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Entsteht ein Ferienpark in Christinenfeld?

Christinenfeld Entsteht ein Ferienpark in Christinenfeld?

Unternehmen Landal möchte im Klützer Ortsteil eröffnen / Bauausschuss begrüßt Projekt / Stadtvertreter entscheiden Montag

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Das alte Speichergebäude soll laut Planungen das Zentrum des Ferienparks werden – mit Rezeption, Gastronomie und mehr.

Quelle: OZ-Archiv

Christinenfeld. Nächste Großprojekt-Idee für Christinenfeld: Das international tätige Unternehmen „Landal GreenParks“ möchte im Klützer Ortsteil einen großen Ferienpark eröffnen. Die Pläne dazu sind bereits im Bauausschuss der Stadt Klütz diskutiert worden. „Ihnen wurde mit großer Mehrheit zugestimmt“, berichtet Antje Zimmer, Vorsitzende des Gremiums. Der Park könnte im Geltungsbereich entstehen, für den es bereits seit 2006 den rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 8 gibt. Dort sollte einst das „Gut Christinenfeld“ realisiert werden. Doch das Seniorendorf-Projekt wurde vom Grundstückseigentümer – der „Silvius Dornier GmbH & Co. KG“ – als „eine Nummer zu groß für den Klützer Winkel“ eingeschätzt und vor mehr als zwei Jahren auf Eis gelegt.

Ich denke, dass sich der Park homogen ins Ortsbild einfügen würde.“Guntram Jung (CDU),

Bürgermeister Klütz

Den Plänen wurde mit großer Mehrheit zugestimmt.“Antje Zimmer, Vorsitzende des Bauausschusses

Nun könnte im Teilbereich eins und zwei des B-Plans auf mehr als 100 Hektar der Ferienpark errichtet werden. Laut Plänen, die im Bauausschuss präsentiert wurden, würden auf dem Gelände mehr als 340 Ferienwohnungen entstehen, die Platz für fast 1500 Gäste bieten. Doch da es sich bei der Fläche um ein Mischgebiet handelt, sind auch Wohnhäuser angedacht. „Das sieht der B-Plan vor“, sagt Antje Zimmer. Und nach dessen Festsetzungen orientiere sich das Projekt. Doch: „Es kann immer noch kleine Anpassungen geben“, so Zimmer.

Zentrum des Parks soll das Speichergebäude werden, in dem Rezeption, Seminarräume, Gastronomie, ein kleiner Einkaufsladen und ein Indoorspielplatz vorgesehen sind. Zudem ist ein Anbau mit Schwimmbad geplant.

Landal will dem gesamten Ferienpark einen offenen Charakter verleihen. Die Gäste sollen keinen Urlaub in einem isolierten Gelände verbringen. „Sie erkunden und entdecken so auch die Umgebung“, erklärt der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU). Auch deshalb ist er vom Projekt überzeugt. „Ich denke, dass sich der Park homogen in das Ortsbild von Christinenfeld einfügen würde“, so Jung.

Denn optisch würden die Bauten unter anderem mit Reet- oder Ziegeldächern der Umgebung angepasst werden. Auch Antje Zimmer ist sicher: „Von diesem Park würde Klütz und die ansässige Infrastruktur profitieren.“ Nicht zuletzt würden Arbeitsplätze geschaffen.

Für das Projekt wird mit einer dreistelligen Millionensumme kalkuliert, die Landal aufbringt. Das Unternehmen gehört zu der „Wyndham Vacation Rentals Gruppe“ – einem Geschäftsbereich des amerikanischen, börsennotierten Konzerns „Wyndham Worldwide“. Etwa 80 Ferienparks mit insgesamt 12 700 Ferienwohnungen betreibt die Firma bereits in den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Dänemark und Ungarn. In Deutschland wäre Christinenfeld der elfte Standort. Auch in Travemünde gibt es einen Landal-Park. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen, potenziellen Gebieten“, sagt Unternehmenssprecherin Simone Clemens.

Ob das Ferienpark-Projekt von den Klützer Stadtvertretern grünes Licht bekommt, entscheidet sich Montagabend. Auf der Agenda steht der Grundsatzbeschluss.

Nicht das erste Projekt

„Gut Christinenfeld“ – so nannte sich das Großprojekt, das bereits vor fünf Jahren vorgestellt worden war. Im Klützer Ortsteil sollte ein Seniorendorf mit einem 120 Hektar großen Golfplatz, Hotels und Wohnanlagen für etwa 800 Menschen entstehen. Auch zwei Feriendörfer waren vorgesehen.

Ein Teil der rund 100 Einwohner von Christinenfeld setzte sich gegen das Projekt zur Wehr. Sie bildeten eine Interessengemeinschaft. Die Mitglieder sprachen damals von „Größenwahn“.

Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass die Dornier-Gruppe – Eigentümer der Fläche – nicht länger am Projekt „Gut Christinenfeld“ festhält. Dornier begründete es damit, „dass das Projekt für die Region Klützer Winkel doch eine Nummer zu groß erschien.“

Daniel Heidmann

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