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Klütz strahlt dank Städtebauförderung

Klütz Klütz strahlt dank Städtebauförderung

In 25 Jahren haben Stadt und private Hausbesitzer zwölf Millionen Euro Unterstützung erhalten / Ausstellung zeigt die Ergebnisse

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Planen die Ausstellung: Maria Schultz, Guntram Jung, Werner Peters sowie Robert Erdmann und Silviana Kreis von der LGE.

Quelle: Behnk

Klütz. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Kleinstadt Klütz sehr gemausert. Die Straßen aus Kopfsteinpflaster und etliche Häuser in der Innenstadt sind heute saniert. Möglich machte das die Städtebauförderung.

Eine große Menge des Geldes ist in die Infrastruktur geflossen.“ Stadtplaner Werner Peters

„Vieles war einfach grau und erst wenn man sich alte Fotos ansieht, wird einem bewusst, wie marode vieles war“, sagt Bürgermeister Guntram Jung (CDU). Er empfinde es als „großes Glück“, dass Klütz 1991 in die Städtebauförderung aufgenommen wurde. Dadurch sind über die Jahre etwa zwölf Millionen Euro aus dem Fördertopf der Stadterneuerung nach Klütz geflossen. Zusätzlich haben die Stadt und viele private Hausbesitzer ihren Eigenanteil für die jeweiligen Arbeiten aufgebracht. „Man sagt, ein Euro aus der Städtebauförderung mobilisiert etwa sechs bis acht weitere Euro“, erklärt Robert Erdmann, Geschäftsführer der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH, die als Sanierungsträger fungiert. Es seien also mindestens 60 Millionen Euro investiert worden.

„Eine große Menge des Geldes ist in die Infrastruktur der Stadt geflossen“, sagt Stadtplaner Werner Peters und spricht das Kopfsteinpflaster der Straßen im Sanierungsgebiet an. Die Schloßstraße habe damals noch eine Asphaltschicht auf dem Pflaster und etliche Schlaglöcher gehabt, erinnert sich Bauamtsleiterin Maria Schultz.

Die Stadt Klütz hat Bauherrenpreise an Hausbesitzer verliehen, die mit Hilfe der Städtebauförderung kleine Schmuckstücke geschaffen haben. Dazu zählen unter anderem das Gebäudeensemble der denkmalgeschützten Hofanlage von Carsten und Julia Schmoldt in der Straße Im Thurow, das ehemalige Kloster sowie daneben das ehemalige Zollhaus an der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Werner Peters hat die Sanierungen in der Klützer Innenstadt seit Beginn begleitet und in den 1990er Jahren ein Sanierungskonzept mit der Stadt aufgestellt, das bis heute verfolgt wurde. Allerdings hatte das finanzielle Folgen für die Hausbesitzer in der Innenstadt. Statt der Straßenausbaubeiträge, die außerhalb des Sanierungsgebiets erhoben werden, mussten sie Sanierungsbeiträge zahlen. Dafür wurde der Wert jedes Grundstücks vor und nach der Sanierung der Umgebung durch einen Sachverständigen ermittelt. Anhand der Wertsteigerung und der Grundstücksgröße wurde dann der Sanierungsbeitrag berechnet. So kamen Beiträge zwischen 500 und 20000 Euro pro Grundstücksbesitzer zustande.

„Etwa 90 Prozent haben diese Beiträge aber schon vor Ablauf der Frist bezahlt“, sagt Maria Schultz. „Wir konnten ganz gut rüberbringen, dass das Geld dann der Stadt für andere Maßnahmen zur Verfügung steht“, ergänzt Guntram Jung. So wurde zum Beispiel die neue Brücke über den Klützer Bach am Wasserwerk finanziert.

Am 20. Mai wird im Literaturhaus „Uwe Johnson“ – auch der alte Speicher wurde mit der Städtebauförderung saniert – eine Ausstellung eröffnet, in der die Sanierungsprojekte der vergangenen 25 Jahre gezeigt werden. „Wir haben viele Fotos vor, während und nach den Sanierungsarbeiten gemacht und es gibt auch einige historische Aufnahmen“, sagt Werner Peters über den Inhalt der Ausstellung zum „Tag der Städtebauförderung“. Sie ist ab Sonnabend, 21. Mai, bis zum 26. Mai kostenlos im Literaturhaus „Uwe Johnson“ zu besichtigen. Außerdem bietet Stadtplaner Werner Peters am Sonntag um 11 Uhr eine Führung zu den Sanierungsobjekten an.

Malte Behnk

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