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Grevesmühlen Regen spült die Zeltplätze leer
Mecklenburg Grevesmühlen Regen spült die Zeltplätze leer
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03:33 14.09.2013
Erika und Bernd Friedrichs (73) haben den gesamten Sommer auf dem Campingplatz „Liebeslaube“ in Wohlenberg verbracht. Die Regentage stören sie nicht. Fotos (4): Ulrike Oehlers
Wohlenberg

Die Zeltplätze im Klützer Winkel leeren sich allmählich. In der vergangenen Woche brauchten Camper vor allem Gummistiefel und einen Regenschirm. „Wegen des Regens sind mehrere Gäste vorzeitig abgereist“, berichtet Birgit Faber (42), Mitarbeiterin des Campingplatzes „Liebeslaube“ in Wohlenberg. Während die Gäste in der Hauptsaison langfristig buchten, da der Platz sonst häufig voll belegt sei, kämen jetzt vor allem kurzfristige Anfragen.

Harald (47) und Andrea Betz (50) aus dem Allgäu haben sich von dem regnerischen Wochenanfang nicht beeindrucken lassen. Als einzige auf dem Zeltplatz innerhalb des „Liebeslaube“-Geländes hielten sie in ihrem geräumigen Quartier die Stellung und zogen ihre geplante Urlaubswoche auch voll durch. Womit sie ihre Zeit verbringen? „Lesen, Suppe essen“, antwortet Harald Betz spontan und fügt hinzu:

„Wir schauen uns die Städte in der Umgebung an, soweit es geht. Bei uns regnet es auch ständig.“ Seine Frau ergänzt, dass sie auch mobil im Internet surfen.

Ein Stück entfernt packt Erika Friedrichs (61) aus dem Sauerland gerade ihre Sachen unter der Zeltveranda vor dem Wohnmobil zusammen. Sie und ihr Mann stehen kurz vor der Abreise. „Wir waren seit Mai hier. Ich kann mich übers Wetter nicht beklagen“, sagt Erika Friedrichs. Nach dem Prinzip „Stellplatz gegen Arbeit“ hat sie den ganzen Sommer über Kinderanimation angeboten. Die Idee habe sie im Vorjahr gemeinsam mit dem Platz-Inhaber entwickelt. Es sei eigens ein Gebäude für ihren „Kids Club“ errichtet worden, in dem sie durchschnittlich 15 bis 20 Kinder betreute. Steine bemalen, Stockbrot am Lagerfeuer backen, Laternen basteln mit anschließender Nachtwanderung — Aktivitäten wie diese seien bei den Kindern gut angekommen. In der übrigen Zeit widmete sie sich ihrem Internet-Shop für personalisierte Geschenkideen. Dass die letzten Tage ihres Ostsee-Aufenthalt verregnet waren, trübt ihre Stimmung nicht.

Ralf Hoffmann, Leiter des Regenbogen-Camps in Boltenhagen, erzählt, dass bei ihm niemand vorzeitig abgereist sei. „Natürlich ist das Camping weniger geworden, aber es kommen immer noch welche. Jetzt ist die Zeit der Kurzcamper, die für zwei bis vier Tage bleiben“, sagt er. Das Regenbogencamp hat auch Ferienhäuser, die laut Hoffmann weiterhin gut gebucht seien. An der Rezeption liegt ein Flyer aus. „Ihr Urlaubsprogramm“ ist darauf zu lesen. Und auf der nächsten Seite die Wettervorhersage für die nächsten sieben Tage, inklusive Niederschlagswahrscheinlichkeit, die von 45 bis 80 Prozent reicht.

Karl-Heinz Weber (57) und seine Frau Edda (56) aus Oberhausen machen auf der Heimreise mit ihrem Wohnmobil Station im Ostseebad. „Der Regen hat uns nicht gestört“, erklärt Karl-Heinz Weber. Wir haben 10 Tage Urlaub auf Usedom gemacht und wollten uns auf der Rückreise Boltenhagen ansehen. Wer weiß, vielleicht kommen wir im nächsten hierher.“

Ulrike Oehlers

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