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Raumplanung bremst Wohnungsbau

Boltenhagen Raumplanung bremst Wohnungsbau

Illegale Ferienwohnungen in Boltenhagen verfälschen das Bild und sollen jetzt legalisiert werden

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Volger Bruns und Christian Schmiedeberg nach der Unterschrift zur Entwicklung des Wohngebiets.

Boltenhagen. Etwa 200 Wohneinheiten sollen auf der Fläche zwischen Wichmannsdorf und der Kastanienallee an Boltenhagens Ortseingang entstehen. Doch die Raumordnung des Landes bremst diese Entwicklung im Ostseebad vorerst aus.

Wie Bürgermeister Christian Schmiedeberg jetzt berichtete, gibt es Klärungsbedarf über den derzeitigen Bestand an reinen Wohnungen. „Die Raumordnung sagt pauschal: Wenn alle illegalen Ferienwohnungen eigentlich reine Wohnungen wären, dann hätte Boltenhagen ausreichend Wohnraum“, so Schmiedeberg. „Daher sollten wir uns darum bemühen, bislang illegale Ferienwohnungen zu legalisieren.“ Das sei aufgrund einer Änderung des Baurechts inzwischen möglich. Das hatte Schmiedeberg kürzlich in einem Lehrgang über diese Gesetzesänderung erfahren. Demnach sind Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten jetzt möglich, wenn die Gemeinde das in ihren Bebauungsplänen kenntlich macht.

Im Februar hatte der Bürgermeister einen Vertrag mit der Landesgrunderwerb (LGE) Mecklenburg-Vorpommern GmbH unterzeichnet, die 7,3 Millionen Euro investiert, um das Wohngebiet zu entwickeln.

LGE-Geschäftsführer Volker Bruns erklärte auf Anfrage, er kenne die Einschränkungen der Raumordnung. „Es gibt da unterschiedliche Auffassungen. Wir versuchen jetzt alle Dinge auszuloten, das Projekt umzusetzen“, so Bruns. „Schließlich wollen wir bezahlbaren Wohnraum für Menschen aus der Region schaffen.“

Aus seiner Sicht könne es in manchen Regionen sinnvoll sein, dass die Raumordnung stringente Vorgaben macht. „Es sollen ja keine Fehlentwicklungen entstehen, die dann zum Beispiel Pendlerverkehr bringen, der nicht gewollt ist“, so Bruns. Andererseits sei eine Beschränkung der Wohnraumentwicklung in manchen Orten wiederum schwer nachzuvollziehen.

Auch Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick hatte im vergangenen Jahr beklagt, dass seine Gemeinde nur um fünf Prozent bis 2020 wachsen dürfe.

mab

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