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Grevesmühlen In Redewisch entsteht ein Strandhaus
Mecklenburg Grevesmühlen In Redewisch entsteht ein Strandhaus
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07:37 16.07.2013
Das Wohnhaus, das bisher im Dünenweg 26 steht, soll jetzt abgerissen werden. Quelle: Ulrike Oehlers
Boltenhagen

Auf einer Fläche von circa 2000 Quadratmetern soll im Dünenweg 26 in Redewisch ein sogenanntes Strandhaus mit Gastronomie und Wellnessbereich samt Sauna entstehen. Die ersten Planungen haben begonnen, doch jetzt ist erst einmal der Naturschutz am Zug. Das Grundstück grenzt an das Vogelschutzgebiet „Wismarbucht und Salzhaff“. Es ist derzeit mit einem Wohnhaus bebaut. „Der bisherige Eigentümer bewohnt es noch, aber die Übergabe wird noch im Juli stattfinden“, sagt Christian Müller-Menckens, dessen Architekturbüro aus Damshagen das Vorhaben betreut. Bei den neuen Eigentümern handele es sich um ein Ehepaar aus München, das sich „in dieses Projekt verliebt“ habe, wie der Architekt es ausdrückt. Das Paar, das sich derzeit im Umkreis von Stellshagen ein Einfamilienhaus baue, um zeitweilig im Klützer Winkel wohnen zu können, wolle das Strandhaus lediglich errichten und sich später dann einen Betreiber dafür suchen, fügt er hinzu.

Nach den bisherigen Plänen soll der Gastronomiebereich etwa 50 Plätze im Gastraum und die gleiche Anzahl im Außenbereich haben. Der Wellnessbereich umfasst neben der Strandsauna die zugehörigen Ruhe- und Behandlungsräume sowie einen Saunagarten mit Außensauna und Pool. Für Gastronomie und Wellnessbereich sind jeweils rund 350 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen. „Das Projekt wird für einen touristischen Mehrwert sorgen, denn der Strandabschnitt zwischen Boltenhagen und Redewisch verfügt bisher noch über keine dauerhafte Strandgastronomie“, hebt Müller-Menckens hervor. Lokal und Sauna sollen über die Badesaison hinaus betrieben werden und somit einen Beitrag zur Saisonverlängerung leisten.

„Super“ findet Kurdirektorin Claudia Hörl die Pläne. „Es ist toll, dass auf diesem Grundstück etwas entstehen soll, das der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Zumal es in Redewisch nicht viele Angebote gibt.“ Derzeit biete dieses Grundstück keinen sehr schönen Anblick. Die Kurdirektorin hofft, dass die Idee „möglichst schnell umgesetzt wird“.

Müller-Menckens hält Mitte 2014 für einen realistischen Zeitpunkt für den Baubeginn. Zunächst soll das vorhandene Objekt abgerissen werden und dem Neubau weichen, der in Erd- und Obergeschoss insgesamt 700 Quadratmeter umfassen soll.

Da mit dem Strandhaus eine wesentliche Nutzungsänderung einhergeht, die nicht über den vorhandenen Bestandsschutz abgedeckt ist, muss vorab auch der Flächennutzungsplan geändert werden. Im derzeit wirksamen F-Plan ist der betroffene Bereich nicht als Baufläche für touristische Infrastruktur dargestellt. Hier hat die Untere Naturschutzbehörde aber ein Wort mitzureden. „Ab sofort finden naturkundliche Beobachtungen statt“, sagt der Architekt. Diese erstreckten sich über die Saison hinaus bis ins kommende Frühjahr, da Brutzeiten der Vögel abzuwarten sind.

Die Gemeindevertreter hatten im Juni mehrheitlich, bei zwei Enthaltungen, den Aufstellungsbeschluss für einen ebenfalls erforderlichen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gefasst. „Dann erst beginnt die Detailplanung“, erläutert Müller-Menckens.

Redewisch verfügt bisher noch über keine dauerhafte Strandgastro- nomie.“Christian Müller-Menckens, Architekt

Ulrike Oehlers

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