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Grevesmühlen Doppelspitze im Steinzeitdorf
Mecklenburg Grevesmühlen Doppelspitze im Steinzeitdorf
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00:00 12.03.2013
Soay-Schafe sind eine Attraktion im Steinzeitdorf. Sie waren auch die Lieblinge vom ehemaligen Leiter Thomas Baudis, der sie hier f�ttert.
Kussow

Helga Schreier und Karl-Heinz Gabriel sind das neue Führungsduo im Steinzeitdorf Kussow. Beide arbeiten seit Jahren in verschiedenen Positionen für den Natur- und Heimatverein in Hof Gutow, den Träger des Steinzeitdorfes. Engagiert packen die 54-Jährige und der 59-Jährige ihre neue Aufgabe an. „Das Steinzeitdorf ist Geschichte zum Anfassen“, sagt Helga Schreier, die zuvor die Mecklenburger Handwerksstätten und die Algenwerkstatt des Natur- und Heimatvereins geleitet hat. Und sie beschreibt: „Wir hatten schon viele Kinder hier, die gesagt haben ‚ich kann nicht weben, ich kann nicht töpfern‘, doch nach kurzer Zeit waren sie nicht mehr davon wegzubringen.“

Die beiden neuen Projektleiter wollen fortsetzen, was Vorgänger Thomas Baudis erfolgreich begonnen hat: viel Werbung machen, auch überregional, und damit viele Besucher erreichen. „Thomas, der im Dezember in den Ruhestand gegangen ist, war sehr rührig und hat die Messlatte schon sehr hoch gelegt“, sagt Helga Schreier, die ihm ab April 2012 zur Seite stand.

Nachfolger von Thomas Baudis sollte Ewald Schildt werden. Doch seine Gesundheit spielte nicht mit, er musste zum 28. Februar ausscheiden. So rückte Karl-Heinz Gabriel in die Leitung nach. Er will das erreichte Niveau im Steinzeitdorf halten. Zum Beispiel sollen vorhandene Objekte wie die Lehmbauten weiter entwickelt werden. „Derzeit suchen wir nach Wegen, wie wir den Holzwurm in den Holzhütten bekämpfen können“, erklärt Karl-Heinz Gabriel.

Die Organisation des Osterfestes ist derzeit eine der Hauptaufgaben in Kussow und markiert zugleich den Saisonbeginn. Dann wird das Steinzeitdorf wieder täglich geöffnet sein statt wie im Winter an nur an vier Tagen pro Woche. Bis dahin müssen die Häuser und Hütten wieder hergerichtet werden. „Zum Beispiel brauchen wir Felle für die Hütten aus der Mittelsteinzeit. Da sind wir mit verschiedenen Jägern im Gespräch“, sagt Karl-Heinz Gabriel. Auch Wege und Zäune werden wieder instand gesetzt. „Es soll eben alles seinen Schick haben“, ergänzt Helga Schreier. Für die Arbeiten stehen den beiden acht Ein-Euro-Jobber, zwei Bürgerarbeiter und zwei Bundesfreiwilligendienstler zur Verfügung.

Beim Osterfest am Sonntag, 31. März, und Montag, 1. April, können die Besucher jeweils von 11 bis 15 Uhr selbst töpfern, weben, flechten, mit Lehm arbeiten und anderes mehr. „Ein Höhepunkt werden die Osterlämmer sein“, sagt Karl-Heinz Gabriel. Bei den Soay-Schafen, einer urzeitlichen Wildrasse, stünden die Geburten kurz bevor.

Für ein Sommerfest laufen ebenfalls die Planungen. Und dann feiert das Steinzeitdorf in diesem Jahr auch noch sein 15-jähriges Bestehen. „Mal sehen“, sagt Helga Schreier, „vielleicht verknüpfen wir die Feier mit dem Kunsthandwerkermarkt im Herbst.“ Langeweile werde es im Steinzeitdorf jedenfalls nicht geben.

Infos und Fakten

1998 wurde das Steinzeitdorf in Kussow eröffnet. Die Lehmhäuser wurden nach 5000 Jahre alten Funden aus Niedersachsen nachgebaut. Das vom Land geförderte Projekt wurde unter anderem durch die Universität Hamburg und die Agentur für Arbeit betreut.

Das Steinzeitdorf hat neben drei Lehmhäusern mit Fell oder Reet gedeckte Hütten, eine Feuerstelle, Schafe und Schweine je einer Wildrasse sowie einen Garten mit historischen Pflanzen.

Öffnungszeiten vom 1. November bis 31. März: montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr; 1. April bis 31. Oktober: täglich von 10 bis 17Uhr.

Kontakt: Telefon 03881/715055, E-Mail: Steinzeitdorf.Kussow@gmx.de

Informationen im Internet:

www.steinzeitdorf-kussow.de

Sylvia Kartheuser

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