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Gütesiegel für kompetente Beratung

Boltenhagen Gütesiegel für kompetente Beratung

Tourismusverband zeichnet Boltenhagens Kurverwaltung erneut aus.

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Gerd Fischer (r.) überreicht Claudia Hörl (M.) und Beatrix Bräunig (SPD) das Zertifikat für das Gütesigel des Tourismusverbands.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Die Tourist-Information und die Kurverwaltung in Boltenhagen sind für weitere drei Jahre vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern zertifiziert und das weiße i auf rotem Grund darf weiter als Werbung mit Signaleffekt an den Türen prangen. Gestern überreichte Mecklenburg-Vorpommerns General-Manager des Tourismusverbands, Bernd Fischer, Kurdirektorin Claudia Hörl und Boltenhagens stellvertretender Bürgermeisterin Beatrix Bräunig (SPD) die Urkunde der Zertifizierung.

Von 120 möglichen Punkten hatte Boltenhagen in der Bewertung des Tourismusverbandes 106 Punkte erreicht. „Das ist ein gutes Ergebnis. Sie liegen damit über dem Landes- und auch über dem Bundesdurchschnitt“, sagte Bernd Fischer. Allerdings konnte er auch sagen, dass es im Ostseebad Entwicklungsbedarf gibt, was Hotelbetriebe und die Infrastruktur im Ort angeht. Es müsse mehr Vernetzung zwischen Unternehmern, Politik und Kurverwaltung geben. Synergie-Effekte müssten besser genutzt werden. „Sonst kann es ein negatives Erwachen geben, wie es Ostseebäder in der Zeit nach der Wende erlebt haben“, so Fischer.

In den alten Bundesländern habe man inzwischen erkannt, dass zu lange zu wenig investiert wurde. Die Entwicklung wird momentan aufgeholt, und dem müssten sich auch die Ostseebäder in den neuen Bundesländern stellen.

„Auch wenn wir ständig vom demographischen Wandel sprechen und es auch richtig ist, wenn sich das Gastgewerbe darauf einstellt, sollte man die Jugend nicht aus den Augen verlieren“, empfiehlt Bernd Fischer den Boltenhagenern. In der Stärkung von Angeboten für 14- bis 18-Jährige seien im Ostseebad noch Punkte zu holen. Als Beispielmöglichkeiten nannte er Segelkurse für Jugendliche, denen auch einen jugendfreundliche Unterkunft geboten wird. „Wenn man mit 16 Jahren hier zum ersten mal geknutscht hat, erinnert man sich gerne daran und kommt auch später gerne wieder hierher“, so Fischer.

Dem stimmte Claudia Hörl auch zu. „Aber ich brauche lokale Partner oder sogar einen Investor, der ein Hostel aufzieht, um so etwas als Kurverwaltung mit voran zu treiben“, so die Kurdirektorin. Und an solchem Engagement mangele es in Boltenhagen derzeit noch.

Verbesserungsmöglichkeiten hätte Boltenhagens Kurverwaltung auch noch, wenn sie selber Pauschalangebote für Touristen machen würde. Gerade erst hatte es im Ostseebad ein erfolgreiches Tanzfestival gegeben. „Wir haben uns bemüht, den ganzen Ort mit einzubeziehen. Jeder Vermieter hätte damit für Gäste in der Nebensaison Pakete schnüren können“, bedauert sie, dass sich nicht allzu viele Vermieter angeschlossen hatten. Ein Paket, zum Beispiel aus Tanzkursen, Übernachtung und einem speziellen Abendessen könnte auch die Kurverwaltung anbieten.

„Mit solchen Vorschlägen haben wir die Möglichkeit uns weiter zu verbessern“, sagt Claudia Hörl. Der Test von außen erhalte den Anspruch, stetig an sich zu arbeiten.

Das Zeichen mit dem i
Der Deutsche Tourismusverband vergibt das i-Zeichen an Tourist-Infos, die erfolgreich zertifiziert wurden. „Es ist nach den Sternen für Hotels und den Sternen für Ferienwohnungen die bekannteste Marke im Tourismus“, sagt Bernd Fischer vom Tourismusverband MV. „60 Prozent aller Urlauber kennnen es und wissen: Da ist die Anlaufstelle für alle Sorgen und Nöte des Gastes. Da gibt es kompetente Beratung.“ mab

Malte Behnk

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