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Mehr Bauplätze am Lindenring

Klütz Mehr Bauplätze am Lindenring

Die Stadtvertreter sprachen sich für die Erschließung über einen Wendehammer aus. Fußweg soll in Wismarsche Straße führen.

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Planer Ronald Mahnel erklärte verschiedene Varianten für die Erschließung eines erweiterten Baugebiets am Lindenring.

Quelle: uo

Klütz. Im Wohngebiet am Lindenring von Klütz sollen neue Baugrundstücke entstehen. Hier gibt es bereits den rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 28 zwischen Umgehungsstraße, Wismarscher Straße und Feuerwehr. Von sechs bis sieben zusätzlichen Bauplätzen war die Rede bei Planer Ronald Mahnel, als dieser das Vorhaben am Montagabend den Stadtvertretern vorstellte. Die neuen Grundstücke sollen im südlichen Teil entstehen und wären teilweise 700 Quadratmeter groß, könnten aber auch noch anders parzelliert werden.

„Wenn es hochwertige Grundstücke werden sollen, sind 500 Quadratmeter zu wenig“, merkte Bürgermeister Dieter Fischer (parteilos) an. „Das müssten dann schon 700 Quadratmeter werden. Wir haben in Klütz nicht mehr viel Entwicklungspotenzial für Wohnflächen. Und wir brauchen jeden Einwohner.“

Der Bauausschuss hatte bereits die Auto-Anbindung an die Wismarsche Straße verworfen. Auch die Stadtvertreter sprachen sich für eine Erschließung über die Boltenhagener Straße aus. Sie befassten sich mit der Frage, ob die zusätzlichen Bauflächen auf dem bisherigen Festplatz künftig eine Straßenschleife im Einbahnverkehr erhalten sollen oder einen Wendehammer. „Die Qualität des Wohnens wäre für mich höher, wenn es keinen Durchgangsverkehr gibt“, sagte Ingo Garbe (UWG) und sprach sich für den Wendehammer aus. Ähnlich sah es Rolf Kruse (EB).

Die jetzige Planung sieht einen Fußweg vor, der vom Wendehammer zur Wismarschen Straße führt — am Zaun des Lebensmitteldiscounters Lidl entlang auf Flächen, die sich im städtischen Eigentum befinden. „Man müsste nur an E.on edis herantreten und sie bitten, das Trafohäuschen zurückzubauen und gegen ein kleineres auszutauschen“, sagte Guntram Jung (CDU). „Die Trafostation dort ist sonst total im Weg, die muss da weg.“

Für Jens Nevermann (SPD) stand im Vordergrund, endlich tätig zu werden. „Wir können ewig neue Gebiete planen. Aber wenn wir nicht in die Puschen kommen, kriegen wir gar nichts hin“, erklärte er.

Angelika Palm (UWG) brachte die Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LGE) in die Diskussion ein. Die Gesellschaft biete verschiedene Modelle für die Erschließung und den Verkauf von Grundstücken an, die Stadt müsse bei den Erschließungskosten dann auch nicht in Vorleistung gehen.

„Wir haben ganz klar das Amt beauftragt, Gespräche vorzubereiten“, entgegnete der Bürgermeister und fügte hinzu: „Der Grundgedanke das Gebiet nicht selber zu entwickeln, hat Charme. Angelika Palm wollte Nägeln mit Köpfen machen und regte an, bis zur nächsten Bauausschusssitzung Angebote von Erschließungsträgern einzuholen.

Wenn es hochwertige Grundstücke sein sollen, sind 500 Quadrat- meter zu wenig.“Dieter Fischer, Bürgermeister

 

 

Ulrike Oehlers

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