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Gemeinschaftssinn prägt Damshagen

Damshagen Gemeinschaftssinn prägt Damshagen

Mehr junge Einwohner entwickeln Ortsteile mit / Verkauf der Schule ist weiter möglich

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Im Mai setzten Ines Wien vom Amt Klützer Winkel, Bauleiter Stephan Weiß und Bürgermeisterin Mandy Krüger (v.l.) den ersten Spatenstich für das Baugebiet an der Alten Schmiede in Damshagen.

Quelle: Foto: Daniel Heidmann

Damshagen. Die Gemeinde Damshagen wirkt im Amt Klützer Winkel manchmal etwas abgeschlagen. Doch auch ohne Strand gibt es Tourismus, die Einwohner engagieren sich gemeinsam und langsam verbessert sich auch die finanzielle Situation der Kommune. Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos) beantwortet im Interview mit der OSTSEE-ZEITUNG Fragen zur Entwicklung Damshagens.

 

OZ-Bild

Mandy Krüger (ptl.)

Zwölf Ortsteile

Die Gemeinde besteht aus den zwölf Ortsteilen Damshagen, Dorf Gutow, Dorf Reppenhagen, Hof

Gutow, Hof Reppenhagen, Kussow, Moor, Parin, Pohnstorf, Rolofshagen, Stellshagen und Welzin. In der

Gemeinde leben 1267 Einwohner (Stand 31.12.2015).

Das Baugebiet im Ortszentrum von Damshagen ist gerade erschlossen worden. Wie ist der Stand der Dinge?

Mandy Krüger: Die Erschließungsarbeiten schreiten weiter voran. Aufgrund des schlechten Wetters und einiger unvorhergesehener Umständlichkeiten sind die Arbeiten etwas in Verzug geraten, werden aber noch vor dem Winter abgeschlossen sein. Die zehn bis elf Grundstücke sind durch das Katasteramt erfasst. Da der Boden nicht die zuvor angenommene Qualität hat, muss leider auch mehr Boden ausgetauscht werden. Dies hat zusätzliche Kosten verursacht, wodurch der Kaufpreis nochmals angepasst werden musste. Die Gemeindevertretung hat einen Kaufpreis von 90 Euro pro Quadratmeter und den Kaufvertragsentwurf beschlossen. Jetzt können Grundstücke gekauft werden.

Wie viele Grundstücke sind schon reserviert oder verkauft?

Bisher liegen uns bereits fünf Reservierungen vor. Kaufinteressenten können sich beim Amt Klützer Winkel melden.

Welche weiteren Baugebiete gibt es in der Gemeinde noch?

Nachdem in den letzten Jahren nahezu alle gemeindlichen Baugrundstücke verkauft wurden, wird jetzt auch der Bebauungsplan Nr. 10 in Rolofshagen weiter vorangetrieben. Der Bauausschuss wird sich intensiv damit beschäftigen.

Wie wichtig ist der Verkauf dieser Baugebiete?

Der Verkauf der Baugrundstücke hat für die Gemeinde neben den Einnahmen der Verkaufserlöse, die für die Erledigung wichtiger Pflichtaufgaben wie Straßeninstandsetzungen, Reinigungs- und Pflegeleistungen, Feuerwehr, Kita und vieles mehr verwendet werden, auch eine langfristige Erhöhung der Einnahmen zur Folge.

Und neue Einwohner?

Der Zuzug neuer Einwohner ist zwingend notwendig, um die Schlüsselzuweisungen zu erhöhen. Außerdem konnten wir beobachten, dass dies auch in einigen Ortsteilen zu einer Verjüngung der Bevölkerung führte, wodurch das Gemeinschaftsleben insgesamt wieder gestärkt wurde. Aufgrund der Tatsache, dass die Schlüsselzuweisungen nur die Hälfte der Kosten decken, die die Gemeinde allein für Amts- und Kreisumlage aufbringen muss, sind die Verkaufserlöse wichtig, um die Erledigung der Pflichtaufgaben wenigstens ansatzweise zu bewältigen. Positiv ist dies natürlich nicht, denn es wäre besser, wenn durch solche Erlöse zusätzliche freiwillige Leistungen erbracht werden könnten.

Wie ist der Sachstand beim Verkauf der ehemaligen Schule? Was wünscht sich die Gemeinde für das Areal?

Für den Verkauf der ehemaligen Schulgebäude gibt es nach wie vor Interessenten. Da die Gemeinde sicherstellen möchte, dass die Gebäude sinnvoll genutzt und auch zeitnah saniert werden, wurden in den letzten Monaten verschiedene Ansätze besprochen und geprüft. Die Verträge sind nunmehr vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass wir nun bald zum Vertragsabschluss kommen. Bis dahin werde ich keine Aussagen zu den Interessenten oder Vorhaben machen.

Es gab Diskussionen um einen Wechsel der Gemeinde in einen anderen Amtsbereich. Ist das vom Tisch?

Die Gemeindevertretung hat nach intensiven Gesprächen mit der Amtsleitung dieser eine Frist eingeräumt, die aufgezeigten Missstände zu beheben bzw. Lösungsansätze hierzu zu erarbeiten und entsprechende Veränderungen im Amt voranzutreiben. Diese sollen der Gemeindevertretung im Hauptausschuss im Oktober 2017 präsentiert werden. Danach will die Gemeindevertretung sich nochmals bezüglich eines eventuellen Amtswechsels beraten.

In welchen Bereichen haben sich Damshagen und die Ortsteile aus Ihrer Sicht positiv entwickelt?

Die Eigeninitiativen in den einzelnen Ortsteilen haben sich sehr positiv entwickelt. Es haben sich lose Interessengemeinschaften gebildet, die Dorffeste, Flohmärkte und anderes organisieren und durchführen. Der Gemeinschaftsgedanke spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Einwohner identifizieren sich wieder mehr mit ihren Ortsteilen und der Gemeinde Damshagen. Ich glaube, das „Wir-Gefühl“ ist wieder etwas größer.

Die Kommunikation und Information habe ich in den letzten Jahren versucht zu verbessern. Mit der stets gepflegten Homepage, der Gemeindezeitung und dem Amtsblatt haben wir nunmehr regelmäßige Medien, die den Einwohnern kostenlos zur Verfügung stehen. Positiv entwickelt hat sich auch die Bevölkerungsstruktur. Wir haben wieder viel mehr kleine Kinder in der Gemeinde. Spielplätze haben wir bereits verbessert beziehungsweise neu gestaltet.

Wo gilt es nachzubessern?

Nun drückt der Schuh bei den Kapazitäten in der Kita. Dieses Problem müssen wir gemeinsam mit dem Träger angehen. Problematisch ist auch immer noch der Zustand einiger Straßen und Wege. Auch das Thema Ordnung und Sauberkeit muss und wird auch weiterhin verfolgt und verbessert.

 

Interview: Malte Behnk

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