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Kolonnenweg: An der Umleitung für Radler führt kein Weg vorbei

Warnkenhagen Kolonnenweg: An der Umleitung für Radler führt kein Weg vorbei

Die Gemeinde Kalkhorst muss einen neuen Weg bauen / Ohne Bauarbeiten müsste der Ostseefernradweg zwischen Elmenhorst und Brook gesperrt werden

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Warnkenhagen. Die Posse um ein Stück Kolonnenweg in der Gemeinde Kalkhorst nimmt kein Ende: Vor fünf Jahren ist der asphaltierte Radweg auf dem Kolonnenweg bei Warnkenhagen plötzlich abgesackt. Seitdem will die Gemeinde Kalkhorst diese beliebte und als Ostseefernradweg beworbene Strecke reparieren. Doch bis heute darf sie nur flicken und Warnschilder aufstellen.

 

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So dramatisch sah die Bruchstelle am Kolonnenweg 2011 aus.

Bereits 2014 wurde der Gemeinde auferlegt, sie müsse eine etwa 2,5 Kilometer lange Umleitung für Radfahrer bauen, da der Kolonnenweg wegen eines Naturschutzgebietes an der Steilküste nicht mehr abzusichern sei. Diese Umfahrung ist aber in Teilen auch schon wieder Geschichte. Sie darf nämlich nicht, wie zunächst geplant, an der Ortsdurchfahrt von Warnkenhagen entlangführen. „Wir können aufgrund der bestehenden Verhältnisse keinen regulären Radweg an der Kreisstraße bauen und das Radfahren auf der Straße genehmigt die Verkehrsbehörde nicht“, fasst Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) zusammen.

Die neue Planung, die im Grundsatz von den Gemeindevertretern mit zwei Gegenstimmen beschlossen wurde, sieht einen ganz neuen Weg am Rande der Bebauung von Warnkenhagen vor, der dann Uferweg und Strandweg miteinander verbindet.

Dafür hat Gemeindevertreter Ulrich Bosch überhaupt kein Verständnis. „Das ist doch ein absoluter Schildbürgerstreich“, wetterte er. „Wir versiegeln sinnlos neue Flächen“, fügte Bosch hinzu, der Betriebsleiter des ökologischen Landwirtschaftsbetriebs von Gut Brook ist. Er kritisierte, dass sowohl die vorhandenen Trassen des Ufer- und des Strandwegs, als auch die neue Verbindung über einen Acker komplett asphaltiert in einer Breite von drei Metern ausgebaut werden sollen. „Was ist, wenn wir nichts tun?“, fragte er den Bürgermeister.

„Dann müsste ich von Elmenhorst bis Brook den Kolonnenweg sperren, weil wir die Verkehrssicherungspflicht haben und die Radfahrer nicht auf die Kreisstraße schicken dürfen“, erklärte Neick die Lage der Gemeinde.

„Mir widerstrebt es total, dass wir uns vom Landkreis dermaßen unter Druck setzen lassen“, ärgerte sich Ulrich Bosch weiter. „Ich akzeptiere diese Arroganz der Kreisverwaltung nicht“, erklärte er, warum er kurz danach gegen den geforderten Bau der Umfahrung stimmte.

„Wir wollen aber auch Touristen hier haben und kommen dann nicht drumherum, den Weg so zu bauen“, sagte Dietrich Neick. Er informierte zudem darüber, dass der Weg an der betroffenen Stelle bestimmt um 2,50 Meter abgesackt sei. „Es gibt noch fünf weitere Stellen, an denen der Kolonnenweg noch gesichert wird, damit nicht noch ein Stück abrutschen kann“, erklärte Neick. Dazu würden unter anderem Drainagen zur Entwässerung gelegt.

Gebaut werden soll die Umfahrung des abgesackten Kolonnenwegs im Frühjahr nächsten Jahres. Sowohl das Wirtschaftsministerium als auch das Innenministerium haben zugesagt, die Kostensteigerung durch zusätzliche Planungen als Fördermittelgeber mit zu tragen. „Hoffentlich werden wir dann damit bis zum Beginn der Urlaubersaison fertig“, hofft Dietrich Neick.

Malte Behnk

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