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Stadt Klütz will ihr altes Rathaus zurück

Klütz Stadt Klütz will ihr altes Rathaus zurück

Verkauf des Baudenkmals soll rückgängig gemacht werden / Besitzer saniert nicht

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Seit dem Verkauf des alten Rathauses wurde an dem Gebäude nichts getan. Jetzt will die Stadt Klütz das Baudenkmal zurück.

Quelle: Foto: Malte Behnk

Klütz. Bereits seit einem Jahr wächst die Sorge der Klützer um ihr ehemaliges Rathaus. Das denkmalgeschützte Gebäude an der Schloßstraße steht seit zehn Jahren leer und müsste längst saniert werden. Doch der Besitzer unternimmt nichts. Jetzt will die Stadt den Verkauf rückgängig machen.

„Es gibt viele schöne Häuser im Sanierungsgebiet. Alle anderen kümmern sich um diese alten Gebäude“, sagt Bürgermeister Guntram Jung (CDU): „Dadurch haben wir glücklicherweise wenige Schandflecken im Zentrum, aber das alte Rathaus gehört inzwischen leider dazu.“ Jung wünscht sich für das Gebäude an der Schloßstraße eine schönere Zukunft. Daher setzt die Stadt jetzt alles daran, den Verkauf rückgängig zu machen.

Vor etwa vier Jahren, so erinnert sich Jung, sei das alte Rathaus, das ursprünglich als Armenhaus genutzt wurde, verkauft worden. „Es wurde unter dem Verkehrswert angeboten, weil die Stadt wusste, dass in die Sanierung investiert werden muss“, sagt Jung. Doch der Käufer veräußerte das Haus weiter und auch der heutige Besitzer unternahm nichts, das im 19. Jahrhundert erbaute Gebäude instand zu setzen. „Es gab lediglich Ankündigungen, dass etwas gemacht werden soll“, sagt Jung.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt versucht festzusetzen, dass auf dem Grundstück Schloßstraße 34 erst das denkmalgeschützte Gebäude saniert werden muss, bevor in zweiter Reihe gebaut werden darf. Den Besitzer so zur Sanierung zu bewegen, war aber erfolglos. „Wir möchten das Gebäude gerne jemandem verkaufen, der es entwickelt“, sagt Jung. Genutzt werden könne es als Wohn- wie auch als Geschäftshaus. „Lediglich die Auflagen, die für das Sanierungsgebiet gelten, müssen eingehalten werden“, sagt der Bürgermeister. Wie lange es dauern wird, den Verkauf des alten Rathauses rückgängig zu machen, weiß er nicht. „Es müssen sich jetzt Juristen damit beschäftigen.“ Die Stadt möchte vermeiden, dass dieses Baudenkmal zum Spekulationsobjekt wird. Doch die Aufgabe der Sanierung wird nicht einfacher, sollte nach einer Rückabwicklung ein neuer Käufer gefunden werden. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert könnte einige Überraschungen bergen, wie Stadtplaner Werner Peters vermutet. Er weiß, dass das alte Rathaus in seiner ursprünglichen Form ein Fachwerkhaus war. Für die Nutzung als Rathaus wurde aber zwischen den beiden Weltkriegen die heutige Klinkerfassade vor das Ständerwerk und dessen Mauern gesetzt. Wie die Fachwerkbalken heute aussehen, lässt sich nur vermuten. Zudem sollen die Holzdecken inzwischen marode sein. Eine Sanierung würde wohl ohne eine Entkernung des Gebäudes nicht funktionieren. Der Umbau zum Rathaus hatte weitere Veränderungen mit sich gebracht. Auch das Dach wurde ausgebaut und eine obere Etage geschaffen. Zudem wurde der kleine Turm mit einer Uhr auf das Dach gebaut.

Sowohl Stadtplaner Werner Peters als auch Bürgermeister Guntram Jung halten das Haus an der Schloßstraße für einen wichtigen Teil der historischen Klützer Innenstadt. „Es hat eine herausragende Bedeutung. Ich finde das, was heute noch übrig ist, auch schön“, sagt Jung in der Hoffnung, dass das Baudenkmal von einem neuen Besitzer gerettet werden kann.

Malte Behnk

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In Klütz wächst die Sorge um das alte Rathaus. Es steht seit zehn Jahren leer und verfällt.

Der Verkauf des Baudenkmals in Klütz in Nordwestmecklenburg soll rückgängig gemacht werden. Der Besitzer saniert seit mindestens zwei Jahren nicht und das Gebäude droht zu verfallen.

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