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Sehbehinderte tauschen sich zu Selbsthilfe aus

Boltenhagen Sehbehinderte tauschen sich zu Selbsthilfe aus

Im Aura-Hotel Boltenhagen hat gestern der Aktionstag „Chancen sehen“ stattgefunden

Boltenhagen. „Wir wollen auf die Probleme aufmerksam machen und den Betroffenen wieder in das normale Leben zurückverhelfen.“ Mit diesen Worten hat Wolf-Hagen Etter, Landesvorsitzender des Blinden- und Sehbehinderten-Vereins Mecklenburg-Vorpommern (BSVMV), gestern den Aktionstag „Chancen sehen – Hilfe zur Selbsthilfe“ im Aura-Hotel Boltenhagen eröffnet. Der Verein hatte anlässlich der 15. Woche des Sehens und des bevorstehenden Tages des weißen Stockes ins Ostseebad geladen.

 

OZ-Bild

Martina Ingerfeld testete eine Brille, die die Altersbedingte Makula Degeneration simulierte.

Quelle: heid

Wir müssen vor allem die Barriere im Kopf überwinden.“Gerd Schulz (55)

Betroffene, aber auch Gäste und Interessierte konnten sich beim Aktionstag unter anderem ein Bild davon machen, was es bedeutet, sehbehindert zu sein. Auf den Tischen waren Brillen ausgelegt, die verschiedene Augenerkrankungen simulieren. Darunter waren der Graue Star sowie die Netzhautleiden Retinitis Pigmentosa und die Altersbedingte Makula Degeneration. „Es ist erschreckend, wenn das Blickfeld eingeschränkt ist oder ein Schleier das Sehen erschwert“, sagte Uta Arnold, Leiterin des gastgebenden Hauses.

Auch Martina Ingerfeld nutzte die Möglichkeit, sich in die Lage hineinzuversetzen. Sie lebt seit einigen Jahren mit Gerd Schulz zusammen, der seit seiner Geburt sehbeeinträchtigt ist. Für das Zusammenleben sei laut des 52-Jährigen eines besonders wichtig: „Wir müssen vor allem die Barriere im Kopf überwinden.“ Dabei seien aber nicht nur die Sehenden gefragt. „Ein Großteil der Verantwortung liegt auch bei mir. Denn ich habe jeden Tag mit Sehenden zu tun, die Sehenden aber nicht jeden Tag mit Sehbehinderten oder Blinden.“

Am Nachmittag veranstaltete der BSVMV einen „Dialog im Dunkeln“, eine Gesprächsrunde aller Teilnehmer unter den Bedingungen, mit denen Sehbehinderte und Blinde leben. Dabei wurde noch einmal auf die Wichtigkeit der Punktschrift hingewiesen. Gleichzeitig waren die Möglichkeiten neuer Technologien Thema. So mache die Sprachsteuerung bei Smartphones vieles einfacher. „Es wäre doch fatal, wenn wir diese Technik nicht nutzen“, meinte Bettina Schmidt, selbst Betroffene. Die Schwerinerin bietet Kurse zum Umgang mit den Geräten an.

Daniel Heidmann

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