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Boltenhagens Eltern haben‘s geschnallt

Boltenhagen Boltenhagens Eltern haben‘s geschnallt

Überrascht reagierten viele Mütter und Väter gestern, als ihnen in der Einfahrt zur DRK-Kita „Strandkinnings“ in Boltenhagen eine rote Kelle gezeigt wurde.

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Polizeioberkommissar Marcus Wiederhold (l.) kontrolliert mit Angelika Becker (r.) und Ines Buchholz wie Nico im Auto gesichert ist.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Überrascht reagierten viele Mütter und Väter gestern, als ihnen in der Einfahrt zur DRK-Kita „Strandkinnings“ in Boltenhagen eine rote Kelle gezeigt wurde.

 

OZ-Bild

Polizeioberkommissar Marcus Wiederhold (l.) kontrolliert mit Angelika Becker (r.) und Ines Buchholz wie Nico im Auto gesichert ist.

Quelle: Malte Behnk

Ich finde diese Kontrollen sehr gut. Schön, dass die Eltern so verantwortungs- bewusst sind.“ Marion Rieck, Kitaleiterin

Polizeioberkommissar Marcus Wiederhold kontrollierte dort, ob die Eltern angeschnallt waren und vor allem, ob die Mädchen und Jungen angegurtet im Kindersitz zur Kita gebracht wurden.

„Wir haben das vor einem Jahr kontrolliert und es gab einige Auffälligkeiten. Deshalb kontrollieren wir heute noch einmal“, sagte Polizeihauptmeisterin Angelika Becker, die mit Präventionsberaterin Ines Buchholz die Kontrolle begleitete. Sie hatten bei der Kontrolle vor einem Jahr Eltern mündlich verwarnt, die ihre Kinder nicht ordnungsgemäß im Fahrzeug gesichert hatten. Gestern hätten die Mütter und Väter mit Bußgeldern rechnen müssen. 60 Euro und ein Punkt in Flensburg drohen Autofahrern, die ein Kind unangeschnallt und ohne Kindersitz im Auto mitnehmen.

„Insgesamt wird es von Jahr zu Jahr besser, dass die Eltern ihre Kinder angurten und auch die notwendigen Kindersitze benutzen“, sagte Angelika Becker. „Aber es fehlt immer mal ein Kindersitz oder das Kind hat den Ranzen im Sitz“, zählte Wiederhold Verstöße auf, die durchaus vorkommen. Gängige Ausreden der Eltern seien auch, dass der Kindersitz aus Zeitnot vergessen wurde oder im zweiten Auto der Familie sei. „Aber wer zwei Autos hat, kann sich auch einen zweiten Kindersitz leisten“, ist sich Ines Buchholz sicher.

Gestern in Boltenhagen verhielten sich alle Eltern und Kinder vorschriftsmäßig. 30 Autos wurden von der Polizei kontrolliert und es gab nichts zu beanstanden. Das freute auch Kitaleiterin Marion Rieck. „Ich finde diese Kontrollen sehr gut“, sagte sie. Sicherheit im Verkehr und im Auto seien regelmäßig Themen in der Kita. „Dabei lernen die Kinder auch selber drauf zu achten, dass sie ordentlich angeschnallt sind“, so Rieck. „Heute haben ganz viele Kinder beim Reingekommen stolz erzählt, dass sie von der Polizei kontrolliert wurden und alles richtig war. Schön, dass die Eltern so verantwortungsbewusst sind“, sagte Marion Rieck.

Auch die Eltern, die im morgendlichen Stress kontrolliert wurden, fanden die Maßnahme der Polizei richtig. „Ich habe schon gesehen, dass Eltern ihre Kinder nicht angegurtet hatten oder keinen Kindersitz benutzen. Das muss schon kontrolliert werden“, sagte Franziska Galz, die ihre Kinder Felix und Emely in die Kita brachte.

An die Kinder in den Autos der Eltern wandten sich auch Angelika Becker und Ines Buchholz. Sie hatten Lollys mit Verkehrszeichen und kleine Geschichten über Verkehrssicherheit dabei, die sie den Kindern schenkten. Es ist wichtig, die Kinder mit einzubinden. Wenn wir zur Verkehrserziehung in Kitas sind, fragen wir die Kinder auch, was sie als erstes machen, wenn sie ins Auto steigen“, sagte Ines Buchholz. So erinnern dann manchmal vielleicht auch die Kinder ihre Eltern daran, den Kindersitz und den Anschnallgurt zu benutzen — auch wenn nur ein kurzes Stück im Dorf gefahren wird.

Zahlen und Fakten

150 Kinder bis zehn Jahre verunglücken jährlich in Mecklenburg-Vorpommern als Mitfahrer im Pkw, informiert die Landesverkehrswacht. Die Folgen bei solchen Unfällen sind umso schlimmer, wenn mitfahrende Kinder nicht oder nicht altersgerecht gesichert sind.

Kinder bis zum zwölften Lebensjahr, die kleiner als 1,50 Meter sind, dürfen in Autos nur mitgenommen werden, wenn sie in einem ihrer Größe entsprechenden Kindersitz oder mit einer Sitzerhöhung angegurtet sind.

OZ

Von Malte Behnk

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Polizeioberkommissar Marcus Wiederhold (l.) kontrolliert mit Angelika Becker (r.) und Ines Buchholz wie Nico im Auto gesichert ist.

Die Polizei kontrollierte vor der Kita in Boltenhagen in Nordwestmecklenburg, ob Eltern ihre Kinder ordnungsgemäß im Kindersitz angeschnallt hatten. Es gab keine Beanstandung.

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