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Äthiopier bringen Hauch von Afrika in den Klützer Winkel

Dönkendorf Äthiopier bringen Hauch von Afrika in den Klützer Winkel

Studenten der Musikhochschule in Addis Abeba musizieren mit Jugendlichen aus Mecklenburg

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Bei Improvisationen während einer Jam-Session zeigen die jungen Äthiopier ihre Talente. Als Probenraum dient eine Scheune des Gutshauses in Dönkendorf. Fotos (3): Malte Behnk

Dönkendorf. Ein Hauch von Afrika weht durch den Klützer Winkel. Zumindest in Dönkendorf ist es gelegentlich zu hören, dass dort Gäste mit eigenen musikalischen Wurzeln sind. Vor allem wenn aus der Scheune des Kulturguts Dönkendorf Gesänge junger Äthiopierinnen zu hören sind, gemischt mit Trommeln und dem Klang von Saxofonen. So war es gestern Vormittag, als Studenten der „Mekane Yesus Church Music School of Jazz“ aus Addis Abeba mit Saxofonist Warnfried Altmann improvisierten.

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Studenten der Musikhochschule in Addis Abeba musizieren mit Jugendlichen aus Mecklenburg

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Der Musiker ist einer der Künstler, die den zwölf afrikanischen Studenten und sechs deutschen Jugendlichen Workshops auf dem Gelände des Kulturguts Dönkendorf anbieten. Bei Altmann stand gestern Improvisation auf dem Programm. Zuerst ließ er jeden einzelnen Musiker ein Solo auf Schlagzeug, Gitarre, Piano oder Saxofon spielen. Vier Äthiopierinnen faszinierten Warnfried Altmann mit ihrem Gesang. „Das beste Instrument ist die menschliche Stimme, so powerful“, sagte er, nachdem er kurz zuvor über sein Lieblingsinstrument, das Saxofon geschwärmt hatte. Im Bezug auf die traditionellen äthiopischen Lieder fügte er an: „Vergesst niemals Eure Traditionen. Ihr könnt immer etwas variieren, aber behaltet Euch die Tradition und Kultur.“

Um den Austausch von Traditionen und Kultur geht es hauptsächlich in dem zweiwöchigen Projekt. So haben die Studenten einerseits einige traditionelle Instrumente dabei, die auch zum Einsatz kommen werden. Zum anderen lernen sie klassische europäische Musik kennen. „Morgen singen wir Bach, wenn ich die Übersetzung bekomme“, kündigte gestern Monika von Westernhagen an. Die Opernsängerin und Hausherrin im Kulturgut Dönkendorf stimmt die jungen Musiker mit Stimmübungen und Gesängen auf den jeweiligen Tag ein. Für die Studenten aus der kirchlich geprägten Musikhochschule ist es eine willkommene Gelegenheit, europäische Kirchengesänge besser kennenzulernen. „Die Abschlussveranstaltung am 8. September wird auch eine Andacht“, nennt Monika von Westernhagen einen anderen Grund, auch Choräle von Bach zu üben.

Auch mit Kunst beschäftigen sich die 18 jungen Workshop-Teilnehmer. Wiebke Kranz aus Hamburg baut mit ihnen verschiedene Elemente der Land-Art, die sich alle auf das Kreuz beziehen. „Wir legen auf der Wiese Bilder aus Ästen mit dem Kreuz als Symbol oder Stellen große Äste als Kreuz zusammen“, erklärt sie die Idee. Monika von Westernhagen sagt, dass nicht allein das kirchliche Kreuz gemeint sei. „Es geht auch um Kreuzungen als Punkte der Begegnung“, sagt sie.

Entstanden ist das deutsch-äthiopische Camp durch einen Besuch der Grevesmühlener Kirchenmusikerin Annerose Lessing in Addis Abeba, die an der „Mekane Yesus Church Music School of Jazz“ ein Semester Chorgesang unterrichtete. Dort wurde sie von Mitgliedern der Kirchengemeinden der Region Grevesmühlen besucht. „Wir waren mit Pastoren und anderen Gemeindepädagogen dort und haben über ein Treffen in Deutschland gesprochen“, sagt Gemeindepädagogin Heidrun Fischer. Aus den Kirchengemeinden wurden dann Fördermittel beantragt und die Flüge für die Gäste aus Äthiopien bezahlt.

Musik, Licht und Kunst

Am Donnerstag, 8. September , ab 19.30 Uhr wird unter dem Motto „cross over“ eine Andacht mit Musik, Licht, Kunst im Park des Kulturguts Dönkendorf stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Schon vorher sind die äthiopischen und deutschen Musiker zu erleben: Am Sonntag, 4. September, in den Gottesdiensten um 9.30 Uhr in Grevesmühlen und um 11.30 Uhr in Boltenhagen sowie am Mittwoch, 7. September um 19 Uhr in der Kirche in Dassow.

Malte Behnk

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