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Olaf Claus kritisiert Verhinderungsplanung

Boltenhagen Olaf Claus kritisiert Verhinderungsplanung

Der Gemeindevertreter warnt vor Schadenersatzforderungen, weil Boltenhagen den Verkauf eines Hotels verhindert

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Das „Haus Boltenhagen“ soll verkauft werden. Die Gemeinde verhindert aber, dass ein Investor dort Ferienwohnungen baut.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Im Ostseebad Boltenhagen gibt es viele Ferienwohnungen. Ein großer Teil davon wird in Gebieten vermietet, in denen das eigentlich nicht vorgesehen war. Daher will die Gemeinde jeden weiteren Bau von Ferienwohnungen verhindern. Stattdessen sollen Hotels im Ostseebad entstehen. Deswegen hat die Gemeindevertretung die Pläne von Inge Wendenburg blockiert, die das Hotel „Haus Boltenhagen“ mit Grundstück an einen Investor verkaufen wollte, der dort 41 Ferienwohnungen neu errichten will (OZ berichtete).

OZ-Bild

Der Gemeindevertreter warnt vor Schadenersatzforderungen, weil Boltenhagen den Verkauf eines Hotels verhindert

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Die Gemeinde hat kurzerhand einen Bebauungsplan aufgestellt, der sichern soll, dass an dem Standort weiterhin ein Hotel existiert. Den Bau von Ferienwohnungen verhindert er. Gemeindevertreter Olaf Claus (Bolte) warnt vor einer sogenannten Verhinderungsplanung in dem Fall. Sie sei rechtlich anfechtbar. „Im schlimmsten Fall könnte die Gemeinde schadenersatzpflichtig werden“, befürchtet Claus. Er kritisiert, dass der neu aufgelegte Bebauungsplan ausschließlich beinhaltet, dass ein Hotelstandort erhalten bleiben soll. „Es gibt dort keine anderen Planungsziele“, sagt Claus. Zudem beziehe sich dieser Bebauungsplan ausschließlich auf die Grenzen des Grundstücks. „Das ist so nicht erlaubt“, ist sich der Gemeindevertreter sicher, der selbst schon Bürgermeister von Boltenhagen war. „Das kann man machen, wenn man mit einem Investor einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellt“, so Claus.

Aus seiner Sicht hätte die Gemeinde einen Kompromiss für das Gelände des Hotels suchen sollen. „Wir hätten mit dem Investor über den Bauantrag sprechen und ihm erklären können, dass fünf Gebäude mit Ferienwohnungen für das Gebiet zu viel sind. Wir hätten ihm eine Reduzierung um ein Haus vorschlagen können und dass er noch einen öffentlichen Spielplatz baut“, sagt der Boltenhagener.

Für das „Haus Boltenhagen“ selber sieht er keine allzu großen Perspektiven. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man daraus etwas Modernes machen kann“, sagt er über das 1972 erbaute Hotel mit 40 Zimmern, das ursprünglich ein Betriebsferienheim war. „Wenn es irgendwann leer steht und nichts mehr passiert, hat die Gemeinde nichts davon. Wenn es sogar langfristig zu einem Schandfleck im Ort wird, trägt die Gemeinde dann auch eine Mitschuld“, so Olaf Claus.

Aus seiner Sicht ist das Hotelgrundstück neben dem alten Sportplatz sogar recht gut geeignet für einige Ferienwohnungen. „Links vom Hotel und auch dahinter sind schon einige Ferienwohnungen. Außerdem hat das Regenbogen Camp offenbar auch Pläne, sich hinter dem Grundstück des Hotels ,Haus Boltenhagen’ zu erweitern“, sagt Olaf Claus. „Da muss dann kein Hotel stehen.“

In der Gemeindevertretung wurde für den Beschluss, den Bau von Ferienwohnungen auf dem Gelände des Hotels zu verhindern, mit dem „Masterplan Boltenhagen 2020“ argumentiert, der vorsieht, dass man sich im Ostseebad auf die Ansiedlung von weiteren Hotels konzentriert. Geplant wird schon seit sechs Jahren an einem Vier-Sterne-Strandhotel. Und auch für ein Ferienressort auf dem ehemaligen Militärstützpunkt in Tarnewitz laufen die Planungen bereits seit fast zehn Jahren. Gestern wurden dem Bauausschuss zudem weitere Pläne für ein Hotel am Dünenweg vorgestellt.

Malte Behnk

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