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Im Thurow versacken die Läden

Klütz Im Thurow versacken die Läden

Gewerbetreibende fordern einen Wegweiser / Klütz will aber weniger Schilder in der Stadt

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Diese kleine Gasse muss beworben werden. Peter Maerz, Vorsitzender Handwerker- und Gewerbeverein Klützer Winkel

Klütz. Eine der schönsten Ecken der Stadt Klütz, sie bleibt vielen Besuchern verborgen. Denn die Gasse „Im Thurow“ mit den liebevoll restaurierten Gebäuden und dem Literaturhaus finden die meisten Gäste nicht. Das berichten vier Gewerbetreibende, die sich einen eigenen Wegweiser für ihre Straße wünschen. Ein weiteres Problem: Sogar manche Navigationsgeräte haben die kleine Straße nicht im Speicher.

 

OZ-Bild

Im Thurow heißt die Sackgasse, die am Klützer Markt beginnt. Das Literaturhaus „Uwe Johnson“ an der Einmündung ist noch gut zu sehen. Die Betreiber des Schlosslädchens, einer Galerie, der Staudengärtnerei und eines neuen Yogazentrums befürchten, übersehen zu werden.

Quelle: Foto: Malte Behnk

Dabei gibt es „Im Thurow“ nicht nur das Literaturhaus „Uwe Johnson. Dort hat sich attraktives Gewerbe angesiedelt. Der Galerie, dem neuen Laden für Kosmetik und Geschenke, einem neuen Yogazentrum und der Staudengärtnerei fehlen aber ein markanter Wegweiser, wie es ihn für andere Sehenswürdigkeiten in der Stadt bereits gibt. Zum Schmetterlingspark, zur Klützer Mühle, zum Lütt Kaffeebrenner und zum Schloss Bothmer werden Besucher mit diesen weißen Schildern gelenkt.

Doch Schilder sind in der Stadt Klütz ein seit fast zwei Jahren diskutiertes Problem. Aus Sicht des Stadtplaners Werner Peters und der Stadtvertreter könnte das Stadtbild durch zu viel und zu große Werbung gestört werden. Daher arbeitet die Stadt an einer Satzung für Werbung im Stadtkern. Das bedeutet, dass Schilder eigentlich verschwinden sollen. Doch in die Diskussion mischen sich die vier Gewerbetreibenden aus der kleinen Straße Im Thurow ein, die sich wünschen, besser gefunden zu werden. Das äußerten Catrin Freuschle und Julia Schmoldt als zwei der vier Gewerbetreibenden in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt (WTU).

Diese Bemühungen hatte auch Peter Maerz, der Vorsitzende des Handwerker- und Gewerbevereins Klützer Winkel verfolgt. „Die Geschäfte Im Thurow haben ein besonderes Problem, das verstehe ich“, sagt er.

„Diese kleine Gasse muss beworben werden.“ Aus seiner Sicht gibt die Landesbauordnung, in der auch Beschilderungen geregelt sind, eine Lösung her. Dort sei aufgeführt, dass Hinweise auf Einkaufsmöglichkeiten und Attraktionen, die abseits der Hauptstraßen liegen, erlaubt sind. Demnach könnte ein weißes Schild auch auf den Thurow zum Beispiel als älteste Straße hinweisen. Das hatte in der Sitzung des WTU-Ausschusses auch Thomas Zellner vom Amt Klützer Winkel bestätigt.

Stadtvertreter Peter Ellenberg unterstützt die Gewerbetreibenden aus der Sackgasse. „Was unterscheidet den Kaffeebrenner und den Schmetterlingspark vom Thurow? Beides sind private Gewerbe aber eben auch Sehenswürdigkeiten“, argumentiert Ellenberg.

Peter Maerz hingegen versteht auch das Argument des Klützer Bürgermeisters Guntram Jung (CDU), dass mit einer besseren Ausschilderung auch neue Probleme auf die Gewerbetreibenden Im Thurow und die Stadt zukommen können. Jung hatte gefragt, wo die Autos der Kunden bleiben sollten, wenn es eine bessere Beschilderung geben würde. Im Thurow gibt es nämlich kaum Parkplätze, auch wenn mit dem Bau eines Wendehammers kürzlich einige Stellplätze geschaffen wurden, um die Innenstadt zu entlasten. „Kein Gewerbetreibender hat dort einen eigenen Parkplatz“, so der Bürgermeister.

Das Thema beschäftigt auch Peter Maerz und den Handwerker- und Gewerbeverein schon lange. „Die ganze Innenstadt hat ein Parkplatzproblem und Im Thurow ist es besonders schlimm“, sagt er. Es müsse aber eine Gesamtlösung gefunden werden. „Auf dem Markt zu parken, ist immer schwierig“, weiß Peter Maerz. Ebenso unbefriedigend findet er das Parken am Rand der Schloßstraße. „Da habe ich schon vorgeschlagen, das Parken zwischen 9 und 17 Uhr auf eine Stunde zu begrenzen. Dann können die Leute einkaufen, abends und nachts könnten die Anwohner dort parken.“

Im WTU-Ausschuss soll die Arbeit an der Werbesatzung für die Stadt weitergeführt werden. Ob dabei auch eine neue Beschilderung für die Sackgasse Im Thurow herauskommt, ist unsicher.

Malte Behnk

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