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Regenwasser-Zoff in Rolofshagen

Rolofshagen Regenwasser-Zoff in Rolofshagen

Anwohner Ronny Wilken wehrt sich gegen Vorwürfe seiner Nachbarn: Abwasserkanäle sind zu klein

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Ronny Wilken wohnt seit 2006 am Grünen Weg in Rolofshagen. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, er wolle sein Grundstück im Grünen Weg in Rolofshagen partout nicht an die Regenwasserkanäle anschließen. Seit vergangenem Jahr war es öfter überschwemmt. FOTOS (2): MALTE BEHNK

Rolofshagen. Schon mehrfach wurde in diesem Jahr der Grüne Weg in Rolofshagen überschwemmt (die OZ berichtete). Anwohner Ronny Wilken (37), von dessen Grundstück das Niederschlagswasser auf die Straße geflossen ist, wehrt sich gegen den Vorwurf von Gemeindevertretern, er wolle das Problem aussitzen und sei nicht an einer Lösung interessiert. „Ich bemühe mich seit fast sechs Jahren darum, mein Regenwasser einleiten zu können“, sagt der selbstständige Physiotherapeut. Bereits 2012 habe er einen Antrag darauf gestellt. „Der wurde abgelehnt, mit der Begründung, dass die Kanäle unter der Straße zu klein seien“, schildert er. Anlass für seinen Antrag war ein Ereignis im Januar 2012. Da stand das Grundstück der jungen Familie zum ersten mal knöcheltief unter Wasser. „Das habe ich am 19. Januar 2012 dem Zweckverband gemeldet“, sagt Ronny Wilken. Dass der Regenwasserkanal im Grünen Weg alt und klein ist, bestätigt auch Andreas Lachmann vom Zweckverband.

 

OZ-Bild

Fachfirmen haben frühestens im Januar Termine frei.Ronny Wilken, Anwohner Grüner Weg

„Wir planen seit Jahren mit der Gemeinde eine Erneuerung der Leitung im Zusammenhang mit der Straßenerneuerung. Bislang fehlte aber Geld“, sagt er.

Ronny Wilken hatte in Rolofshagen 2006 gebaut. Die Ableitung des Regenwassers auf seinem Grundstück habe sechs Jahre lang mit einem Teich, der etwa 70000 Liter fasst, funktioniert. „Im Sommer war er manchmal ganz ausgetrocknet, so dass wir in der Mulde Lagerfeuer machen und Grillen konnten“, sagt Wilken.

2012 kam es aber zur ersten Überschwemmung des Grundstücks. Dann blieb es längere Zeit relativ trocken, bis zum Oktober 2016. „Ich habe aus dem Fenster geschaut und da floss ein armdickes Rinnsal vom oberen Grundstück zu uns herunter. Das habe ich gefilmt und auch dem Bauamt gemeldet.“

Aufgrund dieser Beobachtung kam es zur Vermutung, es könnte eine alte Drainageleitung von einem großen Teich im Dorf zu einem kleineren führen, die auch über Wilkens Grundstück laufen könnte. Sollte sie beschädigt sein, könnte von dort zusätzliches Wasser in seinen Garten fließen. „Als Bedingung für eine Einleitung meines Regenwassers sollte ich die Drainage suchen“, sagt Wilken. „Keiner weiß, wo oder wie tief sie liegt. Da hätte ich mein ganzes Grundstück aufbaggern lassen müssen.“ Wäre die Drainage gefunden worden, hätte mit einer Kamera nach einer Schadstelle gesucht werden sollen. „Im Grundbuch ist bei mir so eine Leitung nicht eingetragen“, begründet Wilken, warum er die Arbeit nicht beauftragt und einen Widerspruch eingelegt hat. Das Angebot der Gemeinde, eine provisorische Leitung zum Regenwasserkanal zu legen, konnte Wilken auch nicht annehmen. „Wir haben diverse Fachfirmen kontaktiert. Frühestens im Januar haben sie Termine frei“, so Wilken. Ihn ärgert sein nasses Grundstück selber. „Ich habe 1200 Quadratmeter Rasen. Bei meinem Rasentraktor musste ich mein Mähwerk verzinken lassen“, schildert er. „Beim letzten Sturm ist ein großes Trampolin weggeweht worden, obwohl es mit großen Erdankern befestigt war“, sagt Ronny Wilken. Aus dem nassen Boden seien die Metallanker einfach hinausgezogen worden.

„Ich möchte etwas an der Situation ändern“, versichert Ronny Wilken. „Ich bin an einer Lösung interessiert.“

Malte Behnk

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