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Für Windräder ist in Kalkhorst kein Platz

Kalkhorst Für Windräder ist in Kalkhorst kein Platz

Fünf Anlagen drehen sich im Ortsteil Neuenhagen — der Flächennutzungsplan ist ausgereizt.

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OSTSEEBAD BOLTENHAGEN UND KLÜTZER WINKEL

Mecklenburg-Vorpommern setzt auf mehr Windenergie. In Kalkhorst sollen aber keine weiteren Flächen ausgewiesen werden.

Quelle: Hans-Joachim Zeigert

Kalkhorst. In Kalkhorst weht der Wind durchschnittlich mit acht Metern pro Sekunde, hat die Studie eines Ingenieurbüros ergeben. Das ist ein Spitzenwert in Westmecklenburg.

Damit wäre die Gemeinde für Windkraftanlagen gut geeignet. Stehen bei Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) die Investoren Schlange? Der 57-Jährige schüttelt den Kopf: „Nein, wir haben einen gültigen Flächennutzungsplan mit einer Fläche für Windräder — in Neuenhagen.“ Und die sei auch schon mit fünf Anlagen bebaut. Mehr solle und werde es in der Gemeinde mit ihren zehn Ortsteilen nicht geben. „Da haben sich die Gemeindevertreter klar positioniert“, sagt Dietrich Neick.

Maria Schultz, Leiterin des Bauamtes im Amt Klützer Winkel, bestätigt: „Der Flächennutzungplan gilt und ist zudem mit einem Bebauungsplan unterlegt. Schon aus diesem Grund wird es keine weiteren Windräder in Kalkhorst geben.“ Und überhaupt sollten die windgetriebenen Stromerzeuger nur dort aufgestellt werden, „wo bereits Fläche in Anspruch genommen wurde, also zum Beispiel an Autobahnen“, ist die Überzeugung der 47-Jährigen.

Die Entwicklung in Kalkhorst geht, besonders im Ortsteil Groß Schwansee, in Richtung Tourismus, betont Dietrich Neick. Eine mit hohen Windrädern verstellte Landschaft passe nicht dazu. Maria Schultz bestätigt das: „Wer hierher kommt, will die Weite genießen, den freien Blick auf die Ostsee.“

Und dann ist da noch die Bundeswehr. „Durch die Radarstation im Ortsteil Elmenhorst können wir nicht einfach irgendwo Flächen für Windkraftanlagen ausweisen“, erklärt der Bürgermeister. Ihn beruhigt die Einschränkung durch die Bundeswehr sogar: „Denn die Befürchtung bleibt, dass das Land uns Gemeinden zwingen wird, weitere Bereiche für Windräder auszuweisen“, sagt Dietrich Neick.

258 Gemeinden in Westmecklenburg haben Ingenieurbüros für das Regionale Raumentwicklungsprogramm des Landes untersucht, das bis 2016 fortgeschrieben werden soll. Das Ziel war, festzustellen, welche Kommunen sich für Windkraftanlagen eignen. Im Amtsausschuss von Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen hat Rainer Pochstein, Dezernent im Amt für Raumordnung, die Studie vorgestellt (die OZ berichtete). Danach ist Kalkhorst neben Passee und Züsow die Gemeinde mit den besten Windwerten.

Ministerium will mehr
Mecklenburg-Vorpommerns Energieministerium will bis 2016 zusätzlich 10 000 bis 13 000 Hektar Fläche für Windenergie ausweisen.

340 Anlagen stehen derzeit auf 31 Gebieten, die insgesamt 3700 Hektar groß sind.

Sylvia Kartheuser

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