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Radfahrer können jetzt einen Bus rufen

Boltenhagen Radfahrer können jetzt einen Bus rufen

Betreiber des „Carolinchen“ starten Fahrradbus eigenständig / Klütz und Kalkhorst hatten kein Geld für das Projekt

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Fahrer Ernst Jadatz befestigt ein Fahrrad auf dem Anhänger des neuen Busses.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Radfahrer, die samt Drahtesel nach ihrer Tour wieder zum Ausgangspunkt zurück oder vor der Fahrt zu einem Startpunkt gebracht werden möchten, können jetzt in Boltenhagen einen Bus bestellen. Steffen und Carola Beckert vom Busunternehmen „Carolinchen“ im Ostseebad setzen das Projekt eigenständig um.

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Betreiber des „Carolinchen“ starten Fahrradbus eigenständig / Klütz und Kalkhorst hatten kein Geld für das Projekt

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Eigentlich hatte das Unternehmen Nahbus den Plan, in Kooperation mit den Gemeinden Boltenhagen, Klütz und Kalkhorst eine Linie zwischen Boltenhagen und dem Priwall zu installieren, auf der ein Bus mit Fahrradanhänger fährt. Jede der Kommunen hätte sich mit 15000 Euro an dem Projekt beteiligen sollen. Daran war eine kurzfristige Umsetzung in diesem Jahr aber gescheitert.

Steffen Beckert will aber nicht lockerlassen. „Es gibt immer wieder Anfragen“, sagt er und hat deswegen einen Anhänger mit Platz für acht Fahrräder angeschafft. „Wir führen den Service jetzt als Anrufbus ein“, sagt Beckert. „Wer mit dem Rad von Boltenhagen zum Priwall fährt und die Strecke zurück nicht schafft, kann anrufen und in maximal einer halben Stunde sind wir da.“ Allerdings ist diese Form der Beförderung etwas teurer für den Fahrgast, als sie beim Projekt von Nahbus gewesen wäre. „Grundsätzlich richtet sich der Preis nach der Strecke“, sagt Steffen Beckert. Zwischen Boltenhagen und Priwall – etwa 36 Kilometer – kostet die Fahrt etwa 15 Euro pro Person, hinzu kommen 5 Euro pro Fahrrad. Einerseits gibt es jetzt keine finanzielle Unterstützung aus den Kommunen im Klützer Winkel. „Und wir müssen über dem Tarif des Öffentlichen Personennahverkehrs liegen“, erklärt Beckert. Er ist sicher, dass vor allem Urlauber, die gerne mit dem Rad fahren, das Angebot gerne annehmen. „Wir fahren jetzt auch nicht bloß zum Priwall. Touren nach Wismar, Schönberg oder in Richtung Schwerin sind genauso möglich. Auch dort bringen wir Radfahrer hin oder holen sie ab“, sagt Ernst Jadatz, der den Bus mit Fahrradanhänger fährt. „Aber dieser Bus ist ausschließlich für Radfahrer. Ohne Rad können wir Fahrgäste hier nicht mitnehmen“, erklärt er eine Einschränkung.

Aktuell verteilt das Carolinchen-Team Informationsflyer über den neuen Service im Ostseebad und der Umgebung, damit interessierte Urlauber die Handynummer des Fahrradbusses parat haben.

Auch wenn er den Service jetzt in Eigenregie gestartet hat, hält Steffen Beckert die Einführung einer Linie des Nahverkehrs zwischen Boltenhagen und dem Priwall nach wie vor für sinnvoll. „Davon würden auch die Bewohner der kleinen Orte profitieren, die angefahren werden sollten“, sagt er. Geplant waren Haltestellen in Boltenhagen, am Schloss Bothmer in Klütz, in Klein Pravtshagen, in Elmenhorst, in Warnkenhagen, in Brook, in Groß und Klein Schwansee, in Harkensee, in Pötenitz und direkt auf dem Priwall. Beckert hofft, dass in Klütz und Kalkhorst noch einmal über das Projekt in Kooperation mit Nahbus nachgedacht wird. Dann könnte es im nächsten Jahr auf die Beine gestellt werden.

Außer Boltenhagen hatte keine der drei Kommunen für das Projekt des Fahrradbusses gestimmt. Allerdings hatte Guntram Jung (CDU), Bürgermeister von Klütz, betont: „Die Idee finde ich ganz toll. Es würde sehr gut in das Konzept der Marke ,Klützer Winkel‘ passen und wir haben großes Interesse, dass Besucher mit dem Bus zu Schloss Bothmer kommen.“ Auch Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) war nicht grundsätzlich gegen den Vorschlag von Nahbus: „Wenn man das gemeinsam ordentlich plant, können wir gerne darüber reden.“ In diesem Jahr fehle aber das Geld dafür.

Infos zum Fahrrad-Anrufbus

Täglich von 9 bis 17 Uhr kann der Fahrradbus telefonisch gebucht werden unter ☎ 0160/3370142. Buchungen sind im Voraus, aber auch spontan möglich.

Der Service wird in diesem Jahr bis Ende Oktober angeboten.

Touren sind individuell möglich, zum Beispiel von oder nach Travemünde, Wismar oder in Richtung Schwerin.

Maximal können acht Passagiere und acht Fahrräder transportiert werden. Personen ohne Fahrrad werden in dem speziellen Bus nicht befördert.

Malte Behnk

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