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Strandkorbvermieter kämpfen als Verein um neue Verträge

Boltenhagen Strandkorbvermieter kämpfen als Verein um neue Verträge

Sie sehen sich als Repräsentanten des Ostseebades / Für Investitionen und Festkosten benötigen sie Planungssicherheit über mehrere Jahre

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Die 18 Vermieter von Strandkörben in Boltenhagen sorgen sich um ihre Existenz. Sie wünschen Verträge über fünf Jahre.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Die Strandkorbvermieter in Boltenhagen haben Angst um ihre Existenzen. Seit diesem Jahr wurden ihre Sondernutzungsverträge für die jeweiligen Strandabschnitte, an denen sie Strandkörbe vermieten, nur für ein Jahr verlängert. Für ihre eigene Planungssicherheit, was Investitionen in neue Körbe oder deren Instandhaltung angeht, fordern die Vermieter aber Verträge über jeweils fünf Jahre. So war die bisherige Regelung.

Neuer Verein

Am 16. Februar 2016 hat sich der Verein „Strandkorbvermieter Ostseebad Boltenhagen“ gegründet.

25 Mitglieder zählt der Verein, dazu gehören die 18 Strandkorbvermieter. Vorsitzender ist Achim Chille, 2. Vorsitzender ist Stefan Jeske, Schatzmeister ist Konrad Alberts und Schriftführerin Heike Wehr.

Um ihre Forderung gegenüber Gemeinde und Kurverwaltung durchzusetzen haben die 18 Strandkorbvermieter jetzt einen Verein gegründet, in dem sie ihre Interessen verstärkt vertreten wollen. In erster Linie wünschen sie sich wieder Verträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Außerdem geht es ihnen um eine Anerkennung als Betreuer und Ansprechpartner der Urlauber und damit als Repräsentanten des Ostseebades. Achim Chille, Vorsitzender des neuen Vereins, spricht von „stillen Leistungen“ und meint Erste-Hilfe bei kleineren Verletzungen, die tägliche Säuberung der gepachteten Strandabschnitte, den Dünenschutz und die Annahme von Vermisstenanzeigen.

Die Unsicherheit bei den Strandkorbvermietern ist Anfang vergangenen Jahres aufgekommen, als diskutiert wurde, ob die jetzt eigentlich ausgelaufenen Verträge über die Sondernutzung der Strandabeschnitte öffentlich zur neuen Vergabe ausgeschrieben werden müssen. Achim Chille ist der Überzeugung, dass eine solche Ausschreibung nicht notwendig ist. „Es gibt dafür Wertgrenzen und aufgrund der geringen Jahrespacht braucht man keine Ausschreibung“, sagt er. Zumindest bei der Vergabe öffentlicher Aufträge mit geringen Auftragswerten gilt im Mecklenburg-Vorpommern eine Wertgrenze von 100000 Euro. Mit einer Jahrespacht von 30 Euro pro Strandkorb, also 3000 Euro bei 100 Strandkörben, liege man weit unter dieser Wertgrenze für Ausschreibungen. „Wenn ein Vermieter sein Geschäft aufgibt oder verstirbt, sind wir mit einer Ausschreibung einverstanden. Aber auch eine freihändige Vergabe wäre möglich“, sagt Achim Chille.

Der Vorsitzende des neuen Vereins der Strandkorbvermieter verweist auf die jährlichen Kosten, die das Gewerbe mit sich bringt. „Mit der Pacht, Versicherung, dem Winterlager und Reparaturen der Körbe liegt man schnell bei 7000 bis 9000 Euro Festkosten pro Jahr“, zählt er auf. „Uns wurden im vergangenen Jahr 45 Körbe umgeworfen, die dann beschädigt waren. Die Reparatur hat pro Korb etwa 360 Euro gekostet.“ Wenn der Sommer dann wie im vergangenen Jahr mit schlechtem Wetter in Mai und Juni verkürzt sei, gehe der Vermieter schnell „plus minus Null“ aus der Saison. Aufgrund solcher Kosten und auch wegen des Preises von 800 bis 1000 Euro für einen neu gekauften Strandkorb, fordern die Vermieter Planungssicherheit.

Die müsse auch ein Vermieter haben, der eventuell neu an Boltenhagens Strand kommt. „Wenn einer alles neu anschafft, muss er schon etwa 80000 Euro für neue Strandkörbe investieren“, sagt Achim Chille. „Von den Kosten kann er aber pro Jahr nur 20 Prozent abschreiben. Dazu braucht man einen Fünf-Jahres-Vertrag.“

Ihre Sorgen haben die Strandkorbvermieter Kurdirektorin Claudia Hörl und Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) vorgetragen, die weiter darüber braten wollen. Vorerst laufen die Verträge der Strandkorbvermieter für ein Jahr.

Von Malte Behnk

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