dieser Zeit, im März 2015, lagen Pläne für ein Wohngebiet an der Stelle seit Jahren in den Schubladen.

Die geplanten Wohnungen und Einzelhäuser werden in Boltenhagen dringend gebraucht, das haben mehrere Untersuchungen gezeigt. Einerseits möchten viele Bewohner auch im Alter im Ostseebad wohnen. Sie brauchen seniorengerechte Wohnungen. Andererseits suchen immer wieder touristische Betriebe nach Unterkünften für ihre Mitarbeiter.

Malte Behnk

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