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Puppenspieler möchten zu Boltenhagen gehören

Boltenhagen Puppenspieler möchten zu Boltenhagen gehören

Yvonne und Sascha Beu geben gerade ihr erstes Gastspiel im Ostseebad / Sie möchten wiederkommen und vielleicht bleiben

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Yvonne und Sascha Beu gastieren mit der Altmärkischen Puppenbühne in Boltenhagen. Sie möchten gerne wiederkommen.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Die Altmark bei Salzwedel ist die Heimat von Yvonne und Sascha Beu (beide 42), doch das könnte sich ändern. Seit Juni gastieren beide mit der Altmärkischen Puppenbühne in Boltenhagen und das Ostseebad gefällt ihnen so gut, dass sie auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder herkommen und vielleicht irgendwann auch hier bleiben wollen. Über ihr aktuelles Gastspiel und über Pläne für die Zukunft hat sich das Puppenspieler-Paar mit Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) und der Vorsitzenden des Kurbetriebsausschusses, Beatrix Bräunig (SPD), unterhalten.

Wir würden uns freuen, wenn die Puppenbühne hier bleiben würde.“ Christian Schmiedeberg

Wir würden gerne im nächsten Jahr länger hier spielen und eine dauerhafte Institution werden.“ Yvonne Beu

„Boltenhagen hat kein Theater oder Puppentheater“, sagt Sascha Beu, Puppenspieler in fünfter Generation. „Wir würden gerne im nächsten Jahr wieder und auch länger hier spielen. Gerne würden wir hier eine dauerhafte Institution werden“, sagt seine Frau Yvonne Beu. Schon zu Ostern und Pfingsten würde das Paar im nächsten Jahr Vorstellungen anbieten. Wichtig wäre aber ein anderer Stellplatz.

Für diese Spielzeit hat die Puppenbühne in Tarnewitz eine Fläche an der Ostseeallee gemietet – gegenüber des Evangelischen Familienferiendorfs. „Besser wäre für uns ein Standort weiter im Zentrum“, sagt Yvonne Beu. „Der große Platz an der Bushaltestelle bei der Kirche wäre ideal“, sagt sie. Und der aufwendig bemalte Bühnenwagen mit den bekannten Figuren des Kasperletheaters wäre aus ihrer Sicht auch ein Blickfang an der markanten Stelle im Zentrum.

Mit so einem Standort müsste das Theater viel weniger Werbung machen, sind sich die Puppenspieler sicher. Die Plakatwerbung bereitet ihnen nämlich gerade Sorgen, sie wurde plötzlich viel teurer als erwartet. „Wir hatten für die ursprüngliche Spielzeit vom 23. Juni bis 31. Juli die Genehmigung für 25 Plakate beim Amt beantragt. Das hat uns 15 Euro gekostet“, berichtet Sascha Beu. Allerdings hat er die Spielzeit in Boltenhagen jetzt bis zum 28. August verlängert. Dafür war eine neue Genehmigung notwendig. Inzwischen hat die Gemeinde Boltenhagen aber eine Satzung für die Sondernutzung öffentlicher Flächen verabschiedet. Dadurch müssen Beus nun pro Plakat und Tag einen Euro zahlen. Bei 25 Plakaten und 28 Tagen ergeben sich daraus 700 Euro, plus 15 Euro Bearbeitungsgebühr für das Amt.

„Beim ersten Antrag musste lediglich die Bearbeitungsgebühr bezahlt werden, weil es noch keine Sondernutzungsgebühren für Boltenhagen gab“, erklärt Arne Longerich, Fachbereichsleiter im Bürgeramt. Er hatte Sascha Beu darauf hingewiesen, dass er beim Bürgermeister einen Antrag stellen könne, diese Gebühr eventuell zu verringern. Das hat Beu gemacht. „Ich kann da aber keinen Schnellschuss machen“, sagt Christian Schmiedeberg auf Anfrage. „Wir müssen den Fall genau prüfen.“ Die Satzung für die Sondernutzung öffentlicher Flächen sei einerseits erlassen worden, um den Haushalt der Gemeinde auszugleichen. Mehreinnahmen von 2000 Euro jährlich werden prognostiziert. Andererseits soll mit der Gebührenpflicht auch das wilde Plakatieren eingedämmt werden. „Es wird durchaus unerlaubt plakatiert und dagegen gehen wir jetzt vor“, so Arne Longerich. Unter anderem habe die Verwaltung dazu auch Plaketten eingeführt, die auf genehmigte Plakate geklebt werden. Ohne die Plakette kann der Bauhof die Plakate sofort entfernen. Grundsätzlich haben Beus für so eine Regelung Verständnis. „Wir wollen selber nicht aufdringlich werben und keinem ins Gesicht springen“, sagt Yvonne Beu. Die zusätzlichen 700 Euro müssten aber auch mit dem Kasperletheater eingespielt werden.

Für Boltenhagen, sagt Christian Schmiedeberg, wäre die Puppenbühne ein Gewinn, würde sie regelmäßig oder dauerhaft im Ostseebad stehen. „Wir würden uns freuen, wenn sie hier bleiben würde“, sagt Schmiedeberg. Dann würde die Puppenbühne auch im Veranstaltungskalender und Katalogen der Gemeinde aufgeführt. Auch der Bürgermeister ist der Meinung, dass das Theater weiter im Zentrum stehen müsste. „Ich könnte mir als Standort gut die Festwiese hinter dem Kurhaus vorstellen.“

Sondernutzungssatzung

Seit dem 14. Juli gilt die „Satzung über Erlaubnis und Gebühren für Sondernutzung an öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen in der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen“.

Geregelt wird darin , dass für das Aufstellen von Automaten, das Einrichten von Baustellen, das Werben mit Schildern oder Infoständen ein Antrag gestellt werden muss und Gebühren erhoben werden. Boltenhagen hatte bislang keine Sondernutzungssatzung.

Malte Behnk

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