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Grevesmühlen Rohr könnte für Damshagen teuer werden
Mecklenburg Grevesmühlen Rohr könnte für Damshagen teuer werden
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00:00 06.09.2013
Damshagen

Die Gemeinde Damshagen soll für die Erneuerung einer unterirdisch verlaufenden Rohrleitung mindestens geschätzte 4500 Euro zahlen. Diese plötzlich auftauchenden Kosten, die der Gemeinde keinerlei Nutzen erbringen, stießen beim Bauausschuss auf Skepsis. Das rund 70 Meter lange Rohr befindet sich auf einem landwirtschaftlich genutzten Areal, auf dem auch ein Wasserlauf von Moor nach Roggenstorf fließt. Das Rohr stammt noch aus DDR-Zeiten, verbindet zwei oberirdisch verlaufende Gewässerabschnitte und ist angesichts zunehmend extremer Witterungsverhältnisse zu klein. Der Landwirt hatte sich beim Verband über Überschwemmungen beklagt.

Die Mitglieder des Bauausschusses wussten zunächst gar nichts mit dem Punkt anzufangen, den sie auf ihrer Tagesordnung vorfanden. „Erneuerung Rohrleitung Gewässer 7/3/B2“ war dort zu lesen. Eine Beschlussvorlage gab es nicht. Dafür zwei Gäste: Uwe Brüsewitz, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands (WBV) Wallensteingraben/Küste mit Sitz in Dorf Mecklenburg und seine Kollegin Andrea Bruer vom WBV Stepenitz/Maurine mit Sitz in Grevesmühlen. Von ihnen erfuhren die Ausschussmitglieder, dass es sich bei „7/3/B2“ um die Hauptvorflut zum Roggenstorfer Graben handelt. Brüsewitz erklärte, dass sich das fragliche Gebiet zu 90 Prozent auf dem Territorium der Gemeinde Damshagen befinde. Deshalb sei letztere in der Pflicht, was Unterhaltung und Gewässerausbau angeht. „Zum Gewässerausbau zählt auch die Rohrerweiterung“, sagte er. Die Gemeinde sei zwar in der Pflicht, die Ausführung liege jedoch beim WBV, bei dem die Gemeinden Mitglied sind. Die Rohrleitung befinde sich im Bereich des Verbands Stepenitz/Maurine, dahinter beginne aber schon das Einzugsgebiets seines Verbands.

Hans-Jürgen Luckmann (Die Linke) meinte: „Nutznießer ist der Landwirt. Normalerweise geht es die Gemeinde einen feuchten Dreck an. Wir haben Dinge, die wichtiger für uns sind.“ Bruer erklärte, dass die Verantwortung dennoch bei der Gemeinde liege. Bürgermeisterin Mandy Krüger (ptl.) merkte an, dass im diesjährigen Haushaltsplan keine derartige Ausgabe vorgesehen sei.

Sylvia Radtke (SPD) regte an, das Amt Klützer Winkel zu beauftragen, ein Gespräch mit dem Landwirt zu führen und diesen zu fragen, ob er sich an den Kosten beteiligen würde. „Die Verantwortung liegt so oder so bei uns, die können wir nicht wegschieben.“ Derartige Sitzungs-Vorbereitungen seien Aufgabe des Amtes Klützer Winkel. „Ich wehre mich dagegen, dass wir ehrenamtlich Verwaltungsarbeit machen“, sagte sie. Andrea Bruer räumte ein: „Ich habe mich auch gewundert, dass wir wegen einer solchen Sache hier vorgeladen werden. Der normale Weg ist, dass man an die Verwaltung rangeht.“

Nutznießer ist der Landwirt. Normalerweise geht es die Gemeinde einen feuchten Dreck an.“ Hans-Jürgen Luckmann (Die Linke)

Ulrike Oehlers

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