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Damshagen plant Ökopool

Damshagen Damshagen plant Ökopool

Gemeinde will Ökopunkte für Ausgleichsbepflanzungen sammeln.

Damshagen. Wer Straßen, Gebäude oder auch Gewerbegebiete baut, ist per Gesetz dazu verpflichtet, für einen Ausgleich dieses Eingriffes in die Natur zu sorgen. Besonders beliebt sind Neuanpflanzungen von Feldgehölzen oder Neuanlagen von Obstwiesen. Um zu bewerten, ob eine Ausgleichsmaßnahme angemessen ist, gibt es Wertpunkte, meist als „Ökopunkte“ bezeichnet. Diese können auch verkauft werden. Die Gemeinde Damshagen möchte mit einem sogenannten Ökopool künftig in diese Form des Handels einsteigen.

Die Gemeindevertreter hatten sich im Mai bereits grundsätzlich für einen Ökopool ausgesprochen, eine Fläche für Ausgleichsbepflanzungen, die westlich des Löhnbachs von Damshagen in Richtung Stellshagen und des Damshagener Bachs geschaffen werden soll. Am Dienstagabend beschloss der Bauausschuss, Angebote von mehreren Ingenieurbüros einzuholen. Diese sollen bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung vorliegen.

Der Ausschussvorsitzende Willi Heidmann (SPD) erläuterte, dass für die Bilanzierung der Ökopunkte ein Ingenieurbüro benötigt werde, da die Mitarbeiter des Amtes Klützer Winkel nicht über das entsprechende Fachwissen verfügten. „Alles andere muss sie selber machen. Dafür kriegen sie eine Amtsumlage“, fügte er hinzu.

Sylvia Radtke (SPD) erschienen die in der Beschlussvorlage genannten „circa 3000 Euro für Planungsleistungen“ zu hoch angesetzt. Sie regte darüber hinaus an, durch das Ingenieurbüro alle Möglichkeiten für Ausgleichsmaßnahmen aufzeigen zu lassen, „sodass man es nicht für jede Maßnahme wieder neu beauftragen muss. Es kann ja ruhig 20 Jahre dauern, bis wir alle Maßnahmen umgesetzt haben“.

Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos), die als Gast an der Sitzung teilnahm, merkte an, dass Bepflanzungen genau nach Maßgaben erfolgen müssten, „sonst kriegen wir keine Ökopunkte“.

Heidmann äußerte seinen „Eindruck, dass sich die Verwaltung da raushalten will“. Sabine Oldenburg (sachkundige Einwohnerin) erkundigte sich: „Ist es rechtlich überhaupt möglich, dass sich die Verwaltung komplett raus nimmt?“ Die Bürgermeisterin antwortete: „Wenn ein Auftrag an ein Ingenieurbüro rausgeht, in dem steht, dass von ihnen alles gemacht werden soll, wäre das rechtlich in Ordnung.“

Das Inge- nieurbüro sollte alle Möglichkei- ten für Aus- gleichsmaßnah- men aufzeigen.“Sylvia Radtke (SPD)

 

Ulrike Oehlers

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