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Es grünt zu grün in der Stadt Klütz

Klütz Es grünt zu grün in der Stadt Klütz

Seit der Bauhof geschlossen wurde, kritisieren viele Einwohner die Arbeit der beauftragten Gartenbaufirma

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So verwildert war der Spielplatz am Güldenhorn. Katherina Kiewel machte dieses Bild und entfernte selber einige Disteln.

Klütz. Seit April ist der Bauhof in Klütz geschlossen. Viele Klützer haben den Eindruck, dass die Stadt und die Ortsteile seitdem nicht mehr gepflegt aussehen. Bei der Verwaltung und auch bei Kommunalpolitikern sowie dem Bürgermeister sind schon Beschwerden darüber eingegangen. Katherina Kiewel aus Klütz ist eine Einwohnerin, die sich beim Amt und auch bei Bürgermeister Guntram Jung (CDU) gemeldet hat.

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Seit der Bauhof geschlossen wurde, kritisieren viele Einwohner die Arbeit der beauftragten Gartenbaufirma

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„Der Spielplatz am Güldenhorn ist in einem unzumutbaren Zustand“, hatte sie noch am Wochenende gesagt. Inzwischen hat die mit den Aufgaben des Bauhofs beauftragte Firma dort zwar gearbeitet, aber für Katherina Kiewel und ihre Tochter Lotte war der Platz mitten im Wohngebiet für etwa vier Wochen kaum zu benutzen. „Der Spielturm samt Schaukel war in einem Meer aus Disteln versunken. Ich habe bereits einmal selbst mit einer Schaufel an der Leiter die Disteln entfernt, doch das sollte nicht die Regel werden“, sagt die Klützerin. Fast bis zu ihrer Hüfte hätten die Pflanzen gereicht, deren Wurzeln und Stumpen noch zu sehen sind. „Merkwürdigerweise wurde die Wiese rund um die Spielgeräte bereits vorher gemäht“, sagt Katherina Kiewel. „Nur an den Spielgeräten wurden die Disteln stehen gelassen.“ Einerseits freut sie sich, dass der Spielplatz jetzt wieder gepflegt ist und ihre Tochter dort spielen kann. Andererseits ärgert sich die Klützerin aber, dass es nicht nur auf dem Spielplatz, sondern im ganzen Stadtgebiet ungepflegt aussieht.

Das ärgert auch einige Kommunalpolitiker. Zumindest im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt (WTU) hagelte es am Dienstagabend herbe Kritik an den Arbeiten, die früher der Bauhof erledigte.

„Wir haben festgestellt, dass die Aufträge an die Firma offenbar nicht vollständig sind“, sagte die Ausschussvorsitzende Angelika Palm. Sie informierte aber auch darüber, dass die Firma erst zum 1.

Juni beauftragt wurde. Hintergrund ist, dass die Ausschreibung der Arbeiten wiederholt werden musste. „Es sah zwischenzeitlich schlimm aus“, sagt auch Palm. Auch sie hat Mails mit diversen Beschwerden erhalten. Papierkörbe müssen häufiger geleert werden, öffentliche Bänke sind vermoost. An der Einfahrt zum Gewerbegebiet an der Lübecker Straße wurde mit einem Radlader der Fahrradweg grob vom Gras befreit, das etwa einen halben Meter über den Asphalt gewachsen war. „Das ist sehr schlecht ausgeführt“, kritisierte Angelika Palm. Material wurde grob mit dem Radlader in die Hecke geschoben, auf dem Fahrradweg liegt Erde und auf dem Grünstreifen zur Landesstraße wächst das Gras inzwischen hüfthoch.

Es seien aber nicht alleine städtische Flächen, auf denen die Pflege zu wünschen übrig lässt, hieß es im WTU-Ausschuss. Auch mancher Grundstücksbesitzer lässt das Grün momentan sprießen. Ein großes Problem sei wie schon seit Jahren ein großes Feld mit Riesenbärenklau am Weg entlang des Klützer Baches. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Grundstücksbesitzer zum wiederholten Male anzuschreiben, damit die schon bei Berührung gefährlichen Pflanzen entfernt werden. Ansonsten handelt es sich hauptsächlich um Wege, die entweder mit Gras oder durch Büsche zuwachsen. „Am Krämerstieg vom Neuen Weg zur Wismarschen Straße müssen Anwohner angeschrieben werden, etwas zu tun“, so Palm.

Mit der beauftragten Gartenbaufirma, so erklärt Guntram Jung, gibt es einmal monatlich Gespräche. Ansonsten ist die Amtsverwaltung für die Verteilung der Aufgaben zuständig. „Inzwischen ist die Firma eineinhalb Monate hier“, sagt Jung. „Sie haben den Auftrag bekommen und müssen sich jetzt langsam mal beweisen“, fordert auch der Bürgermeister.

Hintergrund der Bauhofschließung

Die Kosten waren der Hauptgrund für die Stadt Klütz und die Gemeinde Damshagen, den Amtsbauhof nicht mehr in Anspruch nehmen zu wollen. Jährlich mussten beide Kommunen insgesamt etwa 200000 Euro zahlen. Dazu wären in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen in die Technik gekommen, weil viele Maschinen zu alt oder zu reparaturanfällig geworden waren.

Zum 1. April wurde der Bauhof in Klütz geschlossen, die Arbeiter entlassen. Eine erste Ausschreibung der Arbeiten war fehlerhaft und wurde mit dem Stichtag 1. Juni wiederholt. Bis dahin war viel Arbeit liegen geblieben.

Malte Behnk

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