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Nahbus als Shuttle der Großparkplätze

Boltenhagen Nahbus als Shuttle der Großparkplätze

Planer stellen Ausbauvarianten für Fläche in Tarnewitz vor / Linienbus soll auf dem Parkplatz halten

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Der Großparkplatz in Tarnewitz soll ausgebaut werden. Der Nahbus soll dort halten.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Das Ostseebad Boltenhagen hat in einem dreijährigen Probebetrieb gute Erfahrungen mit zwei Großparkplätzen an den Ortseingängen bei Wichmannsdorf und in Tarnewitz gemacht. Mit der Fläche neben dem Supermarkt nahe der Weißen Wiek soll der Ausbau dieser bislang provisorischen Parkplätze begonnen werden. Das Ingenieurbüro Möller aus Grevesmühlen stellte Boltenhagens Bauausschuss verschiedene Varianten des Ausbaus vor.

Linienbus statt Park&Ride

Der Probebetrieb des Park&RideService in Boltenhagen ist drei Jahre lang gut angenommen worden.

Mit der Einbindung des öffentlichen Linienbusses entfallen für Boltenhagen die Kosten für die Shuttlebusse. Da die Gäste dann ein reguläres Busticket kaufen, sollen sie auf den Großparkplätzen an den Ortseingängen kostenlos parken können.

In der Diskussion ging es vor allem um die Lage der künftigen Bushaltestelle für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Mit den Linienbussen sollen Gäste anstatt, wie bisher mit einem als Werksverkehr geführten Shuttle, ins Ortszentrum gelangen. Die öffentlichen Busse sollen in der Saison mindestens alle halbe Stunde vom Großparkplatz in den Ort fahren. „Wir möchten das gerne in Absprache mit dem Nahverkehr weiter verdichten“, sagt der Bauausschussvorsitzende Michael Steigmann.

Für die Sicherheit der Gäste wünschen sich die Boltenhagener entgegen der Ansicht der Planer die Haltestelle auf dem Großparkplatz. „Sonst müssen Familien über die stark befahrene Straße. Das wäre gefährlich“, sagte Ausschussmitglied Steffen Beckert, der selber Busfahrer war. „Der Nahbus sollte auf dem Parkplatz halten, egal wie sehr der Fahrer vielleicht lenken muss.“

Die vom Ingenieurbüro bevorzugten Varianten sehen eine öffentliche Bushaltestelle an der Straße vor, um auf der Parkfläche 156 bis 160 Stellplätze für Autos und Reisebusse zu schaffen. Mit der Haltestelle auf dem Parkplatz blieben noch 145 Pkw-Stellplätze. Dennoch votierte die Mehrheit der Ausschussmitglieder für die sichere Variante, für die Beckert geworben hatte. Er schlug außerdem vor, dass zwei Stellplätze für Reisebusse auf dem hinteren Teil des Platzes eingerichtet werden sollen, anstatt wie im Plan neben der öffentlichen Haltestelle nahe der Straße. „Solche Parkplätze sind Ruhezonen für die Fahrer, um ihre Ruhezeiten einzuhalten. Das wäre an der Straße und der Einfahrt zum Parkplatz nicht so gegeben“, gab Beckert zu bedenken. Die Ingenieure nehmen das in ihre weitere Detailplanung auf. Ebenso wollen sie von der Gemeinde gewünschte Möglichkeiten einplanen, Elektromobilität zu fördern. So ist vorgesehen, an den Großparkplätzen an den Ortsteingängen zum Beispiel Ladestationen für Elektro-Räder oder -Autos anzubieten.

Schließlich sind die Parkplätze ein wichtiger Bestandteil des Verkehrskonzepts für das Ostseebad Boltenhagen. Das sieht vor, zumindest in der Saison so viele Autos wie möglich aus dem Ortszentrum heraus zu halten, um dort Staus, Lärm und Abgase zu vermeiden.

In diesem Jahr wird der Ausbau der Großparkplätze wohl nicht umgesetzt werden. Hauptgrund dafür ist, dass die Gemeinde bislang keinen genehmigten Haushalt hat, in den die Investitionen aufgenommen werden müssten. Zudem möchte die Gemeinde Fördermittel einwerben, um die Kosten von knapp 700000 Euro für den Ausbau in Tarnewitz decken zu können. Michael Steigmann geht aber davon aus, dass zumindest die Planung für den Parkplatz in Tarnewitz in diesem Jahr abgeschlossen wird und hofft, dass das ebenso mit dem Bebauungsplan für das Gelände mit Großparkplatz bei Wichmannsdorf klappen wird.

In dieser Saison werden Urlauber die Parkplätze also noch im bisherigen Zustand nutzen müssen.

Von Malte Behnk

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