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Boltenhagen gibt 7500 Euro für die Vereine

Boltenhagen Boltenhagen gibt 7500 Euro für die Vereine

Trotz knapper Kassen: Das Ostseebad leistet sich die freiwilligen Leistungen.

Boltenhagen. Im Haushaltsplan hat die Gemeinde Ostseebad Boltenhagen für dieses Jahr 7500 Euro für die Vereinsförderung eingeplant. Die finanzielle Situation des Ostseebades ist zwar angespannt, aber im Vergleich zu anderen Gemeinden sind noch verhältnismäßig viele freiwillige Leistungen möglich. Und bei der Sitzung des Sozialausschusses wurde diese Summe nicht einmal ausgeschöpft. 5250 Euro bewilligten die Kommunalpolitiker für Vereine und Verbände. Allerdings wurde zunächst der Antrag des Sozialverbands Deutschland übergangen, obwohl er „schon Tradition hat“, wie der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) sagte.

500 Euro für das ganzheitliche Gedächtnistraining für Senioren des Deutschen Roten Kreuzes, 500 Euro für die Arbeit des Seniorenverbands BRH, 2000 Euro für die Arbeit des 300 Mitglieder starken SC Boltenhagen und noch einmal 850 Euro für deren Übungsleiter, 500 Euro für den Wassersport- und Segelclub, 150 Euro für den Pferdesportverein sowie 750 Euro für den Volleyballsportclub mit mehr als 60 Kindern — sieben Anträge auf finanzielle Unterstützung lagen dem Mitgliedern des Sozialausschusses vor. Allen stimmten sie, wenn auch mit gelegentlichen Abstrichen, zu.

Als die Tagesordnung eigentlich schon abgearbeitet war, beantragte Christian Schmiedeberg, den anwesenden Vertretern der Seniorenverbände Rederecht zu gewähren, um von ihnen eventuell noch Vorschläge für die diesjährige Arbeit in der Gemeinde zu hören. „Eine Frage hätte ich. Wo ist unser Antrag vom Sozialverband geblieben?“, meldete sich Dieter Frank, der Vorsitzende des Ortsverbands Boltenhagen Klütz des Sozialverbands Deutschland zu Wort. Der Verein kümmert sich ebenso wie der BRH um die Senioren in der Region. Es war zwar während der Sitzung mehrfach vom Sozialverband gesprochen worden, doch die Kommunalpolitiker hatten dabei immer den Antrag des Seniorenverbands BRH vor Augen. Den Antrag des Sozialverbands, den Dieter Frank sowohl für die Gemeinde Boltenhagen als auch für die Stadt Klütz beim Amt Klützer Winkel eingereicht hatte, fehlte in den Unterlagen und auch in der Tagesordnung. „Das ist einer der ersten Anträge, die es zur Vereinsförderung überhaupt gegeben hat“, erinnerte Christian Schmiedeberg an die Tradition der Zahlung. „Da bislang immer 500 Euro gegeben wurden, sollte der Sozialverband das auch wieder erhalten.“ Nach kurzer Diskussion um die Form der Abstimmung, befürworteten die Ausschussmitglieder diesen Vorschlag.

Zuvor hatten sie allerdings auch darüber diskutiert, wie die Förderung der Gemeinde von den Vereinen und Verbänden abgerechnet wird. „Wer hat in der Vergangenheit ordnungsgemäß abgerechnet, für welchen Zweck sind die Mittel genutzt worden?“, richtete Michael Steigmann (Die Linke) die Frage an die Amtsverwaltung. Eine Abrechnung mit Rechenschaft gebe es lediglich vom SC Boltenhagen, war die Antwort. „Und alle anderen schlusen sich so durch?“, fragte Steigmann zurück. „Mir ist eigentlich egal, was mit dem Geld gemacht wird, solange es im Sinne des Antrages gemacht wird“, fügte er hinzu.

Auch Uwe Dunkelmann (CDU) war der Meinung: „Die Frage, wofür das Geld benutzt wird, muss gestattet sein, wenn wir so viel Geld geben, obwohl die Haushaltslage angespannt ist.“ Daher beschlossen die Mitglieder des Sozialausschusses, dass Vereine künftig mit dem Verwendungszweck ihre Fördermittel abrechnen sollen.

 



Malte Behnk

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Boltenhagen
Dieter Frank, Vorsitzender der Ortsgruppe Boltenhagen/Klütz im Sozialverband Deutschland, kritisierte, dass sein Antrag auf Vereinsförderung offenbar untergegangen war. Die Senioren können aber trotzdem auf gGld der Gemeinde Boltenhagen hoffen.

kann sich im Gegensatz zu vielen Gemeinden Vereinsförderung leisten. Die Rentner des Sozialverbands Deutschland hat man aber fast vergessen.

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