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Berufsorientierung im Feriencamp

Klütz Berufsorientierung im Feriencamp

In Klütz lernen 24 Schüler in zwei Wochen verschiedene Ausbildungsberufe kennen und erforschen ihre Stärken

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Teamwork und gemeinsame Entscheidungen waren beim „Tower of Power“ gefragt. In dem Spiel, bei dem mit einem Haken Holzklötze gestapelt werden sollten, sahen die Betreuer, welche Schüler eine Führungsrolle übernehmen und wer eher zurückhaltend ist.

Klütz. Auf dem Ferienhof in Klütz verbringen gerade 24 Schüler aus dem Landkreis zwei Ferienwochen im „Active Summer Camp“, das die Agentur für Arbeit in Kooperation mit dem Bildungszentrum Wismar in zwei Durchgängen anbietet.

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In Klütz lernen 24 Schüler in zwei Wochen verschiedene Ausbildungsberufe kennen und erforschen ihre Stärken

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Für Schüler kostenlos

Das Camp wird zu 49 Prozent über die Agentur für Arbeit und zu 51 Prozent vom Wirtschaftsministerium finanziert. Für die Schüler ist die Teilnahme kostenlos.

Zum Programm gehören auch typische Ferienaktivitäten wie Ausflüge zum Strand, in den Kletterpark oder den Schmetterlingspark.

In dem Feriencamp geht es um die Berufsorientierung der Acht- und Neuntklässler. Sie lernen in den zwei Wochen die vier Berufsfelder Metall- und Holzverarbeitung, Gastronomie und Soziales kennen. „In zwei Berufsfeldern sollen sie sich dann jeweils für drei Tage ausprobieren“, sagt Campleiterin Martina Tretow. Einblicke ins Handwerk und die Gastronomie bekommen die Schüler in den Werkstätten des Bildungszentrums in Wismar. „Für den Bereich Soziales arbeiten wir mit der DRK-Wohnanlage ,Am Tannenberg’ in Grevesmühlen zusammen. Sechs Schüler werden die Bewohner tagsüber begleiten, machen Spiele mit ihnen und lernen den Alltag in der Pflege kennen“, berichtet Tretow.

In der Metallwerkstatt sollen alte Fahrradrahmen zu kompletten Fahrrädern aufgebaut werden, in der Holzwerkstatt wird eine Torwand, kombiniert mit Basketballkorb entstehen. „Die hergestellten Produkte werden wir ausstellen und sie können ersteigert werden. Die Torwand werden wir vermutlich an eine Einrichtung abgeben, so wie wir es im vergangenen Jahr mit Spielhäusern für Kitas gemacht haben, die von Schülern gebaut wurden“, schildert Siegfried Rakow, Geschäftsführer des Bildungszentrums Wismar.

Das „Active Summer Camp“ wird speziell für benachteiligte Jugendliche angeboten. Sie kommen von Gymnasien, Regional- und Förderschulen. „Wichtig ist, dass sie ihre Stärken und Talente selber erkennen“, sagt Anne Ebbecke, Sprecherin der Agentur für Arbeit Schwerin. „Viele der Jugendlichen hören oft nur, was sie falsch machen oder nicht können. Sie sollen mit diesen Projekten motiviert werden, den für sie passenden Beruf zu wählen.“ Guntram Sydow, Leiter der Agentur für Arbeit in Schwerin ergänzt: „Die Orientierung wird ihnen zu einem Zeitpunkt angeboten, an dem sie schulisch noch etwas verändern, sich noch einmal anstrengen können, um sich für den Wunschberuf zu verbessern.“ Dabei gehe es auch darum, eventuell zu erkennen, dass der bisherige Wunschberuf einem doch nicht gefällt. „Besser, die Jugendlichen erkennen das jetzt, als nach Antritt einer Lehre“, so Sydow. So setzen sich die Schüler zum Beispiel auch damit auseinander, dass in der Gastronomie viel an Wochenenden gearbeitet wird.

Im besten Fall würden die Schüler an allen angebotenen Modulen zur Berufsorientierung teilnehmen. Dazu gehört in Klassenstufe 7 ein Berufswahlparcours, das Sommercamp in Stufe 8 und 9, Praktika in Betrieben und schließlich ein Berufscasting mit Betrieben aus der Region. „Alle Ergebnisse der Module werden in einem Berufswahlpass eingetragen. Er ist dann hilfreich in der Berufsberatung oder es werfen auch schon Ausbildungsbetriebe bei der Bewerbung einen Blick hinein“, sagt Siegfried Rakow.

Malte Behnk

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