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Krötentunnel zugewuchert: Tiere drohen überfahren zu werden

Boltenhagen Krötentunnel zugewuchert: Tiere drohen überfahren zu werden

Boltenhagen: Amphibienleiteinrichtung in Tarnewitz beschäftigt die Gemeinde und den Nabu

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Wir werden uns der Verantwortung stellen. Aber die Arbeiten werden erst Ende des Jahres in Angriff genommen.Michael Steigmann Vorsitzender Bauausschuss

Boltenhagen. Handlungsbedarf in der Mecklenburger Allee in Tarnewitz: Die dort unter der Straße gebauten Krötentunnel sind laut Naturschutzbund (Nabu) aktuell nicht voll funktionsfähig. Grund: Der Graben südlich des ehemaligen Schießplatzes wächst mit Sanddornhecken zu. Das behindere die Kröten bei der Wanderung. Die Tiere könnten deshalb versuchen, die Straße über die Fahrbahn zu passieren und laufen Gefahr, überfahren zu werden. Die Gemeinde ist nun aufgefordert worden, Maßnahmen einzuleiten. „Sie ist verpflichtet, die stationäre Amphibienleiteinrichtung funktionsfähig zu halten, damit die Kröten gefahrenlos die Straße queren können“, betont Martin Bauer vom Nabu auf Nachfrage.

OZ-Bild

Boltenhagen: Amphibienleiteinrichtung in Tarnewitz beschäftigt die Gemeinde und den Nabu

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Der Boltenhagener Bauausschuss hat sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Der Vorsitzende Michael Steigmann (Die Linke) hatte zum Abschluss der jüngsten Sitzung darüber berichtet, dass da „etwas aufgeploppt“ sei. Der Nabu habe die Gemeinde auf die Probleme aufmerksam gemacht. Doch eine kurzfristige Angelegenheit ist es laut Martin Bauer nicht. Die Kommune habe schon längere Zeit Kenntnis davon. „Wir haben das seit November gemeldet. Das ist sehr ärgerlich, weil man zwei, drei Monate ins Land hat gehen lassen“, so der Vorsitzende des Nabu-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg.

Eine für Bauer nötige, schnelle Lösung ist nun nicht mehr möglich. Denn der naturschutzrechtlich abgesteckte Zeitraum, in dem Baum- und Heckenpflegearbeiten erlaubt sind, ist abgelaufen. Ab März dürfen keine Eingriffe mehr vorgenommen werden, weil im betroffenen Gebiet die Krötenwanderung, aber auch die Brut der Vögel beginnt. „Wir werden uns der Verantwortung stellen. Aber jetzt wird nichts mehr passieren. Die Arbeiten werden erst Ende des Jahres in Angriff genommen“, bestätigt der Bauausschussvorsitzende Michael Steigmann. Er äußert auch Unverständnis dafür, dass der Graben überhaupt mit dem völlig ungeeigneten Sanddorn bepflanzt worden ist. „Wir müssen ihn entfernen, denn er beschädigt mit seinen Wurzeln auch den Straßenunterbau“, so der Chef des Fachgremiums.

Ein weiterer Grund, nicht mehr vor Herbst einzugreifen, soll der Boltenhagener Bauhof sein, der sich so kurzfristig nicht mehr in der Lage sehe, die Rodung der Sanddornhecken durchzuführen. Dagegen wehrt sich allerdings Bauhofleiter Wilfried Nix: „Das stimmt nicht. Wir dürfen nicht. Wenn wir den Auftrag bekommen, legen wir los“, betont er.

Konkret geht es um eine Strecke von 400 bis 500 Metern Länge zwischen den Kreiseln in Richtung Weiße Wiek. Im Zuge des Baus der 2008 eröffneten Ferienanlage war die Mecklenburger Allee mit mehreren fest installierten, unterirdischen Röhren versehen worden, die den Kröten die sichere Querung ermöglichen sollen. Konzipiert waren die Amphibienleiteinrichtungen insbesondere für die Kreuzkröte, die auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten steht. „Der ehemalige Schießstand ist nach Niederschlägen ein temporäres Gewässer“, erklärt Michael Steigmann. Von dort würden die Tiere wandern. Doch sollten die Gräben weiter zuwuchern, würden sich die Amphibien Ausweichmöglichkeiten suchen. „Wenn die Wanderungsbewegungen dauerhaft unterbrochen werden, dann findet kein Individuenaustausch statt“, ergänzt Martin Bauer. Es drohe eine Verinselung, ergänzt der Experte.

Daniel Heidmann

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