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Grevesmühlenerin reiste zur großen Einheitsfeier

Grevesmühlen Grevesmühlenerin reiste zur großen Einheitsfeier

Angret Redersborg und 14 andere Ehrenamtler präsentierten Mecklenburg-Vorpommern während der Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden

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Als wären sie alte Bekannte: Angret Redersborg und Stanislaw Tillich, Ministerpräsident von Sachsen, während der Einheitsfeier in Dresden.

Quelle: privat

Grevesmühlen. Angret Redersborg weiß nicht, wer genau sie eigentlich für die Bürgerdelegation aus Mecklenburg-Vorpommern vorgeschlagen hat, die an der großen dreitägigen Feier am vergangenen Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden teilnahm. „Doch letztlich ist das ja auch egal, es war mir eine Ehre, eine von den 15 Delegierten aus unserem Bundesland zu sein. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, als im Mai der erste Anruf aus der Staatskanzlei in Schwerin kam.“

Es war mir eine Ehre, eine von 15 Delegier- ten unseres Landes zu sein.“Angret Redersborg

Dass die Nominierung und Berufung der ehemaligen Musiklehrerin aus Grevesmühlen mit ihrem Engagement für den Volks- und Trachtentanz zu tun hat, soviel ist sicher. Angret Redersborg hat schon in der DDR eine Tanzgruppe geleitet. Mittlerweile ist sie weit über Grevesmühlen und den Landkreis hinaus für ihr ehrenamtliches Wirken in Sachen Trachtentanz bekannt. Sie leitet nicht nur die Tanz- und Trachtengruppe in Grevesmühlen, die an vielen Veranstaltungen regional und überregional teilnimmt – sie gibt auch Seminare, um ins Thema einzuführen.

In Tracht ist sie dennoch nicht nach Dresden gefahren. „Es waren so viele Veranstaltungen, die wir besucht haben, und keine Möglichkeit, mich zwischendrin umzuziehen“, sagt Angret Redersborg.

Besonders gut hat ihr die 100 Meter lange Kaffeetafel gefallen – die unter dem Motto „Zu Gast bei den Kaffee-Sachsen“ im Hof des Dresdener Zwingers stattfand. „Man konnte mit den Delegierten aus anderen Bundesländern gut ins Gespräch kommen.“ Dass dabei – was das Ost-West-Thema angeht – immer wieder einmal das ein oder andere Missverständnis von beiden Seiten auftaucht, ist auch 26 Jahre nach der Wiedervereinigung noch ein Fakt. „Im persönlichen Austausch ist es dann gut möglich, jeweils ein paar neue Erkenntnisse zu gewinnen“, sagt Angret Redersborg.

Ganz überraschend kam zu dieser Gelegenheit auch ein besonderes Selfie zustande. „Stanislaw Tillich, Ministerpräsident von Sachsen, stand plötzlich hinter mir“, erinnert sich Angret Redersborg. Eine der Bürgerdelegierten neben ihr stand auf und bat ihn um ein Foto mit ihrem Handy.“ Und weil der sächsische Ministerpräsident so unkompliziert auf diesen Wunsch reagierte, nahm sich auch Angret Redersborg ein Herz und fragte ihn, ob er sich vielleicht auch mit ihr fotografieren lassen würde. Stanislaw Tillich tat das gern – und dazu übernahm er es noch, das Selfie mit dem Telefon der Grevesmühlenerin selbst zu machen.

„Ich kenne mich zwar inzwischen schon gut mit den Möglichkeiten meines Smartphones aus“, sagt Angret Redersborg lachend, „aber ich wollte doch, dass aus diesem Foto auch wirklich etwas wird.“ Was dabei herausgekommen ist, wird sicher einen Ehrenplatz im Fotoalbum der Familie Redersborg bekommen. Ehemann Eckart Redersborg, der in Grevesmühlen und Umgebung als „Stadtchronist“ bekannt ist, war nicht mit in Dresden – zumindest nicht live. „Doch ich habe im Fernsehen alles genau mitverfolgt“, sagt er, „und meine Frau tatsächlich auch in den Nachrichten entdeckt.“

Was Angret Redersborg ärgert, ist der Fokus der Medien, der auf den Zwischenfällen vor dem Gottesdienst in der Dresdener Frauenkirche am 3. Oktober lag. „Wir sind auch an diesen Demonstranten vorbeigegangen. Es waren wirklich nicht sehr viele. Doch alle berichten über sie und die unflätigen Beschimpfungen dieses Grüppchens. Unter diesem Eindruck verschwindet dann vollkommen die ganze Wahrheit. Es war ein schönes Volksfest, das, bis auf die Vorfälle am Rande, in guter Stimmung ablief – trotz all der Schwierigkeiten, mit denen Deutschland derzeit kämpft.“ Und die Mehrheit der Menschen in Dresden und im restlichen Land, ist sich Angret Redersborg nach ihren Erlebnissen sicher, ist stolz auf das bisher Erreichte.

Annett Meinke

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