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Das „Carolinchen“ in der Flasche

Das „Carolinchen“ in der Flasche

Jürgen Kubatz vom Buddelschiffmuseum in Boltenhagen hat dem Ehepaar Beckert das Sonderstück überreicht

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Begeistert vom „Carolinchen“ in der Flasche: Steffen Beckert. Seit 2000 betreibt er zusammen mit seiner Frau Carola die Bäderbahn im Ostseebad. Sie ist Namensgeberin der Fahrzeugs.

Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Boltenhagen Der Blick in sein Regal erfreut Steffen Beckert in diesen Tagen besonders. Dort steht seit neuestem ein echtes Schmuckstück, eine absolute Rarität: das „Carolinchen“ in einer Flasche. Die Bäderbahn wird seit dem Jahr 2000 von ihm und seiner Frau Carola, die gleichzeitig Namens- geberin ist, betrieben. Mittlerweile gehört das „Carolinchen“ zum festen Ortsbild des Ostseebades. Das hat Künstler Jürgen Kubatz zum Anlass genommen, eine Buddelflaschen-Version des Fahrzeugs anzufertigen.

OZ-Bild

Jürgen Kubatz vom Buddelschiffmuseum in Boltenhagen hat dem Ehepaar Beckert das Sonderstück überreicht

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Mir standen ein paar Tränen in den Augen, als ich unser Carolinchen in der Flasche gesehen habe.“Steffen Beckert vom

Familienbetrieb

„Er hat uns im vorigen Monat damit überrascht. Wir haben uns riesig gefreut“, erzählt Steffen Beckert. Denn schon vor zwei Jahren war die Idee da, doch Kubatz war sich nicht sicher, ob ihm die Arbeit gelingen würde. Nun hat er sogar zwei Buddel- flaschen mit der Bäderbahn fertig. Eine überreichte er den Beckerts, eine andere hat er selbst behalten. Denn der 72-Jährige betreibt seit fast 25 Jahren in der Ostseeallee in Boltenhagen das Buddelschiffmuseum. Dort soll das „Carolinchen“ in der Flasche demnächst zwischen den anderen, rund 250 Ausstellungsstücken stehen. Darunter ist beispielsweise auch eine Arbeit, die die Weiße Wiek in Boltenhagen in einer Flasche zeigt.

„Da steckt richtig viel Arbeit drin. Ich habe bestimmt 100 Stunden für das ,Carolinchen’ gebraucht. Ich denke, es ist ganz schön geworden“, erzählt Kubatz. Klassische Bescheidenheit, wie Steffen Beckert meint. „Mir standen wirklich ein paar Tränen in den Augen, als ich unser ,Carolinchen’ in der Flasche gesehen habe. Es ist bewundernswert, welche Fingerfertigkeit Jürgen an den Tag legt.

Er macht wirklich sehr schöne Sachen“, schwärmt er.

Jeden Tag sieht Kubatz die Bäderbahn mehrfach direkt vor seinem Museum die Ostseeallee entlangfahren. „Ich hatte das Projekt eine Weile vor mir hergeschoben. Aber irgendwann habe ich dann einfach losgelegt“, sagt er. Es sei eine kleine Herausforderung gewesen. „Es ist anders, als die typischen Buddelschiffe. Und neue Dinge sind immer schwer. Zudem war es ein Einzelstück“, so Kubatz. Doch nach ein paar „Experimenten“, wie er sagt, nahm das Projekt Gestalt an.

Der Blick in die Flasche gleicht dabei einem Blick von Kubatz durch das Fenster seines Buddelschiffmuseums. Das „Carolinchen“, in den typischen Farben Weiß und Blau angemalt, ist auf der Ostseeallee unterwegs. Im Hintergrund sieht man das „Haus Seefrieden“, das dem Museum direkt gegenübersteht, einige weitere Häuser auf der anderen Straßenseite sowie Bäume.

Steffen Beckert bestaunt das Sonderexemplar in der Flasche noch einmal genau. „Wir möchten uns für diese wunderbare Anfertigung bei Jürgen Kubatz bedanken. Wir schätzen seine Arbeit wirklich sehr“, betont er. Beckert werde darauf besonders achtgeben. „Die Flasche bekommt nicht jeder in die Hand“, sagt er. Dann stellt er das „Carolinchen“ zurück in sein Regal – mit aller Vorsicht.

Buddelschiffmuseum im Ostseebad Boltenhagen: Ostseeallee 23,

☎ 038825 / 29062;

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 14 – 18 Uhr,

Samstag und Sonntag 13 – 18 Uhr

Buddelschiffe

Die ältesten bekannten seemännischen Kunstwerke sind nicht viel älter als hundert Jahre alt. Eine Hoch-Zeit erlebte der Flaschenschiffbau Mitte und des 19. Jahrhunderts.

Das Buddelschiff wird außerhalb der Flasche fertig gebaut und mit klappbaren Masten und beweglichen Spieren ausgerüstet. Die Vorläufer der Buddelschiffe wurden auch „Geduldsflaschen“

genannt. Jürgen Kubatz zum Beispiel an einem breiten Kabelleger 450 Stunden gewerkelt. Kubatz gehört der Deutschen Buddelschiffer Gilde (DBG) an, die 1988 in Warnemünde ins Leben gerufen wurde. Es ist eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die sich um die Erhaltung der alten Seemannskunst bemüht.

Daniel Heidmann

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