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Schönheitskur fürs Ostseebad

Boltenhagen Schönheitskur fürs Ostseebad

Ein Papierkorb aus Edelstahl und schwarzem Kunststoff, flankiert von zwei weißen Bänken, ist für ein Ostseebad kein ansehnlicher erster Eindruck. Darüber sind sich die Mitglieder des Boltenhagener Bauausschusses einig.

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Horst Thedes (75, l.) aus der Nähe von Rendsburg und Claus-Helmuth Rolfs (82) aus Büsum genossen gestern in Boltenhagen auf einer Bank am kleinen Platz den Sonnenschein. Sie würden es begrüßen, wenn der Bereich ansehnlicher würde. „Es sieht hier nicht bes

Quelle: Sylvia Kartheuser

Boltenhagen. Weil der Besucher aber genau das sieht, wenn er den Kreisverkehr aus Richtung Klütz befährt, sollen der kleine Platz und der rund 70 Meter lange Weg von der Strandpromenade zum Dünenweg neu gestaltet werden. Erste Ideen stellten Stephan Möller und Katrin Rexin vom Ingenieurbüro Möller aus Grevesmühlen am Dienstagabend im Bauausschuss vor. Eine Empfehlung für die Gemeindevertreter gaben die Ausschussmitglieder zwar noch nicht, grundsätzlich stimmten sie aber mit sechs Mal „Ja“ bei einer Enthaltung für die Umgestaltung.

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Horst Thedes (75, l.) aus der Nähe von Rendsburg und Claus-Helmuth Rolfs (82) aus Büsum genossen gestern in Boltenhagen auf einer Bank am kleinen Platz den Sonnenschein. Sie würden es begrüßen, wenn der Bereich ansehnlicher würde. „Es sieht hier nicht bes

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Nach den Vorstellungen des Ingenieurbüros soll der Baum, der zwischen den Bänken, dem Papierkorb und den Hinweistafeln auf dem kleinen runden Platz etwas verloren wirkt, stärker in den Blickpunkt rücken. Das könnte beispielsweise durch eine Rundbank geschehen. „Wir können uns auch vorstellen, dass er abends angestrahlt wird“, sagte Katrin Rexin. Papierkorb und Hinweisschilder sollten einen anderen Standort bekommen.

Der Weg, der an Imbiss und Fahrradverleih vorbei zur Strandpromenade führt, könnte Pflaster in zwei Farben bekommen. „Damit sich die Bereiche für Fußgänger und Radfahrer unterscheiden“, erklärte die Mitarbeiterin des Ingenieurbüros. Zusätzlich zu dem insgesamt vier Meter breiten Geh- und Radweg hatte das Büro in seiner Planung auf der einen Seite 50 Zentimeter breite Bankette und auf der anderen einen 1,50 Meter breiten Grünstreifen mit Rosenanpflanzungen und Laternen.

„Das ist zwar schön, geht aber gar nicht“, unterbrach der Bauausschussvorsitzende Wilfried Nix (CDU) die Ausführungen. Er ist auch Leiter des Bauhofs — und als solcher fürchtete er, dass der Weg zu schmal wird für die Fahrzeuge zur Strandreinigung. „Wir brauchen mit dem Trecker die ganze Breite des Weges“, betonte der 52-Jährige. Auch der Hinweis von Stephan Möller, dass die Bankette überfahrbar sein muss, und der von Maria Schultz, Bauamtsleiterin im Amt Klützer Winkel, dass sogar Straßen für Pkw im Begegnungsverkehr nur 4,50 Meter breit sein müssen, stimmten den Bauhofleiter nicht um. Selbst wenn der Grünstreifen nur einen Meter breit wäre, würde es nicht reichen. „Wir brauchen im Sommer den Platz, um Fußgängern ausweichen zu können“, erklärte Wilfried Nix.

Das Problem ist, dass der Bauhof nur noch an zwei anderen Stellen an den Strand kommt: einmal in Höhe des Deutschen Hauses, in der Nähe des Campingplatzes, und einmal in Redewisch. Einen weiteren Zugang durch die Düne werde das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt wegen des Hochwasserschutzes kaum genehmigen, befürchtete Ausschussmitglied Michael Steigmann (Die Linke). Bei einem Ortstermin soll ermittelt werden, wie viel Platz für die Fahrzeuge des Bauhofes wirklich benötigt wird — dann wird weiter geplant.

Schandflecke im Ostseebad
Der Imbiss am Weg beim Kreisverkehr, der in den 1990er-Jahren entstand, wird von vielen Besuchern und Einheimischen als Schandfleck empfunden. Mit der Umgestaltung des Weges hoffen die Mitglieder des Bauausschusses, auch den Besitzer der Strandversorgung zu einer zeitgemäßeren Gestaltung animieren zu können.

Als Schandfleck werden zudem die Freiluftverköstigungen an der Mittelpromenade nahe des Restaurants „Zur Düne“ von Boltenhagenern oft bezeichnet. Seit mehr als sechs Jahren sucht die Gemeinde nach einer Lösung, zumal das gastronomische Angebot im Freien immer wieder vergrößert wurde. Gefunden wurde bislang keine.

Sylvia Kartheuser

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