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Neue Boltenhagen-Chronik erhältlich

Boltenhagen Neue Boltenhagen-Chronik erhältlich

Ab sofort ist die dritte Auflage zu bekommen / Ortschronist Horst Günther hat die zurückliegenden Jahre ergänzt

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BAIS-Geschäftsführerin Kirsten Koch (l.), Ortschronist Horst Günther (M.) und Ulf-Peter Schwarz, Geschäftsführer des NWM-Verlags, präsentieren die dritte Auflage der Chronik Boltenhagen.

Quelle: Daniel Heidmann

Boltenhagen. Horst Günther kennt Boltenhagen wie seine Westentasche. Häuser, Straßen oder Einwohner – der ehemalige Grundschullehrer ist ein absoluter Insider. Seit 65 Jahren lebt er im Ostseebad. Fast ebenso lange arbeitet der 86-Jährige auch als Ortschronist. Und bereits seit 1970 bietet der Rentner regelmäßig Dia-Vorträge an. Darin zeigt er Boltenhagen „Einst und Jetzt“ – ein Abriss der Historie des Badeortes in Nordwestmecklenburg.

 

OZ-Bild

Dieses geballte Fachwissen über den Ort darf nicht verloren gehen.“Christian Schmiedeberg (CDU), Bürgermeister Ostseebad Boltenhagen

Quelle:

Ich forsche aus Liebe zu diesem Ort.“Horst Günther (86),

Ortschronist seit 1952

Horst Günther ist für Boltenhagen ein Goldschatz.“ Kirsten Koch (50),

Geschäftsführerin BAIS

Seinen Fundus an gesammelten historischen Daten, Fotos und Geschichten dokumentiert er auch in Buchform. Die Chronik Boltenhagen ist in diesen Tagen in der dritten Auflage erschienen. Nach dem Debüt 2003 und der zweiten Edition 2004 hat der NWM-Verlag aus Grevesmühlen jetzt zum dritten Mal 500 Exemplare herausgegeben. „Die ersten beiden Auflagen waren sehr schnell vergriffen“, sagt Ulf-Peter Schwarz, Geschäftsführer des NWM-Verlags. Trotz stetiger Nachfrage klappte es lange nicht, eine neue Edition zu publizieren. Doch die Boltenhagener Appartement und Immobilien Service GmbH (BAIS) gab nun die Initialzündung: Sie hatte die ersten 100 Vorbestellungen angemeldet und damit den Weg für den aktuellen Druck geebnet. Deshalb haben Günther und Schwarz jetzt auch die ersten Exemplare an BAIS übergeben. „Uns war es ein großes Anliegen, die Chronik für den Ort weiterzuführen. Wir wollten damit auch die Arbeit von Horst Günther anerkennen, der für Boltenhagen ein Goldschatz ist“, sagt Geschäftsführerin Kirsten Koch.

Horst Günther hat darin die jüngere Vergangenheit Boltenhagens in der Zeitleiste ergänzt. Bis 2015 sind die wichtigsten Ereignisse dokumentiert. Darunter sind der Bau der Weißen Wiek, die Aufhebung der Amtsfreiheit oder die neue Flagge des Ostseebades. „Es ist ein tolles Gemeinschaftsprojekt geworden. Es dauerte nur eine Weile und brauchte einen Impuls“, meint Ulf-Peter Schwarz. Um die dritte Auflage effektiver zu verbreiten, habe das neue Buch sogar eine neue ISBN-Nummer erhalten.

„Derjenige, der in Zukunft die Ortschronik weiterführen wird, wird sich die Finger nach diesem Buch lecken“, ist sich Horst Günther sicher. Auch er sei für seine Recherchen für jede noch so kleine Vorgängererscheinung dankbar gewesen. Ans Aufhören denkt der gebürtige Ostpreuße noch nicht. „Solange ich meine Vorträge noch ohne Stottern absolvieren kann, will ich es weitermachen – hoffentlich noch ein paar Jahre“, sagt er.

Angefangen hatte alles im Jahr 1952. Einige Monate zuvor war Günther nach seiner Ausbildung in Güstrow als Lehrer nach Boltenhagen versetzt worden. In wenigen Wochen habe er sich in den Ort verliebt.

Und für den Heimatkundeunterricht lief er mit den Schülern die Steilküste, den Strand und viele Ecken der Umgebung ab. Die Faszination für die Ortsgeschichte hatte ihn gepackt. Fortan recherchierte er in Archiven, alten Tageszeitungen, Briefen und Dokumenten. Aufnahmen belegen, dass die ersten Kurgäste schon 1803 kamen. Damit galt das Ostseebad als zweitältester Kurort Mecklenburgs. Heute genießen hier jährlich mehr als 160000 Gäste Sonne, Strand und Meer. „Ich forsche aus Liebe zu diesem Ort“, betont Günther. Seit ein paar Jahren arbeitet der 86-Jährige auch mit einem Laptop.

„Das habe ich mir in den vergangenen Jahren nach und nach abgeschaut. Ich kenne die Kniffe und kann sogar Bilder bearbeiten“, sagt der Boltenhagen-Experte.

„Alle im Ort kennen Herrn Günther. Ich hatte bei ihm Unterricht. Er war sogar schon der Lehrer meines Schwiegervaters“, erzählt Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU). Der Ortschronist habe sich in den zurückliegenden Jahrzehnten ein enormes Fachwissen angeeignet und auch einen großen Anteil an der Entwicklung des Ostseebades. Deshalb setzten sich auch Gemeinde und Kurverwaltung für die Realisierung einer neuen Auflage der Chronik ein. „In der Gemeinde ist das einstimmig entschieden worden“, so Schmiedeberg. Zu Recht, wie der Bürgermeister ergänzt: „Dieses geballte Fachwissen über den Ort darf nicht verloren gehen.“

Chronik kostet 39 Euro

Erhältlich ist die dritte Auflage der Chronik Boltenhagen von Horst Günther bei der Boltenhagener Appartement und Immobilien Service (BAIS) GmbH und der Kurverwaltung im Ostseebad sowie beim NWM-Verlag in Grevesmühlen und in ausgewählten Buchhandlungen.

Das Buch kostet 39 Euro.

ISBN: 978394632408-9

Nordwest Media Verlagsgesellschaft: Am Lustgarten 1, Grevesmühlen, ☎ 03881 / 2339

• Internet: www.nwm-verlag.de

Daniel Heidmann

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