Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Schlechte Noten für Brücken: Die Stadt Klütz muss investieren

Klütz Schlechte Noten für Brücken: Die Stadt Klütz muss investieren

Mindestens 100000 Euro muss die Kommune in die Sanierung oder den Neubau von zwei Brücken stecken / Ein Bauwerk ist wichtig für die Landwirtschaft

Voriger Artikel
Musiktheater mit Liedern der Unschuld
Nächster Artikel
Jamie St. Clair betreibt das Café im Sophienhof

Die Brücke über den Tarnewitzer Bach wird vor allem von Landwirtschaftsfahrzeugen genutzt. Ohne Bauarbeiten muss sie auf eine Last von 9 Tonnen und ein Tempo von 30 km/h begrenzt werden.

Quelle: Malte Behnk

Klütz. Die Stadt Klütz benötigt unbedingt Fördermittel um eine Brücke über den Tarnewitzer Bach bei Tarnewitzerhagen zu erneuern. Sie ist eines von zwei Brückenbauwerken im Gebiet der Kommune, die eine Benotung von 3,8 erhalten haben – die Verkehrssicherheit ist also erheblich gefährdet. Für beide Brücken rechnet die Stadt mit Sanierungs- und Baukosten von mindestens 100000 Euro.

Wir sollten bald Entschei- dungen treffen. Die Beteiligung im Vorfeld kann lange dauern.“ Thomas Zimmer, Bauausschussmitglied

Eigentlich ist die Verbindung zwischen Tarnewitzerhagen und Oberhof nur eine untergeordnete Straße. Sie wird aber stark von der Landwirtschaft genutzt. Daher ist bei der bewerteten Brücke eine hohe Tragfähigkeit vonnöten. Die müsste aber aufgrund der baulichen Mängel auf maximal neun Tonnen begrenzt werden. Außerdem müsste die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 30 Stundenkilometer herabgestuft und eine Vorrangregelung für den Gegenverkehr getroffen werden.

Vor allem bisher fehlende oder nicht wirksame Einrichtungen wie Geländer, Leitplanken oder Schrammborde sowie starker Bewuchs und einige Schäden sorgen für die schlechte Beurteilung. Zumindest in Teilen muss die Brücke neu gebaut werden. Varianten zum Ausbau oder zur Verbesserung der Verkehrssicherheit würden zwischen 29000 und 75000 Euro kosten.

Lediglich eine von den drei vorgeschlagenen Varianten wurde vom Bauausschuss befürwortet, da bei ihr keine Lastbeschränkungen notwendig würden. Bei der Variante würde der bisherige Durchfluss des Tarnewitzer Baches mit einem Wellstahlprofil verrohrt, das die komplette tragende Wirkung übernehmen würde. Im Zuge dieser Maßnahme könnte die Fahrbahn auch von 4,50 Meter auf 5,50 Meter verbreitert werden. Dann könnten sich auch weiterhin Fahrzeuge auf der Brücke begegnen.

Die Bauausschussmitglieder sehen es als dringend an, die Planungen für die Brücke voranzutreiben. „Wir sollten bald Entscheidungen treffen. Vor allem die Beteiligung im Vorfeld kann lange dauern“, sagte Bauausschussmitglied Tom Zimmer mit Blick auf Natur- und Artenschutz. Die eigentliche Bauzeit würde nur bei etwa sechs Wochen liegen. Im Hauptausschuss wurde am 1. August bereits über die Varianten zur Verbesserung der Brücke gesprochen. Sie werden auch in der nächsten Stadtvertretersitzung am 22. August thematisiert. Dann kann das Amt mit der Suche nach Fördermitteln beauftragt werden.

Das gilt auch für eine wesentlich weniger genutzte Brücke von der Rudolf-Breitscheid-Straße zu den Torfmoorwiesen. „Das Bauwerk macht für mich den Eindruck eines Provisoriums. Tragfähig ist das Ding momentan noch, aber es besteht eigentlich nur aus zwei Stahlträgern mit einer Platte darüber“, sagte der Mitarbeiter des Ingenieurbüros, das die Bauvarianten für die maroden Brücken ausgearbeitet hatte. „Es gibt keine Schutzeinrichtungen wie geeignete Geländer oder Schrammborde für Radfahrer“, erklärte er. Mindestens 26000 Euro müsste die Stadt investieren, um die Brücke verkehrssicher herzurichten. Allerdings wird diese Brücke fast ausschließlich durch den Zweckverband Grevesmühlen genutzt, wurde im Bauausschuss angemerkt. Die Mitglieder einigten sich darauf, die kostengünstigste Variante einzuplanen, um die Verkehrssicherheit herzustellen. Dann wäre die Brücke maximal mit 2,5 Tonnen belastbar. Dem Zweckverband soll diese Entscheidung dann mitgeteilt werden.

Dann könne er sich gegebenenfalls an den Kosten für einen anderen Ausbau beteiligen.

Malte Behnk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wolfsburg

Der VW 181 war schon ein Crossover-Cabrio, als diesen Trend noch gar niemand kannte. Längst eingestellt und fast vergessen, gräbt VW die Idee jetzt nach mehr als 30 Jahren wieder aus. Aber was macht die Faszination des Kübelwagens aus?

mehr
Mehr aus Boltenhagen und Klützer Winkel
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
E-Mail: Lokalredaktion.grevesmuehlen@pressehaus-gre.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.