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Mit Filmen im Bauwagen Gemeinschaft stärken

Gesellschaft Mit Filmen im Bauwagen Gemeinschaft stärken

Im Klützer Winkel ist ein Kino auf vier Rädern unterwegs. Mit dem Projekt „Kirchenwagen“ kommen Groß und Klein auf ihre Kosten.

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Heidrun Fischer (l.) gibt Emilia Jasmin Springer Hinweise zum Film, der im Bauwagen auf einer Leinwand gezeigt wird.

Damshagen/Grieben — Mit einem Kino auf vier Rädern will die Kirchgemeinde Roggenstorf, zu der neben Damshagen und Börzow auch Kirch Mummendorf und Lübsee gehören, die Gemeinschaft stärken, gerade auf dem Dorf. Das Projekt erhält die Überschrift „Kirchenwagen“. Filmvorführungen für Kinder und Erwachsene, Theatervorstellungen und viele andere, eigene Ideen der Bürger sollen dabei helfen. Für ein Jahr ist der Klützer Winkel Schauplatz des Gemeinschaft stärkenden Geschehens.

Noch hält der „Kirchenwagen“ in Grieben. Dort haben die Gemeindepädagogin Heidrun Fischer und Pastorin Hanna Blumenschein Kindern den Film „Ronja Räubertochter“ gezeigt. „In Grieben gibt es keine kirchlichen Räume“, sagt Heidrun Fischer. Die Menschen dort sollten nun aber erreicht werden. Die Lösung: ein hölzerner Bauwagen, der bei Filmvorführungen Platz für etwa zehn Personen bietet. Genau die Zahl an Gästen wollte sich die Vorführung auch nicht entgehen lassen. Überraschend für Heidrun Fischer: Nicht nur Kinder kamen, um den Streifen einmal unter die Lupe zu nehmen, auch zwei Erwachsene schauten vorbei: Katrin und Anja Krause aus Menzendorf. „Wir haben den Film zwar beide schon geguckt, aber noch nie in Gemeinschaft, und das wollen wir nachholen“, begründet Katrin Krause.

Sie hofften auf viele Bekannte und wurden nicht enttäuscht.

Auch Emilia Jasmin Springer war vor Ort. Die Elfjährige aus Menzendorf wollte sich den Film ebenfalls nicht entgehen lassen. „Ich kenne ihn nicht und weiß auch nichts über die Handlung“, sagte sie vor Beginn der Vorstellung.

Doch nicht nur Kinderfilme sollen zukünftig gezeigt, sondern auch Streifen für Erwachsene vorgestellt werden. In Grieben könnten sich darüber hinaus demnächst auch Frauen zum Plausch treffen, Fans des französischen Blattes wollen Skatabende organisieren. „Das ist genau das, was ich mit eigenen Ideen der Bürger meine“, erläutert die Gemeindepädagogin Heidrun Fischer. Den Kirchenwagen stellte übrigens die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend der Kirchgemeinde Roggenstorf kostenfrei zur Verfügung.

Auch Heidrun Fischer hat noch viel mehr mit ihrem „Kirchenwagen“ vor. Ihr fiel auf, dass Kinder in Dörfern häufig keine gleichaltrigen Spielkameraden finden und sich Kontakte nur schwer aufbauen ließen. Auch das soll durch ihr Projekt zum Positiven geändert werden. Zu den Grundsätzen der Aktion gehört es, alles vor Ort anzubieten. „Kinder wie Erwachsene sind so viel unterwegs. Die Berufstätigen fahren zur Arbeit, die Kinder werden mit dem Auto oder auch dem Bus von A nach B gebracht“, sagt Heidrun Fischer und liefert das Ergebnis der Fahrerei gleich mit: „Die Motivation, in der Freizeit noch weite Wege zurückzulegen, ist für die meisten Erwachsenen einfach nicht da“, sagt sie. Aber auch dafür hat sie schon eine Lösung parat: „Deshalb müssen wir eben fahren“, sagt sie.

Begleitet wird sie von Hanna Blumenschein, die ebenfalls etwas für die Gemeinschaft auf dem Dorf tun will und sich engagiert.

Nach Grieben geht es noch einmal am Freitag, 4. April. Um 16.30 Uhr soll hier ein weiterer Kinderfilm gezeigt werden. Der Titel steht noch nicht fest. Doch Heidrun Fischer ist sich sicher: „Es wird wieder spannend.“

Dorfkirche Roggenstorf
Der Bau der Dorfkirche Roggenstorf, einer schlichten gotischen Backsteinkirche des 14. Jahrhunderts mit Nordsakristei, wurde vermutlich zwischen 1318 und 1335 begonnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen Westmecklenburgs ist hier jedoch der abgesetzte Kastenchor nicht das älteste Bauteil, sondern das Schiff. Die Kirche ist als die Hochzeitskirche des mecklenburgischen Mundartdichters Fritz Reuter bekannt.

 



Dana Dolata

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