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Boltenhagen wird frühjahrsfein

Boltenhagen Boltenhagen wird frühjahrsfein

Die ersten Sonnenstrahlen wecken das Ostseebad aus dem Winterschlaf. Für die acht Mitarbeiter des Boltenhagener Bauhofs heißt das: Ärmel aufkrempeln, um Strand, Straßen, Plätze und Wege für die kommende Saison herzurichten.

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IN KÜRZE

Im Auftrag des Boltenhagener Bauhofes schneidet Harald Ehmke (46), Mitarbeiter eines Gartenbaubetriebes aus Oberhof, die Ahornb�ume an der Promenade zur Seebr�cke.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Boltenhagen. „So richtig los geht es mit den Arbeiten allerdings erst in der nächsten und übernächsten Woche“, sagt Bauhofleiter Wilfried Nix (52).

Das heißt jedoch nicht, dass die Bauhofmitarbeiter derzeit eine ruhige Kugel schieben können. Auf den Straßen liegt noch das Streugut der vergangenen Schnee- und Frosteinsätze — und das muss weg.

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Zu Ostern soll der Ort wieder richtig schön sein, und die drei Wochen bis dahin sind ganz schnell vorbei. Jetzt müssen wir alle, nicht nur im Bauhof, kräftig anpacken.“ Claudia Hörl (40), Kurdirektorin

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„Die Straßenreinigung ist fast ständig unterwegs, um die Spuren des Winterdienstes zu beseitigen“, erklärt der Bauhofleiter. Das sei notwendig, damit der Sand beim nächsten Regen nicht in die Kanalisation gespült werde.

Gearbeitet wird auch an den Bäumen und Hecken in Boltenhagen. „Das machen wir aber nicht selbst, sondern wir haben damit den Gartenbaubetrieb Maik Kidschun aus Oberhof beauftragt“, sagt Wilfried Nix.

Die Zeichen des Einsatzes von Harald Ehmke (46) und Udo Trebes (42), Mitarbeitern des Gartenbaubetriebes, sind schon an verschiedenen Stellen im Ort sichtbar. Gestern war die Promenade zur Seebrücke einer ihrer Einsatzorte. Dort stehen drei Reihen Ahornbäume, deren Kronen Kugeln bilden sollen. „Alles, was nicht ins Bild einer Kugel passt, müssen wir wegschneiden“, erklärt Harald Ehmke und steigt am nächsten Ahorn auf die Leiter während Udo Trebes am Boden die abgeschnittenen Zweige einsammelt.

Von außen unsichtbar ist, was sich auf der anderen Straßenseite in der Kurverwaltung tut. Aus dem Keller dringen Stimmen hoch zur Eingangstür. Sie fragen sowas wie: „Die Ordner hierhin und die Kartons dort in die Regale?“ Kurdirektorin Claudia Hörl ist mit ihren Mitarbeiterinnen bei einem eigenen Frühjahrsputz. „Der Keller muss einfach mal aufgeräumt werden, man müllt sich sonst so zu“, sagt die 40-Jährige. Neben alten Prospekten und Fahnen hat sie einen großen Stapel gerahmter Fotos mit Ansichten aus Boltenhagen entdeckt, darunter auch durchaus ältere. „Das ist doch schade, dass die hier im Keller liegen — bei einigen ist schon das Glas gebrochen“, bedauert die Kurdirektorin und ist gedanklich auch gleich auf der Suche nach einem anderen Platz. „Vielleicht können die Rettungsschwimmer sie bei sich aufhängen“, sagt Claudia Hörl und fährt sich mit dem Ärmel über die Stirn. „Wir müssen alle kräftig anpacken, denn zu Ostern soll Boltenhagen wieder tipptopp aussehen“, betont sie, und die drei Wochen bis dahin seien ruck, zuck vorbei.

Ein Kernbereich für den Bauhof ist die Strandpflege. „Da werden wir aber erst kurz vor Ostern rangehen, damit die Hauptabschnitte schön sauber sind, wenn die Gäste kommen“, sagt Wilfried Nix. Auf der Liste, was noch zu tun ist, stehen auch die mehr als 300 Bänke aus dem Kurpark. Sie waren über Winter im Bauhof eingelagert und warten noch auf Reinigung, Anstrich und Lackierung. „Die Bänke, die draußen geblieben sind, müssen wir ebenfalls noch nach und nach reinholen, um sie neu zu streichen“, erklärt der Bauhofleiter.

Anderes auf der Liste ist bereits abgehakt, „darunter ist einiges von den Wunschlisten der Einwohner in Redewisch und Tarnewitz“, so Wilfried Nix. In beiden Ortsteilen seien mehrere Hecken geschnitten worden. „Am Mariannenweg und in der Häuslerei in Tarnewitz sowie an der Zufahrt zum Reiterhof haben wir die schlimmsten Schäden inzwischen ausgebessert, die anderen Wege werden folgen, wenn die Witterung es zulässt“, so Nix — und wenn der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) auch dafür die Aufträge erteilt.

Hinter einen Punkt, den Boltenhagener Kleingartenbesitzer seit langem immer wieder bei Sitzungen angesprochen haben, hat Wilfried Nix einen besonders dicken Haken gesetzt: Sie haben endlich einen Schaukasten bekommen, in dem sie ihre Termine bekannt geben können. „Und weil der große Kasten, der einmal vor dem Campingplatz stand, auch einen Plan von Boltenhagen enthält, bringt er sogar Besuchern etwas, die gern bis zu den Kleingärten wandern“, freut sich der Bauhofleiter.

Aufgaben des Bauhofs
Boltenhagen ist eine der wenigen Gemeinden in Nordwestmecklenburg, die sich einen eigenen Bauhof leistet. An Aufgaben fehlt es in dem Ostseebad nicht. Meist sind Bauhöfe den Ämtern zugeordnet.

Aufgaben des Bauhofes in Boltenhagen sind vorrangig die Strand- und die Straßenreinigung. Hinzu kommen Aufgaben wie die Kontrolle der beiden Springbrunnen und der Einsatz bei Großveranstaltungen wie dem Neujahrsbaden und dem Seebrückenfest.

2003 zogen die Mitarbeiter um Wilfried Nix in die umgebaute NVA-Halle auf der Tarnewitzer Huk. 500 000 Euro hat der Umbau die Gemeinde gekostet. Zuvor teilte sich der Bauhof über Jahre das Gelände der Gemeindeverwaltung mit den Verwaltungsmitarbeitern und den Rettungsschwimmern.

Die umgebaute Halle hat Platz für alle Bauhof-Fahrzeuge. Zudem gibt es Lagerräume, eine Werkstatt, ein Büro, einen Aufenthaltsraum und eine Küche. Umkleideräume und Sanitäreinrichtungen gibt es zweimal, schließlich arbeitet auch eine Frau im Bauhof.

Sylvia Kartheuser

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