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Kalkhorst sperrt Radweg an der Steilküste

Kalkhorst Kalkhorst sperrt Radweg an der Steilküste

Am Donnerstag konnte Dietrich Neick (FWK) den Ärger nicht länger für sich behalten.

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Vor der abgesackten Teilstrecke an der Steilküste bei Warnkenhagen warnt bislang nur ein Schild vor der Gefahrenstelle.

Quelle: Daniel Heidmann

Kalkhorst. Am Donnerstag konnte Dietrich Neick (FWK) den Ärger nicht länger für sich behalten. Zum Schluss des öffentlichen Teils der Gemeindevertretersitzung informierte der Bürgermeister von Kalkhorst über die Entwicklung beim kaputten Küstenradweg. „Es ist ein großes Ärgernis und mittlerweile nicht mehr zu ertragen“, fasste er die Lage zusammen. Er fühlt sich im Stich gelassen.

 

OZ-Bild

Ich weiß, dass ich mich nicht beliebt mache, doch ich kann die Sicherheit für den Radweg nicht gewährleisten.“Dietrich Neick, Bürgermeister Kalkhorst

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Neicks Unmut haben allen voran Landkreis und Verkehrsministerium auf sich gezogen. Sie würden sich seit Wochen nicht mehr rühren und damit die erforderliche Sanierung ausbremsen. „Es kommt nichts“, so Neick. Auch über vier Jahre nach dem Erdrutsch an der Steilküste, der den Radweg fast zwei Meter hat absacken lassen, hat sich noch nichts getan. Die Schäden sind aktuell nur notdürftig mit Kies ausgebessert und weiter eine große Gefahrenquelle.

Dabei hat das Wirtschaftsministerium die benötigten 1,3 Millionen Euro für die Reparatur längst bereitgestellt. „Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich bin soweit zu sagen, dass der Weg dicht gemacht wird. Ansonsten passiert da nichts“, erklärte Neick. Die Gemeindevertreter stehen hinter der Maßnahme des Bürgermeisters. Noch vor Ostern soll die Trasse zwischen den Ortsteilen Elmenhorst und Brook gesperrt werden. „Da kommen einige mit einem Affenzahn angefahren. Wenn es dunkel oder dämmrig ist, können sich die Leute dort das Genick brechen“, verdeutlichte auch Gremiumsmitglied Harald Wiechert.

Im Winter 2010/2011 war der erst im Jahr 2006 neu gebaute Radweg an der Steilküste bei Warnkenhagen abgesackt und weggebrochen. Tiefe Risse und bis zu 30 Zentimeter hohe Verschiebungen hatten sich durch den Asphalt gezogen — und das auf einer Länge von etwa 200 Meter. Ursache für die Bewegungen im Erdreich sei laut Neick besonders das Schichtenwasser von den angrenzenden Ackerflächen. „Der Bereich sackt auch immer weiter ab“, berichtete der Bürgermeister.

Direkt nach dem Vorfall hatte die Gemeinde Kalkhorst für die aufwendigen Reparaturen einen Antrag auf Förderung beim Wirtschaftsministerium gestellt. Dieser wurde auch bewilligt. Da im Zuge der Arbeiten auch Spundwände verbaut werden sollten, die weiteres Rutschen im Bereich der Steilküste verhindern, legte der Naturschutzbund (Nabu) jedoch sein Veto ein. „Es war plötzlich wichtiger, dass die Steilküste natürlich abrutscht, als den Radweg zu sanieren“, schilderte Neick. Danach einigten sich Gemeinde, Förderstellen und Nabu auf die Idee, eine Umleitung auszuschildern. Dieses Vorhaben blockte wiederum der Landkreis Nordwestmecklenburg. Grund: Die Verwaltung sah die Sicherheit der Radler auf der Umleitungsstrecke in Warnkenhagen nicht gegeben. Eine Verbreiterung des Gehweges lehnte der Kreis ebenso ab wie Straßenmarkierungen, die auf Radfahrer hinweisen. Der Landkreis war für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Neick fühlt sich wie im Schwitzkasten der Bürokratie. „Die Mitarbeiter in den Ämtern machen wahrscheinlich noch nicht einmal einen Fehler“, sagt er, „doch niemand arbeitet ergebnisorientiert.“ Der Gemeinde Kalkhorst kosteten die Bemühungen, die Reperaturarbeiten vorzubereiten, bis heute schon rund 150000 Euro.

„Ich weiß, dass ich mich mit der Sperrung nicht beliebt mache, doch ich kann die Sicherheit für den Radweg nicht gewährleisten“, betont Neick. Stürzt ein Radfahrer und verletzt sich, sei die Gemeinde verantwortlich. Ob sich die Radler durch die Schilder nun davon abhalten lassen, die Gefahrenstelle zu passieren, bezweifelt Neick allerdings. „Ich glaube nicht, wir dürfen ja keine Umleitung ausschildern.“

Von Daniel Heidmann

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