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Regenwasser: Boltenhagen rätselt weiter

Boltenhagen Regenwasser: Boltenhagen rätselt weiter

Niederschlagsentwässerung funktioniert nicht / Bürgermeister hofft noch in diesem Jahr auf Lösungsvorschlag

Boltenhagen. Auch nach mehrjähriger Debatte hat die Gemeinde Boltenhagen in Sachen Niederschlagsentwässerung keine Lösung. Bestimmte Ecken und Ortsteile des Ostseebades kämpfen bei starkem Regen regelmäßig mit den Wassermassen. Am Donnerstagabend haben sich die Gemeindevertreter einmal mehr mit dem Thema beschäftigt. Der Tenor: Es muss endlich etwas passieren.

„Wir sollten nach Süddeutschland schauen. Das was dort zuletzt geschehen ist, kann auch in Boltenhagen passieren“, warnt Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU). Niederschlagsentwässerung sei für ihn ein „zunehmend ernstzunehmendes Problem“ – anders als noch 15 Jahren. Dass die Gemeinde vor Schwierigkeiten steht, habe laut Schmiedeberg verschiedene Ursachen. „Es sind Fehler in der Planung gemacht worden. Grundstückseigentümer versiegeln aber auch mehr als sie sollten oder schließen ihre Entwässerung dort an, wo sie es nicht dürfen.“ Seine Mahnung: „Wir müssen jetzt darauf reagieren.“

Auf Lösungen warten die Anwohner im Ortsteil Wichmannsdorf schon seit mehreren Jahren. 2010 begannen die Planungen für ein neues Entwässerungssystem. Getan hat sich nichts. Nach wie vor drohen der Ortslage, die sich bis in die Senke des Klützer Baches erstreckt, bei heftigeren Niederschlägen Überschwemmungen. Die vorhandenen Gräben, die das Regenwasser zum Klützer Bach führen sollen, können die Massen nicht fassen. „Es gab damals eine Variante von einem Planungsbüro“, erzählt Schmiedeberg. Doch die Umsetzung wurde gestoppt. „Wir waren der Meinung, dass die Maßnahme zu umfangreich und aufwendig ist und dass die Probleme damit nicht gelöst worden wären. Auch die Anwohner waren nicht überzeugt.“

Nun sollen noch einmal Gutachter und der Wasser- und Bodenverband beauftragt werden, um abschließend zu klären, wie die Gemeinde dieses komplexe Problem in den Griff bekommt. Denn auch im Neuen Weg und im Rosenweg macht die Regenwasserableitung mittlerweile Schwierigkeiten. Dort stehen zum Teil Keller und Häuser unter Wasser. „Das ist eine Geschichte, die mich maßlos ärgert“, sagt Schmiedeberg.

Denn erst vor acht Jahren seien dort Rückhaltebecken für Regenwasser installiert worden. Doch vermutlich wurde hier auf Basis falscher Gutachten gebaut, hieß es in der Gemeindevertretersitzung. Darin wurde den Bauherren offenbar erklärt, dass das Regenwasser in dem Gebiet versickern könne. Zudem gibt es offenbar Fehler in der Konstruktion der Entwässerung. Demnach müsste das Wasser zum Teil gegen alle physikalischen Regeln bergauf fließen. „Die Rückhaltebecken befinden sich hinter einem Anstieg“, berichtete Gemeindevertreter Olaf Claus. Für Schmiedeberg unerklärlich: „Man muss sich auf Fachleute verlassen können. Die Gutachter und Planungsbüros kosten eine Menge Geld, haben aber anscheinend nicht ordentlich gearbeitet.“ Sein Bruder und Gemeindevertreter Hans-Otto Schmiedeberg forderte deshalb, den Gutachter zu Rechenschaft zu ziehen. Hinzu kommt die Vermutung, dass ein Abflusskanal zum Rückhaltebecken bei nachfolgenden Baumaßnahmen beschädigt wurde und deshalb nicht funktioniert.

Die Gemeinde hat noch eine Menge aufzuarbeiten. Dennoch sagt der Bürgermeister : „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr nachhaltige Lösungsvorschläge bekommen.“ Im nächsten Jahr könnten die Baumaßnahmen, für die Fördermittel beantragt werden sollen, dann beginnen.

Daniel Heidmann

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