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Alternativvorschlag zur Dünenpromenade

Boltenhagen Alternativvorschlag zur Dünenpromenade

Am 17. November entscheidet die Gemeindevertretung Boltenhagens über das umstrittene Millionenprojekt / Die Gremiumsmitglieder Kay Grollmisch und Jörg Gniwotta beantragen den Ausbau der Strandpromenade

Boltenhagen. Am 17. November wird es ernst: Dann entscheidet die Gemeindevertretung des Ostseebades Boltenhagen über die Dünenpromenade. Die Gemeindevertreter Kay Grollmisch und Jörg Gniwotta, beide bekannte Gegner des geplanten Vorhabens, wagen nun noch einmal einen Vorstoß, um das Projekt zu verhindern. Beide haben angekündigt, bei der kommenden Sitzung der Abgeordneten in der nächsten Woche einen gemeinsamen Antrag einbringen zu wollen. Grollmisch und Gniwotta machen darin einen alternativen Vorschlag für die Dünenpromenade. Gleichzeitig sprechen sich beide für eine Bürgerbefragung aus.

„Es sind auch bei der einberufenen Bürgerversammlung keine alternativen Möglichkeiten besprochen worden. Aus diesem Grund werden wir als Fraktion für die nächste Gemeindevertretersitzung einen Antrag mit einem alternativen Vorschlag einreichen“, bestätigt Grollmisch. Er habe in den zurückliegenden Wochen bei Befragungen von Einwohnern und Gewerbetreibenden sowie in Gesprächen mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ideen und Vorschläge gehört, die auch umsetzbar seien.

In der Alternative spielt die Strandpromenade die Hauptrolle. Die Antragsteller schlagen vor, diese um etwa zwei Meter zu verbreitern sowie zu pflastern. „Dadurch ist eine Teilung der Strandpromenade in einen Geh- und einen Radweg möglich“, erklärt Grollmisch. Der unerlaubte Radverkehr ist auf der Strecke ein Hauptproblem. Die 4,5 Millionen Euro teure Dünenpromenade könnte laut Befürworter auch diese Problematik lösen. Doch Grollmisch hält den Ausbau der Strandpromenade für notwendiger. „Damit wäre auch eine bessere Reinigungsmöglichkeit und Pflege gegeben sowie eine Befahrung durch Rettungskräfte und die Fahrzeuge des Bauhofs möglich.“

Der Antrag sieht zudem vor, bogenförmige Strandaufgänge zu erschaffen, „um einen optimalen Zugang auch für körperlich eingeschränkte Menschen zu ermöglichen – auch im Zuge der Erhöhung der Dünen“, so Grollmisch. Gleichzeitig schwebt beiden Gemeindevertretern vor, an den Aufgängen Plattformen zu errichten. „Mit Bänken zum Verweilen von Einheimischen und Gästen. Und hierbei wäre es empfehlenswert, gegenüber dieser Plattform die jeweiligen Häuschen der Strandkorbvermieter zu verankern“, heißt es von Seiten der Antragsteller. Die Rettungstürme der DLRG sollen nach Bedürfnissen entsprechend errichtet werden. „Da die DLRG im Dünenbereich nur drei Haupttürme für die Koordinierung benötigen würde, bräuchten auch nicht mehr errichtet werden“, meint Grollmisch. Um für die Hauptsaison den gesamten Strand mit Rettungsschwimmern absichern zu können, schlagen er und Gniwotta zusätzlich einzelne bewegliche Stationen vor, die im Herbst wieder vom Strand entfernt werden können.

„Mit diesem alternativen Konzept, was einzigartig wäre für das Ostseebad Boltenhagen, würde man die Besonderheiten des Ostseebades erhalten und dies wäre für alle Beteiligten ein vorteilhafter Kompromiss“, heißt es abschließend in dem Ideen-Papier von Kay Grollmisch und Jörg Gniwotta.

Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl hält von den Plänen der Fraktion Grollmisch/Gniwotta wenig. „Wir sind hier nicht bei Wünsch-dir-was. Wir haben eine Planung für die Dünenpromenade“, sagt sie.

Nach ihrer Kenntnis sei eine vorgeschlagene Pflasterung und Verbreiterung der Strandpromenade planungsrechtlich auch gar nicht möglich.

Daniel Heidmann

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