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Abgeholzt: Klützer Unternehmer kritisiert Baumarbeiten an der Landstraße

Klütz Abgeholzt: Klützer Unternehmer kritisiert Baumarbeiten an der Landstraße

Fritz Oppermann ärgert sich über das Erscheinungsbild / Stadt hat betroffene Fläche an Mosterei verpachtet

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Mehrere Ahornbäume wurden an der Landstraße zwischen Klütz und Christinenfeld bei Pflegearbeiten gefällt.

Quelle: Malte Behnk

Klütz. Jedes Mal wenn Fritz Oppermann (69) dieser Tage aus der Stadt Klütz in Richtung Christinenfeld hinaus fährt, ärgert er sich. Auf einer Grünfläche links neben der Straße wurden etliche Bäume gefällt. Zum Teil haben sie beindicke Stämme, die jetzt nur noch als einen Meter hohe Stumpen aus dem Boden ragen. „Das Beste haben die sich da weg geholt und nur noch die Reste, das Astholz liegen lassen. Alles liegt kreuz und quer“, sagt Oppermann. Er vermutet, dass an der Stelle Feuerholz gemacht wurde und er bezeichnet die Arbeiten als „unfachmännisch“.

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Fritz Oppermann ärgert sich über das Erscheinungsbild / Stadt hat betroffene Fläche an Mosterei verpachtet

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Wir haben Linie und Ordnung reingebracht.“Johann Volk, Betreiber der Mosterei in Klütz

Auch beim Amt Klützer Winkel ist die Fällaktion bekannt. Sachbearbeiterin Ilona Richter im Fachbereich Bauwesen ist damit beschäftigt. „Aus unserer Sicht ist dort alles ordnungsgemäß abgelaufen“, berichtet sie auf Nachfrage. Das Grundstück sei an eine Privatperson verpachtet worden, die die auf der Fläche befindliche Streuobstwiese nutzen möchte. Daher mussten die mehrstämmigen Ahornbäume weichen. Dass die Reste der Arbeit noch immer verteilt neben der Straße liegen, sei „nicht gerade ein schönes Bild“. Für die Aufräumarbeiten sei aber der Pächter selbst verantwortlich.

Bei der Privatperson, die die Fläche nutzt, handelt es sich um den Klützer Mostereibetreiber Johann Volk. Er habe die Fläche, die etwa einen Hektar misst, schon vor über einem Jahr langfristig von der Stadt gepachtet. Er will die Obstbäume für seinen Betrieb nutzen und kann die Aufregung nicht verstehen. „Wir haben keine Maßnahmen durchgeführt, die genehmigungspflichtig waren. Und war der Anblick vorher besser?“, entgegnet Volk. Denn es hätten notwendige Pflegearbeiten stattgefunden. Auf dem Grundstück waren die einst als Ausgleichsmaßnahme gepflanzten Obstbäume gefährdet. „Sie waren von anderen Bäumen eingewachsen und mussten freigeschnitten werden. Ansonsten wären sie abgestorben. Wir haben Linie und Ordnung reingebracht“, betont Volk.

Die gefällten Ahorngewächse sollen als Brennholz dienen. Laut Volk hatten sie einen Durchmesser von sieben bis acht Zentimetern und würden nicht unter die Baumschutzsatzung fallen, die in der Stadt Klütz seit dem Jahr 2002 gilt. Sie besagt, dass Einzelbäume, deren Stamm in einer Höhe von einem Meter einen Umfang von mindestens 40 Zentimetern aufweisen, unter Schutz stehen. Sie dürfen nicht ohne Genehmigung gefällt werden. Gleichzeitig dürfen derartige Arbeiten nur bis Ende Februar stattfinden. Danach sind diese Maßnahmen zum Schutz von nistenden Vögeln untersagt.

Die Überbleibsel der Fällungen will Volk demnächst beseitigen. Denn er beabsichtigt, die Obstwiese einzuzäunen und mit Schafen zu beweiden. „Wir würden lieber heute als morgen loslegen. Allerdings ist das eine Kostenfrage“, so der Unternehmer. Zudem seien Aufräumversuche in den zurückliegenden Wochen am Untergrund des Areals gescheitert. „Es konnte kein Fahrzeug rauffahren. Bei dem weichen Boden liefen wir Gefahr, uns festzufahren“, betont Volk. Tiefe Reifenspuren im Boden würden die Versuche dokumentieren. „Doch es wird in den nächsten Wochen passieren“, versichert er.

Von Malte Behnk und Daniel Heidmann

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