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Grevesmühlen Behindertenparkplatz muss frei bleiben
Mecklenburg Grevesmühlen Behindertenparkplatz muss frei bleiben
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00:00 12.04.2013
Eine weite Fläche zum Parken: Urlauber nutzten einen der fünf Behindertenstellplätze und mussten ein Bußgeld von 35 Euro zahlen. Quelle: privat
Groß Schwansee

Seit Jahren besucht das Ehepaar Heitmann aus Hardegsen bei Nörten-Hardenberg in Niedersachsen den Klützer Winkel. Anfang April waren sie in der Region unterwegs, um neue Urlaubsziele für sich, die Kinder und die Enkel zu erkunden. Dabei erlebten sie etwas, das die Urlauber zumindest stutzen ließ.

„Wir schauten uns mehrere Orte und deren Wege zum Strand an, unter anderem in Groß Schwansee“, erzählt Volker Heitmann. „Wir fuhren auf dem Parkplatz so dicht wie möglich an den Strandzugang heran, ohne dabei zunächst zu bemerken, dass wir in der Zone für die fünf ausgewiesenen Behindertenparkplätze zum Stehen kamen“, beschreibt der Urlauber weiter. Auf dem gesamten Parkplatz, der nach seiner Schätzung 200 Stellplätze bietet, war nur ein einziges weiteres Fahrzeug abgestellt Nach einer kurzen Visite am Strand ging das Ehepaar wieder zum Auto. Dort war inzwischen ein roter Wagen angekommen. „Eine Frau stieg aus und lief um unser Auto herum, fotografierte es und befestigte nach kurzer Bedienung des entsprechenden Gerätes einen Verwarnungsbescheid über 35 Euro wegen unerlaubten Parkens auf einem Sonderparkplatz für Schwerbehinderte. Als sie uns bemerkte, bewegte sie sich schnell zu ihrem eigenen Fahrzeug“, schildert Volker Heitmann die Situation. Kurzerhand sprach er die Frau, eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Klützer Winkel, durch ihr Seitenfenster auf die Situation an. Er habe auf dem „so gut wie leeren Parkplatz, bei sehr winterlichem unwirtlichen Wetter“ nur zehn Minuten auf einem von fünf freien Behindertenparkplätzen gestanden. Aus seiner Sicht sei die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes gezielt herangeeilt, um ihm den Strafzettel auszustellen.

Dem ist aber nicht so, versichern sowohl Maria Schultz, Fachbereichsleiterin für Bau- und Ordnungswesen, als auch Torsten Gromm, Sachbearbeiter im Ordnungsamt. Sie erhalten öfter Briefe mit ähnlichem Inhalt. „Wir haben eine Straßenverkehrsordnung und daran muss sich jeder halten. Man kann auch nicht nachts mit Tempo 100 durch die Ortschaft fahren, nur weil dann vielleicht nichts los ist“, so Gromm. Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes sei an dem Tag auf ihrer täglichen Runde durch den Klützer Winkel gewesen, wobei unter anderem alle Parkflächen kontrolliert werden. Allerdings sagte Maria Schultz, dass, seit es zusätzliches Personal für das Ordnungsamt gibt, der Kontrolldruck erhöht wurde. „Das wird in der Bevölkerung auch positiv wahrgenommen“, sagt sie. „Genauso wie wir oft hören, dass die neuen Mitarbeiter sehr freundlich und kompetent auftreten.“ Dazu gehöre aber ebenso, Ordnungswidrigkeiten festzustellen und zu ahnden. Dafür wurde das Amt auch mit modernerer Technik für den Außendienst ausgestattet.

Malte Behnk

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